14.000 Blu­men­zwie­beln las­sen den Land­kreis Lich­ten­fels aufblühen

Die „Naturkinder“ von Ober- und Unterwallenstadt steckten im Herbst eifrig Osterglocken und andere Frühjahrsblüher in die Erde. Foto: Susann Brähler
Die „Naturkinder“ von Ober- und Unterwallenstadt steckten im Herbst eifrig Osterglocken und andere Frühjahrsblüher in die Erde. Foto: Susann Brähler

Obst- und Gar­ten­bau­ver­ei­ne gehen mit gutem Bei­spiel vor­an: Im Herbst eif­rig Nar­zis­sen und Tul­pen gesetzt / Klei­ne Bilanz zum „Pflanz-eine-Blume“-Tag am 12. März

„End­lich“ sagen vie­le, die sich nach den dunk­len Tagen nach Son­ne und Wär­me, nach fri­schem Grün und Blu­men seh­nen. Nicht von unge­fähr gibt es am 12. März in den USA den Natio­nal-Plant-A-Flower-Day, also den Pflanz-eine-Blu­me-Tag. Auch bei uns ste­hen die Gar­ten­be­sit­zer in den Start­lö­chern, weiß Micha­el Stro­mer, Kreis­fach­be­ra­ter für Gar­ten­bau und Lei­ter der Umwelt­sta­ti­on des Land­krei­ses Lich­ten­fels in Weis­main. Und er hat eini­ge Tipps für die kom­men­de Blumensaison..

Wer Früh­jahrs­blü­her set­zen möch­te, hat jetzt bei den Gärt­ne­rei­en eine rei­che Aus­wahl. Oder er hat sie bereits im Herbst als Zwie­bel in den Boden gesteckt. So, wie die „Natur­kin­der“ von Ober- und Unter­wal­len­stadt. Die „Natur­kin­der“ sind die Jugend­grup­pe der Gar­ten­freun­de des Lich­ten­fel­ser Orts­teils. Ihre Blü­ten­spu­ren aus Nar­zis­sen, Tul­pen und Zier­lauch sol­len heu­er und in den nächs­ten Jah­ren am Dorf­platz in Unter­wal­len­stadt, am Orts­ein­gang und auch am Wal­len­stad­ter Bag­ger­see zu sehen sein.

Im Sin­ne des Blu­men­ta­ges haben sie ihr Soll mehr als erfüllt: 600 Zwie­beln haben die eif­ri­gen Kin­dern mit den Lei­te­rin­nen der Jugend­grup­pe um Ste­fa­nie Schmidt in die Erde gesteckt. Und es ist kei­ne Ein­zel-Akti­on. Die Gar­ten­bau­ver­ei­ne des Land­krei­ses haben ver­gan­ge­nen Herbst gut

14.000 Zwie­beln als Früh­lings­gruß an Orts­ein­gän­gen, Dorf­plät­zen oder Ver­kehrs­in­seln ver­gra­ben. Seit 2016 gibt es die­se Akti­on des Kreis­ver­ban­des für Gar­ten­bau und Lan­des­pfle­ge unter dem Mot­to „Der Land­kreis blüht“.

Der Wert der Früh­lings­blü­her liegt neben ihrer Schön­heit auch in ihrem Ange­bot an Pol­len und Nek­tar. Das trifft vor allem auch auf die Ursprungs­ar­ten und wil­den For­men der Oster­glo­cken, Tul­pen und Kro­kus­se zu, erläu­tert Kreis­fach­be­ra­ter Micha­el Stro­mer. Bei ande­ren Blu­men, Stau­den und Sträu­chern ist das ähn­lich. Wild­stau­den wie die Wie­sen-Schaf­gar­be, das Busch­wind­rös­chen oder die Fär­ber­ka­mil­le oder auch die Wild­ro­sen haben gemein­hin einen höhe­ren öko­lo­gi­schen Wert als ihre wei­ter­ge­züch­te­ten Formen.

Der höhe­re öko­lo­gi­sche Wert drückt sich aus in mehr Pol­len und Nek­tar, bes­se­rer Erreich­bar­keit für Bestäu­ber, höhe­rer Stand­ort­treue, robus­te­rem Wachs­tum oder bei­spiels­wei­se auch in der Nutz­bar­keit als Heil- und Küchen­pflan­ze, so Micha­el Stro­mer wei­ter. Wer also jetzt im Früh­jahr Pflan­zen für sei­nen Gar­ten kauft, kann als Kri­te­ri­um durch­aus auch ein­mal die „Wild­heit“ der Pflan­zen zu Rate zie­hen. Bie­nen und Co. wer­den es ihnen danken.