Ein­füh­rung von Pfarr­vi­kar Tho­mas Mut­tam und Pfar­rer Flo­ri­an Stark in Kirchehrenbach

Dekan Martin Emge, Pfarrvikar Thomas Muttam und Pfarrer Florian Stark ©Johannes Herold
Dekan Martin Emge, Pfarrvikar Thomas Muttam und Pfarrer Florian Stark ©Johannes Herold

In einem fei­er­li­chen Zug, beglei­tet von der Musi­ka­pel­le Kir­cheh­ren­bach und fest­li­chem Glocken­ge­läut zogen Pfarr­vi­kar Tho­mas Mut­tam, Pfar­rer Flo­ri­an Stark und Dekan Mar­tin Emge in die fest­lich geschmück­te Pfarr­kir­che St. Bar­tho­lo­mä­us ein. Beglei­tet wur­den sie von Pfar­rer Micha­el Geh­ret und zwei wei­te­ren indi­schen Gast­prie­stern, sowie Pfar­rer Micha­el Krug und der evan­ge­li­schen Gemein­de Forch­heim, den pasto­ra­len Mit­ar­bei­tern Micha­el Albrecht und Chri­sti­an Wein­ecke und einer gro­ßen Schar von Mini­stran­ten. Die Fah­nen­ab­ord­nun­gen aus den drei Gemein­den und die Trach­ten­frau­en gaben dem Zug ein bun­tes Bild. Im voll­be­setz­ten Got­tes­haus waren zahl­rei­che Gläu­bi­ge aus den Pfarr­ge­mein­den Kir­cheh­ren­bach, Leu­ten­bach und Wei­lers­bach mit den Bür­ger­mei­stern der Gemein­den sowie wei­te­re Ver­tre­ter des öffent­li­chen Lebens und Gäste der bei­den Priester.

Dekan Mar­tin Emge eröff­ne­te den Got­tes­dienst und begrüß­te die Gemein­de und ins­be­son­de­re Pfar­rer Flo­ri­an Stark und Pfarr­vi­kar Tho­mas Muttam.

Gottesdienst zur Einführung von PfarrerFlorian Stark, Pfarrvikar Thomas Muttam und Pastoralreferent Michael Albrecht; ©Johannes Herold

Got­tes­dienst zur Ein­füh­rung von Pfar­rer Flo­ri­an Stark, Pfarr­vi­kar Tho­mas Mut­tam und Pasto­ral­re­fe­rent Micha­el Albrecht; ©Johan­nes Herold

Dabei beton­te er, dass unser bis­he­ri­ger Erz­bi­schof vor sei­nem Rück­tritt noch eine für uns wich­ti­ge Ent­schei­dung mit den bei­den Ernen­nun­gen getrof­fen hat. Sein erster Dank galt unse­rem bis­he­ri­gen Pfar­rer Oli­ver Schütz für sei­nen Dienst in den ver­gan­ge­nen 8 Jah­ren in den Pfarr­ge­mein­den und wünsch­te ihm an die­ser Stel­le alles Gute. Sein gesund­heits­be­ding­ter Aus­fall war mit gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen ver­bun­den und vie­le Kräf­te haben mit gemein­sa­men Anstren­gun­gen die­se Vakanz gut gemeistert.

Im Anschluss ver­las Dekan Emge die Ernen­nungs­schrei­ben unse­res bis­he­ri­gen Erz­bi­schofs von Tho­mas Mut­tam zum Pfarr­vi­kar und Flo­ri­an Stark zum Pfar­rer für die drei Pfarrgemeinden.

Dekan Emge sag­te in sei­ner Ein­füh­rung wei­ter, dass wir uns in einer Zei­ten­wen­de befin­den, in der sich in der Kir­che und der Welt­si­tua­ti­on vie­les bewegt und wir häu­fig mit nega­ti­ven Schlag­zei­len kon­fron­tiert wer­den. In die­ser Pha­se der Neu­ori­en­tie­rung müs­sen wir glaub­wür­dig wer­den. Der syn­oda­le Weg muss dabei die Zeit­zei­chen berück­sich­ti­gen. Heu­te zählt der Mensch und die­se Mensch­lich­keit muss erfahr­bar und spür­bar wer­den. Dabei muss ein Prie­ster ein Mann des Gebe­tes sein, das er bei sei­ner Wei­he dem Bischof ver­spro­chen hat.

