Kulm­ba­cher MdL Rai­ner Lud­wig kri­ti­siert Kri­sen­po­li­tik der Ampel scharf

MdL Rainer Ludwig
MdL Rainer Ludwig

„Betrie­be in der Regi­on nicht hän­gen las­sen“: Kup­fer­ber­ger Bäcke­rei-Unter­neh­men zahlt der­zeit 5‑fachen Strompreis

„Zu wenig, zu spät, zu büro­kra­tisch“, so emp­fin­den es zahl­rei­che Unter­neh­men in der Regi­on, die sich mit den dra­stisch gestie­ge­nen Ener­gie­prei­sen von der Bun­des­re­gie­rung allein gelas­sen füh­len. Zwar wur­de die­se Woche die Strom­preis­brem­se beschlos­sen, doch im Mit­tel­stand kom­men die Ent­la­stun­gen nicht an. Zuletzt hat Geschäfts­in­ha­ber Fried­rich Dum­ler aus Kup­fer­berg erklärt, dass ihm die Brem­se in der aktu­el­len Situa­ti­on kaum wei­ter­hilft. Die Bäcke­rei­ket­te mit zahl­rei­chen Filia­len in der gesam­ten Regi­on muss aktu­ell das Fünf­fa­che des nor­ma­len Strom­prei­ses aufbringen.

MdL Rai­ner Lud­wig steht mit Herrn Dum­ler seit Mona­ten in Kon­takt. Bereits Ende August hat­te sich der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te mit einem Brand­brief an Bun­des­mi­ni­ster Robert Habeck gewandt, um auf die brenz­li­ge Situa­ti­on von mit­tel­stän­di­schen Betrie­ben hin­zu­wei­sen. Auch Herr Dum­ler wur­de mit sei­nem Betrieb expli­zit genannt. (Ört­li­che Medi­en haben berich­tet, Link zum Arti­kel: https://​rai​ner​-lud​wig​-fw​.de/​h​a​n​d​w​e​r​k​s​b​a​e​c​k​e​r​e​i​e​n​-​e​n​e​r​g​ie/) „Bis heu­te kam kei­ne Ant­wort von Herrn Habeck. Der Ampel fehlt nicht nur das Herz für unse­ren Mit­tel­stand, son­dern auch das öko­no­mi­sche Ver­ständ­nis dafür, dass er das Rück­grat unse­res Wohl­stands dar­stellt“, so Lud­wig. „Ich kann nicht nach­voll­zie­hen, dass die Ampel kost­ba­re Wochen und Mona­te ver­ge­hen lässt und kaum bis gar kei­ne Lösun­gen für den Mit­tel­stand anbie­tet“, erklärt Lud­wig, der Habeck eben­falls in sei­ner Posi­ti­on als Ener­gie­po­li­ti­scher Spre­cher der FW-Land­tags­frak­ti­on geschrie­ben hatte.

Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung arbei­tet mit Hoch­druck an Hilfen

Rai­ner Lud­wig steht auch im engen Aus­tausch mit dem baye­ri­schen Wirt­schafts­mi­ni­ster. Das Mini­ste­ri­um unter Hubert Aiwan­ger arbei­tet aktu­ell mit Hoch­druck an Här­te­fall-Hil­fen für die Unter­neh­men. „Eigent­lich woll­te man die ange­kün­dig­ten Här­te­fall­hil­fen der Bun­des­re­gie­rung abwar­ten. Somit hät­te man Dop­pel-Struk­tu­ren ver­mei­den und den Ver­wal­tun­gen viel Arbeit gespart“, so Lud­wig. Doch bis heu­te gibt es zum The­ma Här­te­fall­hil­fen kei­ne kon­kre­ten Kon­zep­te oder wei­te­rüh­ren­den Infor­ma­tio­nen aus Berlin.

„Lei­der kommt der Bund nicht in die Gän­ge und wird sei­ner Ver­ant­wor­tung ein­fach nicht gerecht“, so MdL Rai­ner Lud­wig. „Wir in Bay­ern wol­len des­halb nicht län­ger abwar­ten und unse­re Betrie­be län­ger hän­gen las­sen. Damit Här­te­fall-Hil­fen mög­lichst schnell – und noch vor der Ver­ab­schie­dung des Haus­halts im Febru­ar – bei den Betrof­fe­nen ankom­men, hat sich die Freie Wäh­ler Land­tags­frak­ti­on im Ple­num am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag mit­tels Dring­lich­keits­an­trag dafür ein­ge­setzt, das für sol­che Kri­sen­si­tua­tio­nen vor­ge­se­he­ne Not­be­wil­li­gungs­recht anzuwenden.

Schon bei den Coro­na-Hil­fen hat das baye­ri­sche Wirt­schafts­mi­ni­ste­ri­um Initia­ti­ve gezeigt, das hat sich bewährt. Bei der aktu­el­len Kri­se wer­den wir einen ähn­li­chen Weg ein­schla­gen müs­sen“, so Lud­wig. Die Platt­form für die baye­ri­schen Här­te­fall-Hil­fen soll Janu­ar ans Netz gehen.

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