Land­kreis Wun­sie­del: Geflü­gel­pest brei­tet sich in Bay­ern wei­ter aus – Im Fich­tel­ge­bir­ge ver­stärk­te Sicherheitsmaßnahmen

Die Geflü­gel­pest brei­tet sich in Bay­ern wei­ter aus: Auch im Fich­tel­ge­bir­ge wer­den die Sicher­heits­maß­nah­men verstärkt

Seit Okto­ber sind in Bay­ern ins­ge­samt vier Fäl­le von Geflü­gel­pest bei Hob­by-Geflü­gel­hal­tern nach­ge­wie­sen wor­den. Betrof­fen waren Bestän­de in den Land­krei­sen Mil­ten­berg und Lands­hut. Deutsch­land­weit sind in die­ser Sai­son bereits mehr als 1.200 Fäl­le bei gehal­te­nem Geflü­gel und Wild­vö­geln amt­lich fest­ge­stellt worden.

Eine besorg­nis­er­re­gen­de Ent­wick­lung, die das Baye­ri­sche Umwelt­mi­ni­ste­ri­um dazu ver­an­lasst hat, bay­ern­weit noch ein­mal ver­stärk­te Bio­si­cher­heits­maß­nah­men gegen die Geflü­gel­pest zum Schutz von Haus- und Nutz­ge­flü­gel anzu­ord­nen. Die Maß­nah­men erfol­gen in allen Land­krei­sen Bay­erns ein­heit­lich auf Grund­la­ge einer zen­tra­len Risi­ko­be­wer­tung des Baye­ri­schen Lan­des­am­tes für Gesund­heit und Lebens­mit­tel­si­cher­heit und gel­ten damit ab sofort auch im Land­kreis Wun­sie­del i. Fichtelgebirge.

Dar­in wer­den neben ver­stärk­ten Bio­si­cher­heits­maß­nah­men wei­te­re Schutz­maß­re­geln wie bei­spiels­wei­se ein Ver­bot von Aus­stel­lun­gen und Märk­ten und ein Füt­te­rungs­ver­bot von Wild­vö­geln erlas­sen. Durch die kon­se­quen­te Ein­hal­tung der ver­stärk­ten Bio­si­cher­heits­maß­nah­men soll der Kon­takt zwi­schen Wild­vö­geln und Haus- und Nutz­ge­flü­gel ver­mie­den und so eine Ein­schlep­pung in die Geflü­gel­hal­tun­gen ver­hin­dert wer­den. Ins­be­son­de­re in der Nähe von Gewäs­sern jeg­li­cher Art und Grö­ße soll­ten Geflü­gel­hal­tun­gen vor­sorg­lich auch mit­tels eines eng­ma­schi­gen Net­zes soweit mög­lich über­spannt werden.

Um eine wei­te­re Aus­brei­tung der Geflü­gel­pest in der Wild­vo­gel­po­pu­la­ti­on rasch zu erken­nen, wird in Bay­ern das bewähr­te Wild­vo­gel­mo­ni­to­ring kon­se­quent wei­ter­ge­führt. Aus die­sem Grund wer­den Bür­ge­rin­nen und Bür­ger gebe­ten, Ansamm­lun­gen von toten Was­ser­vö­geln dem jewei­li­gen Vete­ri­när­amt vor Ort zu melden.

Eine Ansteckung des Men­schen mit dem Erre­ger über infi­zier­te Vögel oder deren Aus­schei­dun­gen in Deutsch­land ist bis­lang nicht bekannt gewor­den. Trotz­dem soll­ten tote oder kran­ke Tie­re nicht berührt und ein­ge­sam­melt wer­den. Hun­de sind vom Kada­ver fernzuhalten.

Ein Merk­blatt mit Sicher­heits­maß­nah­men spe­zi­ell für Geflü­gel­hal­ter sowie aktu­el­le Infor­ma­tio­nen zur Geflü­gel­pest in Bay­ern gibt es unter: www​.lgl​.bay​ern​.de/​t​i​e​r​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​/​t​i​e​r​k​r​a​n​k​h​e​i​t​e​n​/​v​i​r​u​s​i​n​f​e​k​t​i​o​n​e​n​/​g​e​f​l​u​e​g​e​l​p​e​st/

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