Pfar­rer Stark ist ja als lei­ten­der Pfar­rer bereits bekannt und bereits seit neun Jah­ren im Seel­sor­ge­be­reich tätig. Dass heu­te immer mehr Last auf eine Schul­ter gelegt wird, kann nur im Mit­ein­an­der im Team und gemein­sam mit den Ehren­amt­li­chen gemei­stert werden.

Pfarrer Stark u. Pfarrvikar Muttam; ©Johannes Herold

Pfar­rer Stark u. Pfarr­vi­kar Mut­tam;
©Johan­nes Herold

Pfarr­vi­kar Tho­mas Mut­tam, der den Mis­sio­na­ren des Hei­li­gen Franz von Sales in Kerala/​Indien ange­hört, hat zwölf Jah­re Aus­bil­dung gemei­stert, denn neben Theo­lo­gie und Phi­lo­so­phie hat er auch Sozi­al­ar­beit für Frau­en und Kin­der stu­diert. Somit hat er Bereit­schaft signa­li­siert sich auch ver­stärkt um jun­ge Men­schen zu küm­mern. Dabei ist jeder Neu­an­fang Her­aus­for­de­rung und Chan­ce zugleich. Ziel ist der gemein­sa­me Weg mit Unter­stüt­zung der Räte und vie­ler Ehrenamtlicher.

Im Anschluss dar­an führ­te Dekan Mar­tin Emge Flo­ri­an Stark als Pfar­rer von Kir­cheh­ren­bach und Wei­lers­bach sowie Tho­mas Mut­tam als Pfarr­vi­kar zusätz­lich zu den genann­ten Pfar­rei­en als Pfarr­vi­kar auch für Leu­ten­bach ein. Er nahm bei­den das Ver­spre­chen ab, den Dienst zu über­neh­men, gewis­sen­haft und treu aus­zu­üben und die­sen mit gan­zer Kraft und allen Fähig­kei­ten mit den Haupt- und Ehren­amt­li­chen in den Pfarr­ge­mein­den aus­zu­füh­ren. Im Anschluss bekräf­ti­gen Ver­tre­ter der Pfar­rei­en die Bestä­ti­gung zur Bereit­schaft zur Zusam­men­ar­beit. Nun wur­de Pfar­rer Tho­mas an den Prie­ster­sitz gelei­tet und mit der Lei­tung des fest­li­chen Got­tes­dien­stes beauftragt.

In sei­ner Begrü­ßung ging Pfar­rer Tho­mas auf die Stel­le im Mat­thä­us­evan­ge­li­um ein, wo es heißt: „Wo zwei oder drei in mei­nen Namen ver­sam­melt sind“. Und er gehört dazu. Denn die Mit­te einer Gemein­de ist nicht der Pfar­rer, son­dern der Altar – also Chri­stus. Fer­ner dür­fen wir uns trotz aller Pro­ble­me, die es in der Kir­che gibt, nicht die Freu­de an der Kir­che neh­men lassen.

Ein wei­te­res Zei­chen der Amts­über­ga­be war die Über­rei­chung des Evan­ge­li­en­bu­ches durch den Lei­ten­den Pfar­rer Flo­ri­an Stark an den Pfarr­vi­kar, der dann fei­er­lich das Evan­ge­li­um ver­kün­de­te. Sehr ein­drucks­voll leg­te er dann das Tages­evan­ge­li­um von der Fra­ge des Lebens nach dem Tod aus. Die Sad­du­zä­er konn­ten sich dabei nicht vor­stel­len, dass jeder Mensch Ein­zug ins gött­li­che Jen­seits erlan­gen kön­ne. Denn wie Gott ewig lebt, so wer­den dann auch wir ewig leben. Dabei müs­sen wir im hier und jetzt durch unse­re Daten dem ewi­gen Leben Nah­rung geben. Und so Pfar­rer Tho­mas wei­ter, ist er heu­te beson­ders dank­bar, sein Leben in Zukunft mit uns im Seel­sor­ge­be­reich als Pfarr­vi­kar zu tei­len und gemein­sam mit den Men­schen hier das manch­mal nicht ganz ein­fa­che irdi­sche Leben, den­noch mit Freu­de und Zuver­sicht zu leben. Er glau­be fest dar­an, dass die Men­schen, die uns in die­ser Welt und in die­sem Leben lieb und teu­er waren, auch im ewi­gen Leben lieb und teu­er blei­ben, denn davon geht nichts verloren.

