Voll­ver­samm­lung der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken: Fort­schrit­te bei den Pla­nun­gen für die Bildungsinfrastruktur

Vollversammlung der Handwerkskammer für Oberfranken: Fortschritte bei Planungen für die Bildungsinfrastruktur Dezember 2022
Die Handwerkskammer für Oberfranken hat ihre Vollversammlung abgehalten. Dabei wurden der Haushaltsplan 2023 verabschiedet und ein Sachstand zu den Investitionen in die Bildungsinfrastruktur gegeben. Des Weiteren berichtete Präsident Matthias Graßmann über die Tätigkeiten der HWK im Verlauf des Jahres. Foto: Frank Wunderatsch

„Hand­werk ist immer Teil der Lösung!“

Voll­ver­samm­lung der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken: Fort­schrit­te bei den Pla­nun­gen für die Bil­dungs­in­fra­struk­tur, Inten­si­vie­rung der poli­ti­schen Arbeit, „Nor­ma­li­tät im Haushalt“

Gute Nach­rich­ten für die Bil­dungs­in­fra­struk­tur der Hand­werks­kam­mer (HWK): Bei Voll­ver­samm­lung der HWK für Ober­fran­ken in Son­ne­feld infor­mier­ten HWK-Prä­si­dent Mat­thi­as Graß­mann und der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Kam­mer, Rein­hard Bau­er, die Mit­glie­der über die Fort­schrit­te bei der Inve­sti­ti­ons­stra­te­gie. „In Bam­berg star­tet in 2023 der euro­päi­sche Archi­tek­ten­wett­be­werb für den Neu­bau des Bil­dungs­zen­trums an der Forch­hei­mer Stra­ße“, berich­te­te Graß­mann. „Wir wer­den spä­te­stens Ende des kom­men­den Jah­res Klar­heit über das Aus­se­hen des Gebäu­des und über den Kosten­rah­men haben und kön­nen dann in die Fach­pla­nun­gen ein­stei­gen.“ Gleich­zei­tig sei die Pro­jekt­skiz­ze für das Bil­dungs­zen­trum Coburg mit dem Cobur­ger Hand­werk abge­stimmt und wer­de noch in die­sem Jahr als För­der­an­trag ein­ge­reicht. Der Prä­si­dent: „Wir kom­men also an bei­de Stand­or­ten voran.“

Was für Ober­fran­ken-West gel­te, stell­te Graß­mann auch für die Bil­dungs­zen­tren in Ober­fran­ken-Ost fest. „Wir schlie­ßen die Moder­ni­sie­rung und den Teil­neu­bau des Bil­dungs­zen­trums in Hof Mit­te 2023 ab – und blei­ben damit sowohl im Ter­min- wie auch im Kosten­plan. Wie sel­ten dies gera­de bei öffent­lich geför­der­ten Bau­ten ist, muss ich nicht beto­nen.“ Der Prä­si­dent infor­mier­te die Voll­ver­samm­lung, dass zur Ein­wei­hung des BZ Mini­ster­prä­si­dent Mar­kus Söder Mit­te Juni 23 nach Hof kom­men wer­de, und ging auch auf das Bil­dungs­zen­trun in Bay­reuth ein. In Abstim­mung mit den Pla­nun­gen für die ande­ren Bil­dungs­zen­tren betrach­te man immer das Bil­dungs­zen­trum Bay­reuth, das eben­falls moder­ni­siert wer­den müsse.

Par­al­lel mit den Bau­vor­ha­ben ent­wickelt die Hand­werks­kam­mer ihre Finanz­stra­te­gie wei­ter. „Aktu­ell bleibt es trotz aller poli­ti­schen Zusa­gen zur wei­te­ren Unter­stüt­zung dabei, dass wir als HWK min­de­stens 25 Pro­zent der Kosten aus Eigen­mit­teln auf­brin­gen müs­sen“, ver­deut­lich­te Bau­er bei der Vor­stel­lung des Haus­halts­pla­nes 2023 für die Kam­mer. „Wir müs­sen also jetzt die Grund­la­gen schaf­fen für alle Maß­nah­men, die vor uns ste­hen.“ Neben der Pla­nung für die Bil­dungs­zen­tren in Bam­berg und Coburg und dem Abschluss der Arbei­ten in Hof, müs­se auch das BZ Bay­reuth moder­ni­siert wer­den – der größ­te Stand­ort der HWK in Ober­fran­ken. Kon­kret bedeu­te dies, dass, so lan­ge es mög­lich sei, die Rück­la­gen aus­ge­baut wer­den müss­ten. „Wir haben die glück­li­che Lage, dass gro­ße Tei­le des Hand­werks gut durch das erste Coro­na-Jahr gekom­men sind und die Bei­trags­er­war­tun­gen ent­spre­chend posi­tiv sind.“ Grund­la­ge für die Bei­trags­be­rech­nung sind die Steu­er­da­ten aus 2020, der Hand­werks­kam­mer­bei­trag bleibt gleich. Gleich­zei­tig gehe die HWK davon aus, dass auch die Toch­ter­ge­sell­schaf­ten GTO GmbH und IFGO GmbH wei­ter­hin schwar­ze Zah­len schrei­ben und ent­spre­chend Gewin­ne abfüh­ren wer­den können.

