Gedenk­got­tes­dienst in der Göß­wein­stei­ner Basi­li­ka für den ver­stor­be­nen Papst

Symbolbild Religion

Gedenk­got­tes­dienst für den ver­stor­be­nen Papst em. Bene­dikt den XVI. in der Zen­tral­kir­che der päpst­li­chen Basi­li­ka der Frän­ki­schen Schweiz

„Mit gro­ßer Trau­er haben wir die Nach­richt erhal­ten, dass Papst Bene­dikt gestor­ben ist. Er war ein gro­ßer Papst, der sein Hir­ten­amt stets mit Frei­mut und star­kem Glau­ben aus­üb­te. Mit dem Tod von Papst Bene­dikt ver­lie­ren wir eine der prä­gend­sten Gestal­ten unse­rer Kir­che und viel mehr noch, einen Men­schen, des­sen Weis­heit, leben­di­ge Lie­be zum Glau­ben und intel­lek­tu­el­ler Glanz unse­ren Respekt ver­dient.“ Mit die­sen Wor­ten begrüß­te Pfar­rer Pater Lud­wig Mazur die zahl­rei­chen Teil­neh­mer am Gedenk­got­tes­dienst für den ver­stor­be­nen Papst em. Bene­dikt XVI. in der Basi­li­ka Gößweinstein.

Die Geistlichen auf den Fotos sind Pfarrer Stark und Pater Ludwig, Mit Vollbart ist Pater Igor zu sehen und Pater Daniel, die den Gedenkgottesdienst in der päpstlichen Basilika zelebrierten.

Die Geist­li­chen auf den Fotos sind Pfar­rer Stark und Pater Lud­wig, Mit Voll­bart ist Pater Igor zu sehen und Pater Dani­el, die den Gedenk­got­tes­dienst in der päpst­li­chen Basi­li­ka zele­brier­ten. Foto: Tho­mas Weichert

Unter ihnen befan­den sich auch der Bür­ger­mei­ster Hann­görg Zim­mer­mann (FW) und die Fah­nen­ab­ord­nun­gen der Feu­er­weh­ren Göß­wein­stein, Beh­rin­gers­müh­le, Etz­dorf-Tür­kel­stein, Leutz­dorf und Sta­del­ho­fen, ange­führt vom Göß­wein­stei­ner Kom­man­dant Mar­cel Zweck. Als wei­te­re Zele­bran­ten fei­er­ten der Lei­ten­de Pfar­rer des Seel­sor­ge­be­reichs Frän­ki­sche Schweiz Flo­ri­an Stark, Kaplan Pater Igor Rybak und Pater Dani­el Bara den Got­tes­dienst mit.

Die Geistlichen auf den Fotos sind Pfarrer Stark und Pater Ludwig, Mit Vollbart ist Pater Igor zu sehen und Pater Daniel, die den Gedenkgottesdienst in der päpstlichen Basilika zelebrierten.

Die Geist­li­chen auf den Fotos sind Pfar­rer Stark und Pater Lud­wig, Mit Voll­bart ist Pater Igor zu sehen und Pater Dani­el, die den Gedenk­got­tes­dienst in der päpst­li­chen Basi­li­ka zele­brier­ten. Foto: Tho­mas Weichert

In sei­ner Pre­digt schil­der­te Pater Lud­wig den ver­stor­be­nen Papst Bene­dikt als einen Men­schen, der kei­ne Ehre bei den Men­schen gesucht hat, son­dern dem es zual­ler­erst dar­um ging, das Evan­ge­li­um frei­mü­tig und furcht­los zu ver­kün­di­gen, so wie auch der hei­li­ge Pau­lus an die Gemein­de in Thes­sa­lo­nich schreibt. Dabei sah er sich als demü­ti­ger Arbei­ter im Wein­berg des Herrn. „Er ließ sich in den Dienst eines ande­ren neh­men, um eines höhe­ren Gutes wegen,“ so Pater Lud­wig. Papst Bene­dikt habe uns immer wie­der vor­ge­lebt, dass nicht Macht­aus­übung im Sin­ne des Herr­schens über ande­re das Kenn­zei­chen des Petrus­dien­stes sei, son­dern sich ganz für Jesus Chri­stus um der Men­schen wil­len ein­zu­set­zen. Hier­zu ver­wies Pater Lud­wig auf die Enzy­kli­ken Papst Bene­dikts, nach denen nur der wahr­haft die­nen kann, der aus der Kraft der Lie­be und der Hoff­nung lebt, die bei­de ihren Ursprung in Gott haben. Sie sind der Maß­stab für unser Leben und Zusam­men­le­ben. Dann schlug Pater Lud­wig einen wei­ten Bogen der Bot­schaf­ten von Papst Bene­dikt über die Bewah­rung der Schöp­fung und der „Öko­lo­gie des Men­schen“, die Zurück­wei­sung von Reli­gi­on als Anlass zu Hass und Gewalt, sei­ne tie­fe Ver­bun­den­heit mit dem Juden­tum und sei­ne kla­ren Wor­te anläss­lich des Besuchs im Ver­nich­tungs­la­ger Ausch­witz. Pater Lud­wig sah in Papst Bene­dikt einen gelehr­ten Zeu­gen und einen über­zeu­gen­den Gelehr­ten des Evan­ge­li­ums, einen begna­de­ten Pre­di­ger und einen uner­müd­li­chen Brücken­bau­er zwi­schen Wis­sen­schaft und geleb­tem Glau­ben. „In ihm ver­ban­den sich Glau­ben und Wis­sen, Intel­lekt und Her­zens­wär­me. Er über­re­de­te nicht, er über­zeug­te,“ stell­te Pater Lud­wig fest. Abschlie­ßend appel­lier­te Mazur an die Got­tes­dienst­ge­mein­de: „Dan­ken wir Gott für Papst Bene­dikt, der uner­müd­lich durch sei­nen Petrus­dienst das Licht Chri­sti auf­strah­len ließ. Beten wir für ihn und dass ein jeder Christ für die Welt immer mehr das wird, was Bene­dikts Name bedeu­tet: ein Geseg­ne­ter und ein Segen.“

Pfar­rer Flo­ri­an Stark ver­kün­de­te das Evan­ge­li­um vom Die­nen und Herr­schen nach Mat­thä­us. Die Lesung und die Für­bit­ten trug Chri­sti­ne Pol­ster vor, Ein­lei­tung und Schluss­ge­bet der Für­bit­ten Pater Igor. Vor Beginn des Got­tes­dien­stes stimm­te Maria Schrü­fer mit einer Geschich­te auf den Got­tes­dienst ein. Dabei wur­de die Fra­ge nach einem Leben nach dem Tod, nach der Ewig­keit gestellt. Lie­be wird sein, unend­li­che Lie­be, was sonst?, ende­te schließ­lich die Geschichte.

Die fest­li­che musi­ka­li­sche Gestal­tung des Got­tes­dien­stes an der Orgel und als Kan­tor lag in den Hän­den von Georg Schäff­ner. Zum Ein­zug, zur Gaben­be­rei­tung und zur Kom­mu­ni­on sorg­te Han­si Hof­mann dazu an der Trom­pe­te für einen beson­ders fest­li­chen Rah­men. Abschlie­ßend dank­te Pater Lud­wig Allen, die für den ver­stor­be­nen Papst Bene­dikt gebe­tet und den Got­tes­dienst mit­ge­fei­ert haben. Beson­de­rer Dank galt sei­nen Kon­ze­le­bran­ten sowie Georg Schäff­ner und Han­si Hof­mann für die musi­ka­li­sche Gestal­tung. „Ich bin stolz auf euch,“ so dank­te er den anwe­sen­den Feu­er­weh­ren. Zum Abschluss wur­de noch gemein­sam das Lied gesun­gen, das eigens für den Besuch von Papst Bene­dikt in Bay­ern 2006 geschaf­fen wur­de und das sich vie­le Chri­sten zu eigen gemacht haben: „Wer glaubt ist nie allein“.

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