Die Bamberger SPD-Stadtratsfraktion beantragt eine Städtepartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Zolochiv

Städtepartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Zolochiv

SPD-Fraktion beantragt Städtepartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Zolochiv

Die SPD-Stadtratsfraktion Bamberg wird in der nächsten Stadtratssitzung einen Antrag auf Gründung einer Städtepartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Zolochiv einbringen. In enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Verein Bamberg:UA haben wir uns, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Heinz Kuntke, dazu entschlossen in dieser schwierigen Zeit dieses wichtige Zeichen zu setzen.

Nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch die Russische Föderation im Jahr 2014 und den seither andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten der Ukraine mussten Anfang diesen Jahres, konkret seit dem 24.02.2022, durch den vollumfänglichen Angriffskrieg Russlands lang geglaubte Überzeugungen neu bewertet werden. Doch in allererster Linie hatte und hat der Krieg Auswirkungen auf das Leben von Ukrainer:innen, stellt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Ingeborg Eichhorn klar.

Durch universitäre und persönliche Verbindungen bestehen von Seiten des Vereins bereits gute Beziehungen zur Stadtgemeinschaft von Zolochiv, welche nur 60 km östlich von Lviv, ehemals Lemberg, liegt. Zolochiv hat in den letzten Monaten außerdem viele Binnenflüchtlingen aus der Ostukraine aufgenommen.

Einer der zentralen Botschaften des kürzlich erfolgten und langerwarteten Besuches des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in Kiew lautete entsprechend wie folgt: „Die Menschen in der Ukraine brauchen uns“. Als konkrete Maßnahme riefen Steinmeier und Selenskyj daher zur Schaffung von neuen deutsch-ukrainischen Städtepartnerschaften auf. Diese seien ein entscheidender Kanal für effektive, konkrete Hilfe und Solidarität vor Ort.

Gerade mit Blick auf die Zeit nach Ende des Kriegs kann die Städtepartnerschaft mit Zolochiv zu einer langfristigen Zusammenarbeit ausgeweitet werden, so SPD-Stadtrat Peter Süß. Wie auch bei vergleichbaren Partnerschaften können sich die Bürger:innen der beiden Städte dann gegenseitig besuchen, austauschen und die interkulturelle Brücke zwischen Deutschland und der Ukraine ausbauen.

Hierfür eignet sich Zolochiv aufgrund der guten Erreichbarkeit innerhalb der Ukraine ebenfalls sehr gut, erklärte die Sprecherin des ukrainischen Vereins Bamberg:UA Mariana Logvinenko.