Ebrach: Ach­tung Geschwin­dig­keits­mes­sung! – Blit­zer­ak­ti­on der Poli­zei bei Treib­jag­den sorgt für Sicherheit

Revierleiter Jonathan SchäferFoto: Ronja Brückmann

Revier­lei­ter Jona­than Schä­fer Foto: Ron­ja Brückmann

Wie jedes Jahr im Herbst fin­den auf dem Gebiet der Baye­ri­schen Staats­for­sten grö­ße­re Drück­jag­den statt.

Drück­jag­den sind Jag­den vor allem auf Wild­ar­ten wie Rehe und Wild­schwei­ne, bei denen Trei­ber und Hun­de lang­sam das Wild aus ihrer Deckung in Bewe­gung brin­gen. Bewe­gungs­jag­den sind ein wich­ti­ger Pfei­ler des Wald­baus der Baye­ri­schen Staats­for­sten, da die­se es ermög­li­chen, das Wild mög­lichst effek­tiv und scho­nend zu beja­gen. Inner­halb weni­ger Stun­den wer­den so über 50% der jähr­li­chen Strecke, also der erleg­ten Tie­re, erlegt. Aus wild­bio­lo­gi­scher Sicht bringt das den Vor­teil, dass die Tie­re nur sehr kur­ze Zeit beun­ru­higt wer­den und anschlie­ßend wie­der ihre Ruhe haben.

Die Jag­den sind not­wen­dig, um den von der Gesell­schaft gefor­der­ten Wald­um­bau hin zu kli­ma­to­le­ran­ten Misch­baum­wäl­dern vor­an­zu­brin­gen. Auch die von der afri­ka­ni­schen Schwei­ne­pest aus­ge­hen­de Gefahr für unse­re Haus­schwei­ne moti­viert, die Jag­den effek­tiv auszuführen.

Der Schmer­ber För­ster Jona­than Schä­fer: „Bei unse­ren Drück­jag­den kom­men weit­ja­gen­de Stö­ber­hun­de zum Ein­satz. Sie sol­len den Jägern Rehe und Wild­schwei­ne zutrei­ben.“ Lei­der macht weder Wild noch Hund halt vor öffent­li­chen Stra­ßen. Dadurch kommt es zu einer über­durch­schnitt­li­chen Häu­fung von Wild­que­run­gen in den Wald­ge­bie­ten. Um die­se Gefahr für Leib und Leben der Ver­kehrs­teil­neh­mer und der Hun­de zu ver­rin­gern, wer­den soge­nann­te Geschwin­dig­keit­strich­ter auf­ge­stellt. Dar­in wird die Höchst­ge­schwin­dig­keit auf 50 km/​h begrenzt und die Ver­kehrs­teil­neh­mer wer­den zusätz­lich mit einem Schild „Ach­tung Treib­jagd“ gewarnt“.

„In der Ver­gan­gen­heit wur­den die­se Schil­der oft nicht beach­tet. Das Risi­ko für mei­ne Mit­men­schen und unse­re Hun­de ist mir zu groß, des­halb han­deln wir jetzt“, so Revier­lei­ter Schäfer.

Im Schul­ter­schluss mit der Ver­kehrs­po­li­zei Bam­berg wer­den im Novem­ber und Dezem­ber bei eini­gen die­ser Jag­den des­halb Radar­fal­len zur Über­wa­chung der Ein­hal­tung der zuläs­si­gen Höchst­ge­schwin­dig­keit installiert.

Die Baye­ri­schen Staats­for­sten wen­den sich noch­mal mit der dring­li­chen Bit­te an alle Ver­kehrs­teil­neh­mer, ent­spre­chen­de Geschwin­dig­keits­be­gren­zung ernst zu neh­men. Dabei geht es nicht dar­um jeman­den in die Pfan­ne zu hau­en! Die Sicher­heit aller Betei­lig­ten steht im Vordergrund.

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