Regi­on Bam­berg: Gast­ge­ber für eine hal­be Mil­lio­nen Menschen

Eine erfrischende Stärkung gehört für die meisten Wanderer zu einer schönen Tour dazu. © Flussparadies Franken/ Andreas Hub
Eine erfrischende Stärkung gehört für die meisten Wanderer zu einer schönen Tour dazu. © Flussparadies Franken/ Andreas Hub

Der Tou­ris­mus in Bam­berg und im Bam­ber­ger Land hat sich im Jahr 2022 vom Coro­na-Ein­bruch erholt

544.125 Per­so­nen haben im Jahr 2022 Bam­berg und das Bam­ber­ger Land besucht und sind im Schnitt zwei Näch­te geblie­ben. Gemein­sam bli­cken Bam­berg Stadt und Land somit auf 1.104.520 Über­nach­tun­gen, eine glat­te Ver­dop­pe­lung im Ver­gleich zum Vor­jahr. Aus­sa­ge­kräf­ti­ger ist aller­dings der Blick auf das letz­te Jahr vor Coro­na: Der Tou­ris­mus erreicht annä­hernd die Über­nach­tungs­zah­len des Jah­res 2019.

Der Tourismus erreicht annähernd die Übernachtungszahlen des Jahres 2019

Der Tou­ris­mus erreicht annä­hernd die Über­nach­tungs­zah­len des Jah­res 2019

„Gegen­über 2019 ver­zeich­ne­ten die Beher­ber­gungs­be­trie­be in Stadt und Land 2022 zwar noch einen Ver­lust von ‑3 %. Ange­sichts der schwe­ren Beein­träch­ti­gung der tou­ris­ti­schen Betrie­be bis inklu­si­ve Ostern kann dies jedoch als gro­ßer Erfolg gewer­tet wer­den“, so Micha­el Heger, Tou­ris­mus­di­rek­tor in Bam­berg bei der gemein­sa­men Prä­sen­ta­ti­on der Jah­res­zah­len 2022 für Bam­berg und das Bam­ber­ger Land. „Spä­tes­tens ab Mai nahm die Rei­se­tä­tig­keit der Men­schen extrem zu, die Städ­te und Urlaubs­re­gio­nen waren wie­der gut besucht. Wer mit span­nen­den Kul­tur- und Erleb­nis­an­ge­bo­ten auf­ge­stellt war sowie attrak­ti­ve Über­nach­tungs­be­trie­be und Restau­rants bot, gehör­te zu den Gewin­nern des Som­mers 2022.“

„Beson­ders natur­na­he Akti­vi­tä­ten wie Wan­dern, Rad­fah­ren und Kanu­tou­ren in Ver­bin­dung mit regio­na­len kuli­na­ri­schen Genuss­an­ge­bo­ten waren gera­de im Bam­ber­ger Land stark nach­ge­fragt und wei­sen auf den zuneh­men­den Trend zum Urlaub in der Natur und einer ins­ge­samt gestie­ge­nen Nach­fra­ge nach Rei­se­an­ge­bo­ten im eige­nen Land hin“, so Patri­cia Leist­ner, Wirt­schafts­för­de­rin im Land­kreis Bamberg.

Som­mer­mo­na­te bes­ser als 2019

So waren die Mona­te ab Juni in Bam­berg und im Bam­ber­ger Land durch­gän­gig den gesam­ten Som­mer bes­ser als die Ver­gleichs­mo­na­te 2019 und führ­ten zu einer dem Jahr 2019 ins­ge­samt ver­gleich­ba­ren Bet­ten­aus­las­tung von 49% (Stadt) und 33 % (Land­kreis).

