Bam­ber­ger vhs-Semes­ter­auf­takt vor vol­lem Haus

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„Unver­zicht­ba­rer Ort der Bil­dung, Begeg­nung, Dis­kus­si­on, Inklu­si­on und Inte­gra­ti­on“ – Muse­ums­di­rek­to­rin Dr. Kris­tin Kne­bel stellt Mas­ter­plan vor

Knapp 200 Gäs­te haben gemein­sam im Alten E‑Werk den Auf­takt des neu­en Semes­ters der Volks­hoch­schu­le Bam­berg Stadt gefei­ert. Muse­ums­di­rek­to­rin Dr. Kris­tin Kne­bel gewähr­te exklu­si­ve Ein­bli­cke in Ihren „Mas­ter­plan 2023 – 2033“ für die Ent­wick­lung der städ­ti­schen Museen.

Als wich­ti­ge Auf­ga­ben im Mas­ter­plan skiz­zier­te Dr. Kne­bel unter ande­rem die The­men Wei­ter­ent­wick­lung der Muse­ums­stand­or­te, Kul­tu­rel­le Bil­dung und neu­es Muse­ums­de­pot. Um die Aus­stel­lun­gen für ein tou­ris­ti­sches Publi­kum attrak­ti­ver zu machen, schwebt der pro­mo­vier­ten Kunst­his­to­ri­ke­rin ein star­ker media­ler und inter­ak­ti­ver Ansatz vor. Stadt­ge­schich­te müs­se neu unter dem Mot­to „Bam­berg in der Welt und die Welt in Bam­berg“ erzählt werden.

Da sich das His­to­ri­sche Muse­um in Räu­men der Baye­ri­schen Schlös­ser­ver­wal­tung befin­de, soll­te gemein­sam ein Gesamt­nut­zungs­kon­zept ent­wi­ckelt wer­den. Im Alten Rat­haus steht zunächst die Sanie­rung und Neu­ge­stal­tung des Muse­ums an. Mit der Aus­stel­lung „Fake Food – Essen zwi­schen Schein und Sein“ ab Ende April wür­de die wert­vol­le Por­zel­lan-Aus­stel­lung vor der Schlie­ßung noch ein­mal ganz anders prä­sen­tiert. Das E.T.A. Hoff­mann Haus sei mit 135 Qua­drat­me­ter Aus­stel­lungs­flä­che das ein­zi­ge Muse­um deutsch­land­weit über den Uni­ver­sal­künst­ler Hoff­mann und sol­le weit­ge­hend bar­rie­re­frei erschlos­sen wer­den. Im Zug der Sanie­rung der Klos­ter­ge­bäu­de auf dem Michels­berg wer­de mit Hil­fe einer Pro­jekt­stel­le geprüft, ob sich die Räu­me als neu­er Muse­ums­stand­ort eigneten.

Zwin­gen­den Hand­lungs­be­darf sieht Dr. Kne­bel beim The­ma neu­es Muse­ums­de­pot: Wegen völ­li­ger Über­fül­lung der Lager­stät­ten und unzu­rei­chen­der Bedin­gun­gen gäbe es einen Auf­nah­me­stopp für neue Objek­te. Drin­gen­den Nach­hol­be­darf gäbe es auch bei der Kul­tu­rel­len Bil­dung bzw. Muse­ums­päd­ago­gik, für die es bis­her kei­ne Stel­le gebe.

Zuvor hat­te vhs-Lei­te­rin Dr. Anna Scher­baum einen Quer­schnitt des neu­en Semes­ter­pro­gramms sowie zahl­rei­che Höhe­punk­te dar­aus vor­ge­stellt: Vor­trä­ge zur Sicher­heits­po­li­tik, Ange­bo­te rund um die neu­en Lüpertz-Fens­ter in St. Eli­sa­beth, neue Kur­se im Bereich Inter­net & Co, Selbst­ma­nage­ment sowie beruf­li­cher Bil­dung. Dr. Scher­baum hob neue The­men wie „psy­chi­sche Fit­ness“ sowie neue Kurs­lei­tun­gen und ihre Ange­bo­te im Bereich Gesund­heit eben­so her­vor wie die gro­ße Band­brei­te im Bereich Spra­chen, dar­un­ter auch wie­der Neu­grie­chisch. Das Welt­erbe-Jubi­lä­um und 200 Jah­re Kunst­ver­ein Bam­berg wür­den eben­so beleuch­tet wie Erkennt­nis­se der Denk­mal­for­schung in der Theu­er­stadt und von St. Gangolf.

Beim Pro­jekt „Vys­hy­van­ka“ in Koope­ra­ti­on mit „Mode macht Mut“ kom­men Ukrai­ne­rin­nen täg­lich zusam­men, um Deutsch zu ler­nen und tra­di­tio­nel­le Sti­cke­rei­en zu fer­ti­gen. Zum Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag am Mitt­woch, 8 März, stel­len die Frau­en sich, ihre Arbeit und ihre Pro­duk­te bei einem ukrai­ni­schen Abend in der vhs vor.

Mit Stolz berich­te­te die vhs-Lei­te­rin ein­gangs, dass das städ­ti­sche Bil­dungs- und Kul­tur­zen­trum kürz­lich bei einem Qua­li­täts­ma­nage­ment-Assess­ment mit zwei exter­nen Prü­fern mit Best­no­te bestan­den habe. Noch wich­ti­ger aber sei für sie das direk­te Feed­back durch die hohe Zahl an Teil­neh­men­den, die sich bereits fürs neue Semes­ter ange­mel­det hät­ten. Dr. Scher­baum dank­te den viel­fäl­ti­gen Koope­ra­ti­ons­part­nern, die ein bun­tes Pro­gramm mit über 700 Ange­bo­ten ermög­lich­ten. Eben­so dank­te sie den Dozen­tin­nen und Dozen­ten für ihr groß­ar­ti­ges Enga­ge­ment: „Sie geben unse­rem Haus ein Gesicht und wis­sen die Teil­neh­men­den mit qua­li­fi­zier­tem Input zu fesseln.“

Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner wür­dig­te in sei­nem Gruß­wort die vhs anhand ihres neu­en Slo­gans „Wir. bil­den. Bam­berg“. Er skiz­zier­te die vhs als „unver­zicht­ba­ren Motor der Wis­sens­ver­mitt­lung, als Ort der Begeg­nung, der Dis­kus­si­on, der Inklu­si­on und Inte­gra­ti­on für die gan­ze Stadt“. Er dank­te dem För­der­ver­ein der Volks­hoch­schu­le, der 11.000 Euro für die Aus­stat­tung der neu­en Ter­ras­sen­kü­che gespen­det habe. Um die­ses neue Herz­stück im Alten E‑Werk for­mier­ten sich im Anschluss an den offi­zi­el­len Teil die Gäs­te, die bei Geträn­ken und Snacks bis spät in den Abend die vhs als Ort der Begeg­nung und Dis­kus­si­on lebten.

Für die musi­ka­li­sche Aus­ge­stal­tung des Abends zeich­ne­te das vhs-Strei­cher­en­sem­ble Le dita nobi­le unter der Lei­tung von Jür­gen Roe­der verantwortlich.