Ent­spre­chend bil­de der Haus­halt 2023 „ganz viel Nor­ma­li­tät“ ab, wie Haupt­ge­schäfts­füh­rer Rein­hard Bau­er skiz­zier­te. Aller­dings sei dies für ihn „Ruhe vor dem Sturm“. „Wir haben auf der einen Sei­te die gro­ßen Inve­sti­tio­nen vor der Brust. Auf der ande­ren Sei­te sind auch wir als Orga­ni­sa­ti­on zum Bei­spiel von den Fol­gen der Ener­gie­kri­se betrof­fen. Der Blick in die Zukunft wird also schwie­ri­ger denn je.“ Daher sei es so enorm wich­tig, sich jetzt gut für die Zukunft zu rüsten (Details zum Haus­halts­plan 2023 ent­neh­men Sie bit­te dem wei­te­ren Bericht hier).

Hand­werk in den Mit­tel­punkt einer nach­hal­ti­gen Wirt­schafts­po­li­tik stellen

Im Bericht des Prä­si­den­ten nahm die poli­ti­sche Arbeit der HWK gro­ßen Raum ein. So hat die Hand­werks­kam­mer den Aus­tausch mit den Par­tei­en und ihren Man­dats­trä­ge­rin­nen und Man­dats­trä­gern inten­si­viert. „Wir haben schon im Früh­jahr mit ‚Zukunfts­ge­sprä­chen‘ begon­nen, bei denen wir die ober­frän­ki­schen Abge­ord­ne­ten aller Ebe­nen und auch die Par­tei­ver­ant­wort­li­chen für die Belan­ge der Hand­werks­be­trie­be sen­si­bi­li­siert haben“, refe­rier­te Mat­thi­as Graß­mann. Im Schwer­punkt bei der Fra­ge der Ener­gie­ko­sten und eines Ener­gie­sy­stems der Zukunft, aber auch kon­kret für regio­na­le Her­aus­for­de­run­gen. „Die Sen­si­bi­li­sie­rung war nur ein Fak­tor. Wir haben auch sehr kon­kre­te For­de­run­gen gestellt. Und das deut­lich.“ So müs­se es end­lich eine Bil­dungs­wen­de geben, die eine ech­te Gleich­stel­lung der beruf­li­chen mit der aka­de­mi­schen Bil­dung beinhal­te – auch bei der För­der­struk­tur. Die­se betref­fe und beein­flus­se, da schlie­ße sich der Kreis, direkt die Inve­sti­ti­ons­mög­lich­kei­ten der Hand­werks­kam­mer in den näch­sten Jah­ren. „Außer­dem for­dern wir von allen Par­tei­en, das Hand­werk end­lich in den Mit­tel­punkt einer nach­hal­ti­gen Wirt­schafts­po­li­tik zu stel­len. Das Hand­werk war und ist bei allen gro­ßen gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen, die vor uns ste­hen, nie­mals Teil des Pro­blems. Wir waren und wir sind immer Teil der Lösung!“ Dem Vor­stand der Hand­werks­kam­mer ist die gute regio­na­le Ver­net­zung ein Anlie­gen. Daher freu­te sich Mat­thi­as Graß­mann, mit der Prä­si­den­tin der Regie­rung von Ober­fran­ken, Heid­run Piwer­netz, mit dem Cobur­ger Land­rat Seba­sti­an Straubel und mit dem Prä­si­den­ten der IHK zu Coburg, Dr. Andre­as Engel, enge Part­ner und Gäste bei der Voll­ver­samm­lung begrü­ßen zu können.

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