Neu­er S‑Bahn-Hal­te­punkt Forch­heim Nord nimmt letz­te Hürde

Frei­staat Bay­ern und Deut­sche Bahn geben grü­nes Licht für neu­en S‑Bahn-Hal­te­punkt Forch­heim Nord

Rea­li­sie­rungs- und Finan­zie­rungs­ver­trag unter­zeich­net – Bau hat bereits begon­nen – Inbe­trieb­nah­me für Ende 2024 geplant

Der Bau hat bereits begon­nen, nun ist auch die Finan­zie­rung unter Dach und Fach: Der Frei­staat Bay­ern und die Deut­sche Bahn haben den Rea­li­sie­rungs- und Finan­zie­rungs­ver­trag für den neu­en S‑Bahn-Hal­te­punkt Forch­heim Nord unter­zeich­net. Dem­nach über­nimmt der Frei­staat 3,2 Mil­lio­nen Euro der Kosten für den Neu­bau, die DB steu­ert rund 600.000 Euro bei. Der Aus­bau des neu­en S‑Bahn-Hal­te­punkts erfolgt im Rah­men des vier­glei­si­gen Aus­baus der Fern­ver­kehrs­strecke zwi­schen Nürn­berg und Ebens­feld (Ver­kehrs­pro­jekt Deut­sche Ein­heit – VDE 8.1). Die Inbe­trieb­nah­me der Sta­ti­on ist laut DB für Ende 2024 vorgesehen.

Bay­erns Ver­kehrs­mi­ni­ster Chri­sti­an Bern­rei­ter betont, dass das Geld gut ange­legt ist: „Mehr als 1.100 Rei­sen­de wer­den täg­lich am neu­en Hal­te­punkt ein- und aus­stei­gen. Wir schaf­fen mit der S‑Bahn-Sta­ti­on also ins­be­son­de­re für die Men­schen, die im Nor­den Forch­heims woh­nen, arbei­ten und die Schu­len besu­chen, ein deut­lich attrak­ti­ve­res Ver­kehrs­an­ge­bot und stär­ken gleich­zei­tig die Schie­ne als umwelt­freund­li­chen Ver­kehrs­trä­ger. Mit der Unter­zeich­nung des Rea­li­sie­rungs- und Finan­zie­rungs­ver­tra­ges steht dem neu­en Hal­te­punkt nun nichts mehr im Wege. Ich freue mich, dass wir der Stadt Forch­heim damit einen gro­ßen Wunsch erfül­len können.“

Klaus-Die­ter Josel, DB-Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ter für Bay­ern: „Wir bau­en die Bahn­in­fra­struk­tur im Frei­staat kon­ti­nu­ier­lich aus. Die Moder­ni­sie­rung und der Neu­bau von Bahn­hö­fen sind dabei ein wich­ti­ger Bau­stein. Denn: Bay­ern braucht eine star­ke Schie­ne, um für die Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft gewapp­net zu sein – und dar­um sind wir dank­bar für den finan­zi­el­len Rücken­wind aus öffent­li­cher Hand, der auch in die­sen Zei­ten Pla­nun­gen und Inve­sti­tio­nen ermög­licht. Wir bau­en, damit unse­re Kun­den beque­mer und bes­ser in den Zug kommen.“

Der neue Hal­te­punkt Forch­heim-Nord liegt an der S‑Bahn-Strecke Nürn­berg – Forch­heim – Bam­berg und wird stünd­lich mit der Linie S1 bedient wer­den. In der Haupt­ver­kehrs­zeit wer­den mon­tags bis frei­tags zusätz­lich noch eini­ge Züge der Linie RB 26 hal­ten. Der Hal­te­punkt wird aus einem Mit­tel­bahn­steig mit einer Bahn­steig­län­ge von 140 Metern und einer Bahn­steig­hö­he von 76 Zen­ti­me­tern bestehen. Über eine Ram­pe wer­den die Fahr­gä­ste den Bahn­steig von der Diet­rich-Bon­hoef­fer-Unter­füh­rung aus bar­rie­re­frei errei­chen kön­nen. Die Gesamt­ko­sten für den Bau lie­gen bei rund 3,8 Mil­lio­nen Euro. Um den Bau der neu­en Sta­ti­on mög­lichst schnell zu ermög­li­chen, hat­te der Frei­staat Bay­ern einem vor­zei­ti­gen Maß­nah­men­be­ginn zuge­stimmt, wes­halb die DB bereits mit dem Bau der Maß­nah­me begin­nen konnte.

Der Aus­bau des S‑Bahn-Net­zes Nürn­berg ist nicht nur ver­kehrs­po­li­tisch, son­dern auch sied­lungs- und wirt­schafts­po­li­tisch für die gesam­te Regi­on enorm wich­tig und lei­stet einen wert­vol­len Bei­trag für ein kli­ma­be­wuss­tes Mobi­li­täts­an­ge­bot. Mit dem Aus­bau­pro­gramm S‑Bahn Nürn­berg erar­bei­tet der Frei­staat eine gesamt­haf­te Infra­struk­tur­aus­bau­stra­te­gie als weg­wei­sen­de Pla­nungs­grund­la­ge für die bedarfs­ge­rech­te und zukunfts­wei­sen­de Wei­ter­ent­wick­lung der S‑Bahn im Groß­raum Nürn­berg. Ver­kehrs­mi­ni­ster Bern­rei­ter: „Die baye­ri­sche Inve­sti­ti­on in den neu­en Hal­te­punkt belegt, dass sich der Frei­staat für den Aus­bau der Nürn­ber­ger S‑Bahn-Infra­struk­tur in gro­ßem Umfang enga­giert. Mit unse­rem Aus­bau­pro­gramm S‑Bahn Nürn­berg wol­len wir auch in Zukunft die Wei­chen für die Wei­ter­ent­wick­lung der S‑Bahn stellen.“

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