Auch die Rei­sen­den aus dem Aus­land mach­ten wie­der einen Gesamt­an­teil von 13 % aller Über­nach­tun­gen aus. In Stadt und Land füh­ren die Nie­der­län­der die Sta­tis­tik mit gemein­sam über 17.000 Über­nach­tun­gen an. In der Stadt sind die US-Ame­ri­ka­ner mit über 10.000 Über­nach­tun­gen wie­der auf Platz 2 vor­ge­rückt, gefolgt von Polen, Öster­reich und der Schweiz. Im Land­kreis tei­len sich die Bul­ga­ren, Öster­rei­cher und Polen die Plät­ze 2–4.

„Ein gro­ßer Erfolg der gemein­sa­men tou­ris­ti­schen Arbeit von Stadt und Land“, so Heger und Leist­ner uni­so­no, „sei die Erhö­hung der Auf­ent­halts­dau­er im Bam­ber­ger Land, die mit 2,3 Näch­ten 21 % über dem Jah­re 2019 liegt. In der Stadt liegt die Auf­ent­halts­dau­er nur leicht erhöht bei 1,9 Nächten.“

Gäs­te kom­men ger­ne wieder

„Dass wir uns über die­se Gesamt­ent­wick­lung freu­en, ist kein Gie­ren nach Rekord­zah­len, nach dem Mot­to immer höher, schnel­ler, wei­ter, son­dern ein­fach nur die Freu­de dar­über, dass die vie­len Beschäf­tig­ten im Tou­ris­mus alle wie­der ihrer Beru­fung nach­ge­hen kön­nen, und dass uns die Gäs­te treu geblie­ben sind und ger­ne wie­der­kom­men.“ Die Erho­lung des Jah­res 2022, so Heger, sei zu gro­ßen Tei­len den Indi­vi­du­al­rei­sen­den zu ver­dan­ken. Denn Grup­pen sei­en nach wie vor nicht im glei­chen Maße wie vor Coro­na unter­wegs. „Ins­ge­samt bli­cken wir nach einem am Ende doch ganz ordent­li­chen Tou­ris­mus­jahr mit Opti­mis­mus in die Zukunft. Nun gilt es mit einem guten Preis-Leis­tungs­ver­hält­nis und einem viel­fäl­ti­gen Ange­bot sowie digi­ta­ler Buch­bar­keit die Zahl der Rei­sen­den auf die­sem Niveau zu hal­ten und die Wert­schöp­fung wei­ter zu steigern.“

Nach­hal­tig­keit im Rei­sen ist Thema

Die kom­men­den Jah­re wer­den im Hin­blick auf Nach­hal­tig­keit im Rei­sen und einem bewuss­te­ren Umgang mit natür­li­chen Res­sour­cen zu einem ver­än­der­ten Rei­se­ver­hal­ten füh­ren. Hier gilt für alle tou­ris­ti­schen Leis­tungs­part­ner, sich früh­zei­tig mit die­sen The­men aus­ein­an­der zu set­zen. „Wich­tig ist, das tou­ris­ti­sche Geschäft im Sin­ne nach­hal­ti­ger Kri­te­ri­en mit unse­ren tou­ris­ti­schen Leis­tungs­trä­gern aus Hotel­le­rie und Gas­tro­no­mie, den Kul­tur­ein­rich­tun­gen und Erleb­nis­an­bie­tern wei­ter­zu­ent­wi­ckeln“, so Patri­cia Leistner.

„Die gemein­sa­me Ver­mark­tung von Bam­berg und dem Bam­ber­ger Land über die erfolg­rei­che Tou­ris­mus­ko­ope­ra­ti­on bil­det dafür die Grund­la­ge, eben­so wie die Ver­mark­tung über unse­re wich­ti­gen Part­ner Bay­ern Tou­ris­mus, Fran­ken Tou­ris­mus, den regio­na­len Tou­ris­mus­ver­bän­den wie etwa dem Stei­ger­wald, der Bur­gen­stra­ße und dem Ver­ein der deut­schen Welt­erbe­stät­ten,“ ergänzt abschlie­ßend Micha­el Heger.