FCE Bam­berg erkämpft Remis in Erlangen

Mit Haken und Ösen: Bambergs Innenverteidiger Felix Popp und Erlangens Tramaine Lawson im Duell. © FCE Bamberg
Mit Haken und Ösen: Bambergs Innenverteidiger Felix Popp und Erlangens Tramaine Lawson im Duell. © FCE Bamberg

„Wir zie­hen unser Ding durch!“

Vom Spiel­glück ver­folgt waren die Dom­rei­ter in Halb­zeit eins in Erlan­gen nicht gera­de. Ein nicht gege­be­ner kla­rer Hand­elf­me­ter, ange­zeig­te Abseits­stel­lung nach star­ker Akti­on von Moritz Kau­be, die zumin­dest sehr zwei­fel­haft war, und eine ver­un­glück­te Ret­tungs­ak­ti­on der Hin­ter­mann­schaft auf dem sei­fi­gen Platz, die zum 1:0 für den ATSV führ­te. Dazu ein aus­ge­spro­chen star­ker Geg­ner, der von sei­nem Trai­ner Chris­to­pher Hof­bau­er per­fekt auf die Bam­ber­ger ein­ge­stellt war.

Aller Grund zum Lamen­tie­ren eigent­lich in der Pau­se für die Bam­ber­ger. Aber: Fehl­an­zei­ge. „Wir schau­en auf uns. Wir drü­cken das alles weg. Wir gehen jetzt raus und hau­en alles rein. Wir zie­hen unser Ding durch!“ so lau­te­te die kla­re Ansa­ge des Bam­ber­ger Coa­ches Jan Gern­lein – und tat­säch­lich erzwang die jun­ge Bam­ber­ger Trup­pe in der zwei­ten Halb­zeit noch ein Remis.

Rudelbildung nach Foul an Bambergs Fabio Reck und rote Karte für Erlangen. Kampf war Trumpf im Derby zwischen dem ATSV Erlangen und dem FC Eintracht Bamberg. Foto: FC Eintracht Bamberg

Rudel­bil­dung nach Foul an Bam­bergs Fabio Reck und rote Kar­te für Erlan­gen. Kampf war Trumpf im Der­by zwi­schen dem ATSV Erlan­gen und dem FC Ein­tracht Bam­berg. Foto: FC Ein­tracht Bamberg

Dabei war allei­ne die zwei­te Halb­zeit das Ein­tritts­geld wert. Bei teils strö­men­den Regen klapp­ten bei­de Teams das Visier hoch und trie­ben die Anhän­ger von per­fek­ter Abwehr­ar­beit in den Wahn­sinn. Pfos­ten­schüs­se, miss­lun­ge­ne Abwehr­ver­su­che, Elf­me­ter, eine rote und eine gelb-rote Kar­te spie­geln die Dra­ma­tik des Spiels in weni­gen Wor­ten wider. Die mehr­mi­nü­ti­ge Nach­spiel­zeit war dann gleich­zei­tig Höhe­punkt und Aus­klang einer sehens­wer­ten Par­tie. Nach­dem Phil­ipp Hack in der 83. Minu­te per Foul­elf­me­ter für die Dom­rei­ter aus­ge­gli­chen hat­te, ver­häng­te das nicht sicher wir­ken­de Schieds­rich­ter­ge­spann in der Nach­spiel­zeit einen Foul­elf­me­ter für die Gast­ge­ber. Zur Hälf­te der rech­te Tor­pfos­ten und zur ande­ren Hälf­te die rech­te Hand von Kee­per Fabi­an Dell­er­mann ver­hin­der­ten den spä­ten Tref­fer durch Spiel­füh­rer Lucas Mar­kert für die Mit­tel­fran­ken. Im Gegen­zug erkämpf­te Luis Schnei­der einen star­ken Pass in die Tie­fe und prall­te auf 16m-Höhe mit Erlan­gens Kee­per Böhn­ke zusam­men. Der Press­schlag tru­del­te Rich­tung Erlan­ge­ner Gehäu­se und ent­schied sich mit einer klei­nen Kur­ve ganz knapp am Pfos­ten vor­bei­zu­hol­pern. Danach: Schluss­pfiff nach tur­bu­len­ten 97 Minuten.

Ent­spre­chend auf­ge­wühlt zeig­te sich der Bam­ber­ger Coach Jan Gern­lein nach der Par­tie: „Kom­pli­ment an Erlan­gen, das war eine bären­star­ke Leis­tung, die uns alles abver­langt hat. Das Spiel kann am Ende die eine Mann­schaft genau­so gewin­nen wie die ande­re. Viel­leicht ist ein Unent­schie­den des­we­gen wirk­lich das bes­te Ergeb­nis. Mei­ne Mann­schaft kam anfangs nicht wie gewohnt ins Spiel, eini­ge Situa­tio­nen in der ers­ten Hälf­te waren extrem unglück­lich. Aber da sind wir mitt­ler­wei­le gefes­tigt genug. Wir stel­len uns sol­chen Situa­tio­nen und wis­sen um unse­re Stär­ke. Bis der Schieds­rich­ter abpfeift, und wenn es wie heu­te weit nach der 90. Minu­te ist, hau­en wir alles rein. Das haben wir heu­te wie­der auf den Platz gebracht. Wir sind nun seit Spiel­tag 2 unge­schla­gen. Die­ses Gefühl neh­men wir mit in die Win­ter­pau­se, das fühlt sich gut an.“