Am Ende des Got­tes­dien­stes begrüß­te Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­der Basti­an Holz­schuh neben den bei­den Prie­stern noch den neu­en Pasto­ral­re­fe­ren­ten Micha­el Albrecht. Er wünsch­te zusam­men mit sei­nen Kol­le­gen aus Leu­ten­bach und Wei­lers­bach den „drei Neu­en“ viel Kraft und Got­tes Segen für die neu­en Auf­ga­ben. Sie erhiel­ten alle ein Prä­sent mit regio­na­len Pro­duk­ten. Auch die Mini­stran­ten der Pfar­rei­en und Pfar­rer Micha­el Krug von der evan­ge­li­schen Gemein­de begrüß­ten alle mit guten Wün­schen und klei­nen Geschenken.

Bevor Basti­an Holz­schuh alle zur Begeg­nung ins Pfarr­heim ein­lud, beton­te Pfarr­vi­kar Mut­tam, dass ein so gro­ßer Tag nicht been­det wer­den kann, ohne Dank zu sagen, für alle die zum Gelin­gen die­ses Tages bei­getra­gen haben. Wenn ein neu­er Pfar­rer in eine Gemein­de kommt, gibt es vie­le Erwar­tun­gen. Das ist nur selbst­ver­ständ­lich und mensch­lich. Er wol­le sich bemü­hen, die­sen Erwar­tun­gen nach­zu­kom­men und bit­tet, sich nicht an den frän­ki­schen Spruch „Net geschimpft ist genug gelobt“ zu hal­ten. Auch wenn etwas gut gefal­len hat, bit­tet er um Rück­mel­dung genau­so, wenn es Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten gibt. Wir müs­sen von­ein­an­der und mit­ein­an­der ler­nen uns zu einer guten Gemein­schaft bei­tra­gen. Denn neben der Ver­kün­di­gung des Wor­tes Got­tes und der Spen­dung der Sakra­men­te ist ihm das gegen­sei­ti­ge Mit­ein­an­der und Für­ein­an­der sowie das sozia­le Enga­ge­ment wich­tig. Zu sei­ner fol­gen­den Bemer­kung gab es vie­le schmun­zeln­de Gesi­cher: „Wie Ihr wisst, kom­me ich ja ursprüng­lich aus dem Land wo der Pfef­fer wächst und freue mich nun auf das Wir­ken und die Zusam­men­ar­beit hier im Seel­sor­ge­be­reich Frän­ki­sche Schweiz, dem Land der Streu­obst­wie­sen und Brennereien“.

Bastian Holzschuh, Norbert Harsch, Lydia Heilmann alle PGR,Pastoralref. Michael Albrecht, Pfarrvikar Muttam, Pfarrer Stark; ©Johannes Herold

Basti­an Holz­schuh, Nor­bert Harsch, Lydia Heil­mann alle PGR, Pasto­ral­ref. Micha­el Albrecht, Pfarr­vi­kar Mut­tam, Pfar­rer Stark; ©Johan­nes Herold

Der Got­tes­dienst wur­de an der Orgel von Chri­sti­na Sin­ger beglei­tet. Nach dem Schluss­se­gen zog die Fest­ge­mein­de mit Musik­be­glei­tung ins Pfarr­heim. Dort hat­te die Pfarr­ge­mein­de Kir­cheh­ren­bach mit Unter­stüt­zung des Pfarr­ge­mein­de­ra­tes einen Emp­fang vor­be­rei­tet. Die Bür­ger­mei­ster der drei Gemein­den, Anja Geb­hardt, Flo­ri­an Kraft und Roland Dau­er sowie Micha­el Knör­lein als Ver­tre­ter der Orts­ver­ei­ne über­brach­ten ihre guten Wün­sche und erklär­ten ihre Bereit­schaft zu einer guten und kon­struk­ti­ven Zusammenarbeit.

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