WSV Nep­tun e.V. Bam­berg: „War­mes Was­ser ganz ohne CO2-Verbrauch“

Mit der Grundsteinlegung wurde bei der innovativen Baumaßnahme des WSV Neptun ein weiterer Meilenstein erreicht. Foto: Melina Knobloch
Mit der Grundsteinlegung wurde bei der innovativen Baumaßnahme des WSV Neptun ein weiterer Meilenstein erreicht. Foto: Melina Knobloch

WSV Nep­tun treibt mit Hil­fe der Stadt Bam­berg sein Bau­pro­jekt vor­an und legt den Grund­stein für einen Ersatzneubau

Die Schwimm­becken völ­lig CO2-frei behei­zen – das ist das Ziel einer inno­va­ti­ven Bau­maß­nah­me beim WSV Nep­tun e.V. Bam­berg, die jetzt mit einer Grund­stein­le­gung einen wei­te­ren Mei­len­stein pas­siert hat. „Gera­de in die­sen Zei­ten, in denen wir für die Umwelt und als Fol­ge des Kriegs in der Ukrai­ne alles dafür tun müs­sen, um Ener­gie zu spa­ren und von fos­si­len Brenn­stof­fen weg­zu­kom­men, ist die­ses Pro­jekt vor­bild­lich und ver­dient unse­re vol­le Unter­stüt­zung“, lobt Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Starke.

Die Maß­nah­me „Ersatz­neu­bau des Ein­gangs­ge­bäu­des sowie der SUP-Anla­gen im Frei­bad des WSV Nep­tun e.V. Bam­berg“ wird durch Mit­tel aus dem Bun­des­för­der­pro­gramm „Sanie­rung kom­mu­na­ler Ein­rich­tun­gen in den Bereich Sport, Jugend und Kul­tur“ mit 2,2 Mil­lio­nen Euro vom Bund geför­dert. Um die­se Bezu­schus­sung zu erhal­ten, steu­ert die Stadt Bam­berg einen kom­mu­na­len Anteil von 289.493 Euro bei. Die Pro­jekt­ko­sten belau­fen sich damit ins­ge­samt auf knapp 2,5 Mil­lio­nen Euro. „Wir sind der Stadt Bam­berg sehr dank­bar, dass sie uns bei die­ser für die Zukunft unse­res Ver­eins so wich­ti­gen Maß­nah­me unter die Arme greift“, erklärt Dr. Horst Schu­bert, Vor­stand des WSV Neptun.

Der Ver­ein möch­te es mit der Sanie­rung und Umge­stal­tung sei­ner Ein­rich­tung schaf­fen, die vor­han­de­nen Becken völ­lig CO2-frei zu betrei­ben. Außer­dem soll unter Ein­satz der neue­sten Schwimm­bad­t­ech­nik der Ener­gie­be­darf wei­ter redu­ziert und der Ver­brauch opti­miert wer­den. Neben einem Bei­trag zum Umwelt­schutz geht es den Machern vom WSV Nep­tun auch um lang­fri­sti­ge Ein­spar­po­ten­tia­le, die bei den Ener­gie­ko­sten geho­ben wer­den sol­len. „Mit der Instal­la­ti­on von Luft-Wär­me-Pum­pen sowie einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge, mit denen der gesam­te Strom für den Betrieb erzeugt wer­den kann, wer­den wir pro Jahr mehr als 60 Ton­nen CO2 ein­spa­ren“, freut sich Schwimm­wart Jür­gen Bruhn, der sich beim WSV Nep­tun maß­geb­lich um das Pro­jekt kümmert.

Dafür wird zum einen der becken­na­he Sanitär‑, Dusch- und Umklei­de­be­reich saniert und bar­rie­re­frei umge­baut, zum ande­ren ein ener­gie­ef­fi­zi­en­ter Ersatz­neu­bau geschaf­fen für den ver­al­te­ten Gebäu­de­teil mit über­di­men­sio­nier­ter Sau­na. In dem neu­en Gebäu­de, für das nun der Grund­stein gelegt wur­de, wird ein Mul­ti­funk­ti­ons­raum ent­hal­ten sein, in dem zum Bei­spiel Kur­se für Gym­na­stik oder Joga statt­fin­den kön­nen, aber auch das Trocken­trai­ning für Schwim­mer aller Alters­klas­sen. Ein neu­er Sau­na­be­reich soll bei Grö­ße und Aus­stat­tung opti­mal auf die aktu­el­len Bedürf­nis­se ange­passt sein.

Die bis­her nur rudi­men­tä­re Ein­rich­tung für Stand-up-Paddling (SUP) wird durch einen neu­en Lager- und Schu­lungs­rau­mes ersetzt. Die­se Räum­lich­kei­ten wer­den durch neue öffent­li­che Zugän­ge der Öffent­lich­keit, also auch Nicht­mit­glie­dern, zugäng­lich gemacht. „Von die­ser Maß­nah­me wer­den alle Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger pro­fi­tie­ren, wes­halb wir uns schon jetzt auf die Inbe­trieb­nah­me der neu­en Ein­rich­tun­gen freu­en“, erklärt OB Star­ke. Die Fer­tig­stel­lung ist für Som­mer 2023 vorgesehen.

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