Win­ter­dienst der Stadt Kulm­bach gut gerüstet

Auf dem Foto sehen Sie die Beschäftigten des städtischen Bauhofes mit Bauhofleiter Michael Barnickel (6.v.l.) und Oberbürgermeister Ingo Lehmann (4.v.r.) vor der Salzlagerhalle mit zwei Schneepflügen der Stadt / Foto: Stadt Kulmbach
Auf dem Foto sehen Sie die Beschäftigten des städtischen Bauhofes mit Bauhofleiter Michael Barnickel (6.v.l.) und Oberbürgermeister Ingo Lehmann (4.v.r.) vor der Salzlagerhalle mit zwei Schneepflügen der Stadt / Foto: Stadt Kulmbach

„Mit Blick auf die ver­gan­ge­nen bei­den Wochen kön­nen wir davon aus­ge­hen, dass unser Win­ter­dienst­sy­stem auch in die­sem Jahr gut funk­tio­nie­ren wird“, erläu­tert Bau­hof­lei­ter Micha­el Bar­nickel, der für die Koor­di­nie­rung und Ein­satz­plä­ne der Mit­ar­bei­ter des städ­ti­schen Bau­ho­fes mit Blick auf die Win­ter­dien­st­ein­sät­ze ver­ant­wort­lich ist.

Ins­ge­samt sind im Bau­hof sowie bei der Fir­ma Schott 1.000 Ton­nen Auf­tau­salz zum Teil bereits ein­ge­la­gert, zum Teil in einem Lager­ser­vice­ver­trag geor­dert. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­de die Ein­la­ge­rungs­men­ge auf­grund der zurück­lie­gen­den mil­den Win­ter und der guten Markt­la­ge ste­tig redu­ziert. „Im zurück­lie­gen­den Win­ter hat­te die Stadt Kulm­bach einen Gesamt­ver­brauch von 870 Ton­nen Auf­tau­salz, dar­um wur­den über dem Som­mer bereits 520 Ton­nen im Früh­be­zug beschafft, um die Lager­be­stän­de ent­spre­chend auf­zu­fül­len“, erklärt Bau­hof­lei­ter Bar­nickel weiter.

Es sind der­zeit 21.000 Liter Cal­ci­um­chlo­rid zur Aus­brin­gung von Feucht­salz im Bau­hof ein­ge­la­gert und bereits 17.000 Liter Cal­ci­um­lau­ge (Cal­ci­um­chlo­rid mit Was­ser) zur direk­ten Aus­brin­gung vor­ge­mischt. Wei­ter­hin sind rund 380 Ton­nen Streu­splitt für das Streu­en der Geh­we­ge, Plät­ze und Trep­pen­an­la­gen eingelagert.

Es ste­hen 200 befüll­te Streu­kä­sten im Stadt­ge­biet und auch die Schnee­leit­pfäh­le an den Neben­strecken sind bereits ein­ge­bracht. Die Orga­ni­sa­ti­ons­plä­ne bzw. Ein­satz­plä­ne wur­den recht­zei­tig unter Berück­sich­ti­gung der Aus­wer­tung des letz­ten Win­ter­dien­stes und der städ­ti­schen Grund­stücks­zu­käu­fe bzw. – ver­äu­ße­run­gen über­ar­bei­tet und erstellt.

Die 14 Win­ter­dienst­fahr­zeu­ge sind bereits größ­ten­teils in bewähr­ter Wei­se von der Bau­hof-eige­nen Werk­statt auf Win­ter­dienst umge­rü­stet wor­den. Im Win­ter­dienst der Stadt Kulm­bach sind 11 Fahr­zeu­ge zum Räu­men und Streu­en der Stra­ßen, Wege und Plät­ze sowie 3 Fahr­zeu­ge für die Geh­stei­ge eingesetzt.

Es sind ins­ge­samt ca. 234 Stra­ßen­ki­lo­me­ter im Win­ter­dienst zu betreu­en. Dazu sind 17 Fah­rer ein­ge­teilt. Es sind 3 Fahr­zeu­ge dop­pelt besetzt, um die wich­ti­gen Berei­che wie z. B. den Kran­ken­haus­berg, den Wei­he­rer Berg, den Reh­berg sowie Schul- und Kin­der­gar­ten­we­ge und die Bus­li­ni­en inten­siv betreu­en zu können.

Im Hand­streu­dienst sind in 27 Bezir­ken 40 Mit­ar­bei­ter ein­ge­setzt, um städ­ti­sche Geh­stei­ge, Bus­hal­te­stel­len, Trep­pen­an­la­gen, Fuß­gän­ger­über­gän­ge und öffent­li­che Flä­chen zu räu­men und zu streuen.

Auch das Fried­hofs­per­so­nal ist mit im Alar­mie­rungs­plan des Hand­streu­dien­stes ein­ge­bun­den, somit wer­den die Win­ter­dienst­ar­bei­ten in die­sen Berei­chen im Ein­satz­fall ab 5.00 Uhr mor­gens aufgenommen.

