Land­rats­amt Bam­berg: „Rücken­wind für die Windkraft“

Symbol Bild Green Deal

Der Regio­na­le Pla­nungs­ver­band Ober­fran­ken-West stellt die Wei­chen dafür, dass wei­te­re Flä­chen für Wind­kraft­an­la­gen aus­ge­wie­sen wer­den können

„Wir wol­len und wer­den es wei­ter selbst in der Hand haben, wo neue Wind­kraft­an­la­gen ent­ste­hen. Der Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien ist ein Erfolgs­fak­tor für Wirt­schaft und Kli­ma­schutz. Die Bün­de­lung der Anla­gen ist wich­tig für unser Land­schafts­bild.“ Der Bam­ber­ger Land­rat Johann Kalb will des­halb als Vor­sit­zen­der des Regio­na­len Pla­nungs­ver­ban­des Ober­fran­ken-West mit allen Kom­mu­nen kon­se­quent und ziel­ge­rich­tet wei­te­re Vor­rang­ge­bie­te für Wind­kraft entwickeln.

„In Bay­ern sind 36.000 Hekt­ar oder 0,7 Pro­zent der Lan­des­flä­che für Wind­kraft aus­ge­wie­sen. Ober­fran­ken-West liegt mit 0,6 Pro­zent im Mit­tel­feld“, beschrieb lei­ten­der Mini­ste­ri­al­di­rek­tor Rai­ner Veit vom Baye­ri­schen Wirt­schafts­mi­ni­ste­ri­um in der Ver­bands­ver­samm­lung des Regio­na­len Pla­nungs­ver­ban­des Ober­fran­ken-West die Ist-Situa­ti­on. Der Bund hat im soge­nann­ten „Wind-an-Land-Gesetz“ für den Frei­staat ver­pflich­ten­de Flä­chen­zie­le fest­ge­legt: 1,1 Pro­zent bis 2024 und 1,8 Pro­zent bis 2032. Wer­den die­se Zie­le nicht erreicht, dann sieht das Bun­des­ge­setz wei­te­re Erleich­te­run­gen für Anla­gen­bau­er und deut­lich weni­ger Steue­rungs­mög­lich­kei­ten für Kom­mu­nen und Geneh­mi­gungs­be­hör­den vor. „Wenn Sie ihr gutes Grund­kon­zept wie geplant fort­schrei­ben, dann sind wir guter Din­ge, dass Sie im Regio­na­len Pla­nungs­ver­band Ober­fran­ken-West die­se Ziel­vor­ga­ben für die Flä­chen errei­chen wer­den“, so Rai­ner Veit.

„Im Regio­na­len Pla­nungs­ver­band Ober­fran­ken-West sind aktu­ell 33 Vor­rang­ge­bie­te mit einer Flä­che von 2370 Hekt­ar für Wind­kraft aus­ge­wie­sen“, erläu­ter­te Regi­ons­be­auf­trag­ter Harald Frau­en­knecht den Mit­glie­dern der Ver­bands­ver­samm­lung. Um von der­zeit 0,6 Pro­zent der Flä­che bis 2027 auf 1,1 Pro­zent zu kom­men, sind wei­te­re 1660 Hekt­ar nötig. Das bis 2032 gesteck­te 1,8 Ziel setzt noch ein­mal 2590 Hekt­ar Vor­rang­ge­bie­te voraus.

Der Regio­na­le Pla­nungs­ver­band Ober­fran­ken-West pass­te des­halb den Kri­te­ri­en­ka­ta­log für Poten­zi­al­flä­chen für Wind­kraft an die neu­en Rah­men­be­din­gun­gen an. Land­schafts­schutz­ge­bie­te oder Denk­mal­schutz sind inzwi­schen zum Bei­spiel kein Aus­schluss­kri­te­ri­um mehr für Vor­rang­flä­chen. Frau­en­knecht ging davon aus, dass es durch die Locke­rung des Gesetz­ge­bers nun in allen Gemein­den Poten­zi­al­flä­chen für Wind­kraft gibt. „Im Jahr 2023 wer­den wir die­se Poten­zi­al­flä­chen bewer­ten. Ab 2024 wol­len wir dann Vor­schlä­ge für Vor­rang­ge­bie­te erar­bei­ten“, so Frau­en­knecht. Für kon­kre­te Pro­jek­te, die wei­ter fort­ge­schrit­ten sind, will der Regio­na­le Pla­nungs­ver­band Ober­fran­ken-West bereits frü­her die pla­nungs­recht­li­chen Wei­chen stel­len. Des­halb befass­te sich der Pla­nungs­aus­schuss auch mit der Fort­schrei­bung des Teil­ka­pi­tels „Wind­ener­gie“ des Regio­nal­plans in „Mäh­ren­hau­sen-Ost“ (Land­kreis Coburg) und „Tief­enel­lern-Süd“ und „Tie­fen­höch­stadt-Nord“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert