Schüler:innen des Bam­ber­ger FLG erhal­ten Preis gegen Anti­se­mi­tis­mus in Berlin

OB Star­ke: „Beein­drucken­des Pro­jekt der Erinnerungskultur“

Der „Mar­got-Fried­län­der-Preis“ zeich­net Pro­jek­te aus, die die Erin­ne­rung an die Ver­bre­chen des Natio­nal­so­zia­lis­mus beson­ders in den jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen wach­hal­ten. Die Thea­ter- und Film AG des Franz-Lud­wig-Gym­na­si­ums hat die­sen Preis nun erhal­ten. „Es freut mich außer­or­dent­lich, dass jun­ge Men­schen am Franz-Lud­wig-Gym­na­si­um einen so wich­ti­gen Bei­trag zur Erin­ne­rungs­kul­tur lei­sten“, sagt Bam­bergs Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke und gra­tu­liert herzlich.

Die­ses Jahr haben vier Schu­len in der Bun­des­re­pu­blik die Aus­zeich­nung erhal­ten: die Ker­pen­schu­le Illin­gen im Saar­land, das Regio­na­le Berufs­bil­dungs­zen­trum Wirt­schaft Kiel, die Ernst-Göbel-Schu­le in Höchst im Oden­wald und das Franz-Lud­wig-Gym­na­si­um in Bamberg.

In ihrem Pro­jekt „Eine Klas­se vie­le Schick­sa­le“ hat­ten sich die Schüler:innen der Thea­ter- und Film AG inten­siv mit dem Holo­caust und sei­nen Fol­gen aus­ein­an­der gesetzt. Die Jugend­li­chen beleuch­te­ten dabei die Schick­sa­le der Kin­der aus einer Schul­klas­se im Jahr 1933. Aus soge­nann­ten „Bio­pics“ – Bio­gra­fie­schnip­seln – haben die Schüler:innen des FLG einen ein­drück­li­chen Film erstellt. Schul­lei­te­rin Saskia Hof­mei­ster freu­te sich sehr über die Arbeit der AG und das Enga­ge­ment der bei­den Lehr­kräf­te. Die Erin­ne­rungs­kul­tur habe an der Schu­le einen hohen Stel­len­wert. Das FLG ist „Schu­le ohne Ras­sis­mus, Schu­le mit Courage“.

Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke gra­tu­liert herz­lich zur Aus­zeich­nung mit dem Mar­got-Fried­län­der-Preis. „Für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler war es mit Sicher­heit eine gro­ße Ehre, die Zeit­zeu­gin und Holo­caust-Über­le­ben­de heu­te per­sön­lich in Ber­lin zu tref­fen. Als Ober­bür­ger­mei­ster der Stadt Bam­berg, aber auch ganz per­sön­lich, möch­te ich mich für die inten­si­ve Beschäf­ti­gung mit dem The­ma Holo­caust und Anti­se­mi­tis­mus bedan­ken. Dass jun­ge Gene­ra­tio­nen von sich aus die Aus­ein­an­der­set­zung damit suchen, ist das rich­ti­ge Signal für unse­re Gesellschaft.“


Der Mar­got-Fried­län­der-Preis

Der Mar­got-Fried­län­der-Preis ruft seit 2014 Jugend­li­che dazu auf, sich in eige­nen inter­ak­ti­ven Pro­jek­ten mit dem Holo­caust, sei­ner Zeu­gen­schaft, Über­lie­fe­rung und histo­ri­schen Kon­ti­nui­täts­li­ni­en aus­ein­an­der­zu­set­zen. Ziel ist es, jun­ge Men­schen dabei zu unter­stüt­zen, sich gegen heu­ti­ge For­men von Anti­se­mi­tis­mus, Ras­sis­mus, Anti­zi­ga­nis­mus sowie Aus­gren­zung und für eine plu­ra­li­sti­sche Migra­ti­ons­ge­sell­schaft ein­zu­set­zen. Die Schwarz­kopf-Stif­tung Jun­ges Euro­pa trägt hier­zu mit einem Preis­geld und päd­ago­gi­scher Beglei­tung der aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jekt­ideen bei.

Quel­le: https://​schwarz​kopf​-stif​tung​.de/​p​r​e​i​s​e​/​m​a​r​g​o​t​-​f​r​i​e​d​l​a​e​n​d​e​r​-​p​r​e​is/

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