Fron­to­tem­po­ra­le Demenz: Ers­te Ange­hö­ri­gen­grup­pe in Oberfranken

Für Men­schen, deren Ange­hö­ri­ge an Fron­to­tem­po­ra­ler Demenz (FTD) lei­den, star­tet die ers­te Online-Gesprächs­grup­pe in Ober­fran­ken. Ver­an­stal­te­rin ist die Fach­stel­le für Demenz und Pfle­ge Ober­fran­ken, des­sen Trä­ger­ver­bund sich auch die Stadt Bay­reuth ange­schlos­sen hat. Das ers­te Tref­fen fin­det am Mitt­woch, 29. März, ab 18.30 Uhr via Micro­soft Teams statt. Wer teil­neh­men möch­te, kann sich tele­fo­nisch unter 09281 57500 oder per E‑Mail an info@​demenz-​pflege-​oberfranken.​de anmel­den. Wei­te­re Tref­fen sind zwei­mo­nat­lich vorgesehen.

Die FTD ist die zweit­häu­figs­te Form bei an Demenz erkrank­ten Men­schen unter 65 Jah­ren. Das Abster­ben von Ner­ven­zel­len vor allem im Stirn- und Schlä­fen­be­reich des Gehirns kann zu star­ken Ver­än­de­run­gen des emo­tio­na­len Erle­bens und Sozi­al­ver­hal­tens oder der Spra­che füh­ren. Gedächt­nis­pro­ble­me ste­hen am Anfang meist nicht so stark im Vor­der­grund wie bei ande­ren Demenz­for­men. Das rela­tiv jun­ge Alter der Betrof­fe­nen und feh­len­de spe­zia­li­sier­te Ein­rich­tun­gen machen die Dia­gno­se­stel­lung zu einem Mara­thon. Für Ange­hö­ri­ge von FTD-Erkrank­ten beson­ders her­aus­for­dernd sind die Wesens­ver­än­de­rung, der Man­gel an Infor­ma­tio­nen und die plötz­lich ver­än­der­te Fami­li­en­si­tua­ti­on, da vie­le Betrof­fe­ne anfangs noch mit­ten im Berufs­le­ben stehen.

Um Ange­hö­ri­ge zu unter­stüt­zen, ver­an­stal­te­te die Fach­stel­le für Demenz und Pfle­ge Ober­fran­ken bereits im Janu­ar einen Online-Vor­trag mit Dr. Sarah Straub. Wenn­gleich sie bekannt ist als Musi­ke­rin und Autorin, klär­te sie hier in ihrer Funk­ti­on als Neu­ro­psy­cho­lo­gin am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Ulm auf. Hier ist sie in der Demenz­dia­gnos­tik und ‑for­schung tätig, spe­zi­ell im Bereich der FTD. Rund 130 Teil­neh­men­de ver­folg­ten den anschau­li­chen Bei­trag. Dr. Sarah Straub beton­te die Wich­tig­keit einer umfang­rei­chen Dia­gno­se­stel­lung und einer eng­ma­schi­gen ärzt­li­chen Beglei­tung auf­grund der her­aus­for­dern­den Sym­pto­ma­tik. Die Fach­stel­le für Demenz und Pfle­ge Ober­fran­ken ver­wies auf unter­schied­lichs­te Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te, die auch auf der Sei­te der Deut­schen Alz­hei­mer­ge­sell­schaft nach­zu­le­sen sind (www​.deut​sche​-alz​hei​mer​.de).