Im Rah­men der obli­ga­to­ri­schen Win­ter­dienst­be­spre­chung, bei der die Mit­ar­bei­ter des Bau­ho­fes zusam­men­kom­men, um sich einer Sicher­heits­un­ter­wei­sung für den Win­ter­dienst zu unter­zie­hen und um die Dienst- und Ein­satz­plä­ne zu bespre­chen, dank­te Ober­bür­ger­mei­ster Ingo Leh­mann den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen für ihren Ein­satz und beton­te, dass der umfang­rei­che Räum- und Streu­dienst der Stadt Kulm­bach weit über die rei­nen Pflich­ten einer Kom­mu­ne hin­aus­geht. „Ein Win­ter­dienst in die­sem Aus­maß ist recht­lich gese­hen eine frei­wil­li­ge Lei­stung einer Stadt, die wir aber ger­ne in Kauf neh­men, um für die Sicher­heit der Men­schen in Kulm­bach auf­zu­kom­men“, beton­te der Oberbürgermeister.

Der Win­ter­dienst stellt für die betei­lig­ten Mit­ar­bei­ter eine beson­de­re kör­per­li­che wie auch psy­chi­sche Bela­stung dar. So muss im Hand­streu­dienst oft über Stun­den nas­ser Schnee geräumt und geschau­felt wer­den. Der Wech­sel zwi­schen den ein­zel­nen Ein­satz­or­ten wird meist mit einem Klein­trans­por­ter durch­ge­führt, auch die­se star­ken und stän­di­gen Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen sind sehr anstren­gend und füh­ren zu schnel­ler Müdig­keit. Hin­zu kom­men Ein­sät­ze in den frü­hen Mor­gen­stun­den oder spät in der Nacht.

„Wir möch­ten aber natür­lich auch an die Eigen­ver­ant­wor­tung der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger appel­lie­ren“, führ­te Ober­bür­ger­mei­ster Leh­mann aus. „Jeder Bür­ger hat die ihm über­tra­ge­nen Räum- und Streu­pflich­ten der anlie­gen­den Geh­we­ge zu erfül­len. Ins­be­son­de­re möch­ten wir noch­mals dar­auf hin­wei­sen, dass die wech­sel­sei­ti­ge Win­ter­dienst­pflicht bei einem ein­sei­ti­gen Geh­weg in der Win­ter­dienst­ver­ord­nung geän­dert wur­de. Das heißt, der­je­ni­ge Anwoh­ner bei dem der Geh­weg direkt anliegt, ist allei­ne für die Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht verantwortlich“.

All die­se Pflich­ten sind in der Ver­ord­nung über die Rein­hal­tung und Rei­ni­gung der öffent­li­chen Stra­ßen und die Siche­rung der Geh­bah­nen im Win­ter gere­gelt. Die­se ist auf der Web­sei­te der Stadt Kulm­bach unter fol­gen­dem Link zu fin­den: file:///C:/Users/jonas.gleich/Downloads/110.1%20(1).pdf

Zudem hat sich jeder Ver­kehrs­teil­neh­mer an die gege­be­nen Stra­ßen- und Geh­weg­ver­hält­nis­se anzu­pas­sen und die Wege sind so hin­zu­neh­men, wie sie sich erkenn­bar dar­bie­ten. Alle Ver­kehrs­teil­neh­mer müs­sen im Win­ter den Wit­te­rungs­ver­hält­nis­sen ange­mes­sen aus­ge­rü­stet sein, d.h. Fahr­zeu­ge müs­sen ent­spre­chen­de Win­ter­rei­fen und Fuß­gän­ger geeig­ne­tes Schuh­werk tragen.

Für Fahr­ten im Win­ter soll­te grund­sätz­lich mehr Zeit ein­ge­plant wer­den, und auch aus­rei­chend Platz für die Räum­fahr­zeu­ge ist frei­zu­hal­ten. Die Win­ter­dienst­fahr­zeu­ge wer­den beson­ders in Sied­lungs­stra­ßen beim Streu- und Räum­dienst immer wie­der durch par­ken­de Fahr­zeu­ge behin­dert, wodurch es zu teil­wei­se erheb­li­chen zeit­li­chen Ver­zö­ge­run­gen und Gefah­ren im Win­ter­dien­st­ein­satz kommt.

Aber auch ande­re grö­ße­re Fahr­zeu­ge (z.B. Müll­ab­fuhr) wer­den immer wie­der, vor allem in Wen­de­häm­mern, durch par­ken­de Fahr­zeu­ge blockiert. Der Bau­hof bit­tet des­halb alle Fah­rer, ihre Autos nicht auf Anlie­ger­stra­ßen und ins­be­son­de­re nicht in den Wen­de­häm­mern zu par­ken, son­dern die Kraft­fahr­zeu­ge auf den Pri­vat­grund­stücken abzustellen.

Wenn Fahr­zeu­ge auf den Stra­ßen ste­hen, kön­nen die Fahr­bah­nen nicht ord­nungs­ge­mäß von den Schnee­mas­sen befreit wer­den. Außer­dem redu­ziert sich die nutz­ba­re Fahr­bahn­brei­te dadurch unnötig.

Der Bau­hof und die Stadt Kulm­bach appel­lie­ren des­halb an alle Ver­kehrs­teil­neh­mer, die Mit­ar­bei­ter des Win­ter­dien­stes durch das Ein­hal­ten die­ser ein­fa­chen Ver­hal­tens­re­geln zu unter­stüt­zen, und bit­ten die Ver­kehrs­teil­neh­mer um mehr gegen­sei­ti­ge Rück­sicht­nah­me. Es wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass der Win­ter­dienst nur vor­ge­nom­men wer­den kann, wenn eine Rest­durch­fahr­brei­te von vier Metern ver­bleibt, da die ein­ge­setz­ten Schnee­pflü­ge oft schon selbst eine Brei­te von 3,20 Meter aufweisen.

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