Neue Zweige an zwei Bamberger Gymnasien

Zweckverband Gymnasien reagiert auf große Nachfrage: Naturwissenschaftlich-technologischer Zweig wird an KHG und EG etabliert

103_khg_Schrägluftbiild_aerowest

KHG Bambert, Foto: Stadt Bamberg

Es hat sich in den vergangenen Jahren abgezeichnet: Die Tendenz bei den Neuanmeldungen an Gymnasien geht in Richtung naturwissenschaftlich-technologisches Schulprofil. Der Zweckverband Gymnasien von Stadt und Landkreis Bamberg hatte deswegen bereits 2022 Anpassungen in der Bamberger Schullandschaft beantragt, die das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus bewilligt hat. So gab es in der aktuellen Zweckverbandssitzung nun Neuigkeiten für zwei Schulen:

Am Kaiser-Heinrich-Gymnasium (KHG) wurde für das kommende Schuljahr die „Zweiganggliederung des naturwissenschaftlich-technologischen Zweiges“ genehmigt. Somit kann die Schule diesen Zweig nicht nur im gebundenen Ganztag, sondern auch im Normalbetrieb anbieten.

Am Eichendorff-Gymnasium (EG) gibt es, ebenfalls ab dem Schuljahr 2023/2024, gleich zwei Entwicklungen: Der neusprachliche Zweig wird schrittweise durch einen naturwissenschaftlich-technologischen Zweig abgelöst. Außerdem dürfen, beginnend mit der Jahrgangsstufe 5, auch Jungen die Schule besuchen. Das Gymnasium führt damit die Koedukation des Unterrichts ein. Diese Entscheidung ist richtungsweisend. Als reine „Mädchenschule“ hat dieses Gymnasium einen Wandel vollzogen. Erstmals werden dort Jungen und Mädchen unterrichtet.

103_eichendorff_hof

Eichendorff-Gymnasium, Foto: Stadt Bamberg

In der Sitzung des Zweckverbands waren zudem die steigenden Schülerzahlen in der Gymnasiallandschaft ein wichtiges Thema. Die Übertrittsquote in Bamberg beträgt rund 55 Prozent. Dies ist überdurchschnittlich. Beispielsweise liegt die Übertrittsquote in Hof bei 29 Prozent. Zweckverbandsvorsitzender Landrat Johann Kalb sagte: „Die Entwicklung der Schülerzahlen ist ein gutes Zeichen für die Region, mit Blick auf die Räumlichkeiten aber auch eine große Herausforderung.“ Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke setzte sich deshalb für eine Sondersitzung noch im April ein, bei der konkrete Maßnahmen zur Linderung der Raumnot beschlossen werden sollen. Der Vorschlag stieß auf breite Zustimmung und es sollten gemeinsame Initiativen umgesetzt werden, um auf die besondere Herausforderung zu reagieren.