OB Star­ke schlägt den ehe­ma­li­gen Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick als Ehren­bür­ger vor

Zum Bild: Oberbürgermeister Andreas Starke (r.) schlägt Erzbischof emeritus Ludwig Schick (l.) als 36. Ehrenbürger der Stadt Bamberg vor. / Foto: Archivfoto Erzbistum Bamberg/Bärbel Meister
Zum Bild: Oberbürgermeister Andreas Starke (r.) schlägt Erzbischof emeritus Ludwig Schick (l.) als 36. Ehrenbürger der Stadt Bamberg vor. / Foto: Archivfoto Erzbistum Bamberg/Bärbel Meister

Viel Aner­ken­nung für sei­ne Arbeit hat Lud­wig Schick nach dem Rück­tritt als Bam­ber­ger Erz­bi­schof vor einer Woche erfah­ren. Nun will Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke dem hoch geschätz­ten eme­ri­tier­ten Erz­bi­schof auch offi­zi­ell die Wert­schät­zung der Stadt Bam­berg aus­drücken und schlägt ihn als Ehren­bür­ger vor. „In sei­ner 20-jäh­ri­gen Amts­zeit hat Schick viel Gutes für die Stadt getan und sich gro­ße Ver­dien­ste um die Stadt Bam­berg erwor­ben“, schrieb der OB heu­te an die Mit­glie­der des Älte­sten­rats und unter­brei­te­te ihnen sei­ne Idee.

Lud­wig Schick wäre der ach­te ehe­ma­li­ge Erz­bi­schof unter den dann 36. Ehren­bür­gern der Stadt Bam­berg. Die­se Wür­de wird seit 1819 ver­lie­hen und wur­de zuletzt dem ehe­ma­li­gen Ober­bür­ger­mei­ster Her­bert Lau­er im Jahr 2009 zuteil. Nach dem Bam­ber­ger Stadt­recht muss die Ernen­nung zum Ehren­bür­ger im Älte­sten­rat vor­be­ra­ten und im Stadt­rat in nicht­öf­fent­li­cher Sit­zung beschlos­sen wer­den. Der Ober­bür­ger­mei­ster beab­sich­tigt daher, sei­nen Vor­schlag auf die Tages­ord­nung der Sit­zung des Älte­sten­rats am 18. Novem­ber 2022 zu set­zen, damit die Frak­ti­ons­spit­zen betei­ligt werden.

Bei­spiel­haft erin­nert Star­ke an „eini­ge der zahl­rei­chen Spu­ren, mit denen Lud­wig Schick als Erz­bi­schof die Stadt Bam­berg nach­hal­tig geprägt hat“: die Umstruk­tu­rie­rung und damit den Erhalt der Seel­sor­ge in der Stadt und im Erz­bis­tum Bam­berg, ver­schie­den­ste Bau­pro­jek­te (etwa die Reno­vie­rung des Prie­ster­se­mi­nars), die Grün­dung des Bam­ber­ger Bünd­nis­ses gegen Rechts­ex­tre­mis­mus, die Grün­dung sei­ner Fami­li­en­stif­tung „Kin­der­reich“, die ein­zel­nen Fami­li­en und brei­ter ange­leg­ten Pro­jek­ten in der Regi­on hilft, oder das Bis­tums­ju­bi­lä­um „Unterm Ster­nen­man­tel – 1000 Jah­re Bis­tum Bam­berg“ 2007 und 1000 Jah­re Bam­ber­ger Dom 2012. „Vor allem aber ist sein Wir­ken als Mann des Aus­gleichs zu wür­di­gen, der immer wie­der Brücken zwi­schen den Men­schen gebaut hat“, betont Andre­as Starke.

Wel­che Vor­zü­ge genießt ein Ehrenbürger?

„Ehren­bür­ger der Stadt Bam­berg sind berech­tigt, sich in das Gol­de­ne Buch der Stadt Bam­berg ein­zu­tra­gen. Ihre Namen wer­den an der Ehren­bür­ger­ta­fel im Rat­haus ange­bracht. Ehren­bür­ger der Stadt Bam­berg wer­den zu allen Fest­ver­an­stal­tun­gen der Stadt Bam­berg ein­ge­la­den. Sie erhal­ten auf Wunsch ein Ehren­grab im städ­ti­schen Fried­hof.“ (aus dem Stadt­recht vom 10.11.1989)

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