Stadt­rat Eber­mann­stadt für Windkraftausbau

Symbol Bild Green Deal

Schul­ter­schluss mit Nachbargemeinden

Der Stadt­rat Eber­mann­stadt begrüßt den wei­te­ren Aus­bau rege­ne­ra­ti­ver Ener­gien im Stadt­ge­biet zum Woh­le der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie der Wirt­schafts­un­ter­neh­men vor Ort. Der Stadt­rat beschließt dar­über hin­aus, sich aktiv am Pla­nungs­pro­zess zum Aus­bau von Wind­ener­gie zu betei­li­gen und beauf­tragt die Ver­wal­tung mög­li­che Vor­rang­flä­chen für Wind­kraft vor­zu­schla­gen. Schon im Novem­ber die­sen Jah­res soll dazu eine Stand­ort­ana­ly­se vorliegen.

Dies beschlos­sen die Eber­mann­städ­ter Stadt­rä­tin­nen und ‑räte wäh­rend ihrer jüng­sten Sit­zung ein­stim­mig. Bür­ger­mei­ste­rin Chri­stia­ne Mey­er (NLE) dank­te am Ende für die­ses ein­deu­ti­ge Signal ihrer Stadt­rä­te über alle Par­tei­gren­zen hin­weg, nach­dem sie einen län­ge­ren Vor­trag dar­über gehal­ten hat­te. Wie die Stadt­che­fin zudem erklär­te, habe sich die Stadt für ein kosten­lo­ses Ener­gie­coa­ching bei der Regie­rung von Ober­fran­ken bewor­ben. Mey­er beton­te wei­ter­hin, das man in einer Zei­ten­wen­de lebe und die Blocka­de des Wind­kraft­aus­baus been­det wer­den müs­se. Die Frist für die Stadt Vor­rang­ge­bie­te für den Bau von Wind­kraft­an­la­gen im Gemein­de­ge­biet an die Regie­rung zu mel­den, Ende bereits am 31, Dezem­ber die­sen Jah­res. Das vom Bun­des­tag am 22. Juli beschlos­se­ne soge­nann­te „“Wind-an-Lang-Gesetz“ (WindBG) tre­te bereits am 1. Febru­ar 2023 in Kraft.

Die­ses Gesetz sieht vor allem ver­bind­li­che Vor­ga­ben für Wind­ener­gie­be­darfs­flä­chen vor. Für Bay­ern heißt dies, dass bis Ende 2023 ins­ge­samt 1,8 Pro­zent der Lan­des­flä­che für Wind­ener­gie zur Ver­fü­gung ste­hen müs­sen. Bis Ende 2027 sind es schon 1,1 Pro­zent. Bay­ern hat eine Flä­che von 70 550 Qua­drat­ki­lo­me­tern. Dies wür­de bedeu­ten das bis 2032 rein rech­ne­risch ein Wind­rad auf etwa 370 Qua­drat­me­ter der Lan­des­flä­che steht. Gleich­zei­tig wur­de auch das Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz geän­dert. Auch in Land­schafts­schutz­ge­bie­ten Vor­rang­ge­bie­te zum Bau von Wind­kraft­an­la­gen aus­ge­wie­sen wer­den. Dar­auf hat der Frei­staat Bay­ern inzwi­schen reagiert und im aktu­el­len Ent­wurf des Lan­des­ent­wick­lungs­pro­gramms vor­ge­se­hen, das in jedem Regio­nal­plan Vor­rang­ge­bie­te für die Errich­tung von Wind­ener­gie­an­la­gen fest­ge­legt wer­den müssen.

Eber­mann­stadt, wie auch alle Frän­ki­sche Schweiz Gemein­den gehört zum Pla­nungs­ver­band Ober­fran­ken West. Die­ser besitzt seit 2014 nur 33 Vor­rang- und ein ein­zi­ges Vor­halts­ge­biet für Wind­kraft­an­la­gen. Dies ent­spricht einer Flä­che von 2385 Hekt­ar, also rund 0,7 Pro­zent der Regi­ons­flä­che. Bis 2027 sind wei­te­re 1660 Hekt­ar und bis 2032 noch ein­mal 2590 Hekt­ar zusätz­li­che Vor­rang­ge­bie­te für den Bau von Wind­kraft­an­la­gen im Gebiet des Pla­nungs­ver­bands Ober­fran­ken West erfor­der­lich. Daher sei eben nun auch die Stadt Eber­mann­stadt im Rah­men ihrer kom­mu­na­len Pla­nungs­ho­heit gefragt, ob und wel­che Flä­chen sich ihrer Auf­fas­sung nach zur Nut­zung von Wind­kraft eige­nen und ob auch der Wil­le vor­han­den sei, Wind- und Wert­schöp­fungs­po­ten­tia­le mit kom­mu­na­lem Ein­fluss und Kon­trol­le zu erschie­ßen; erläu­ter­te Mey­er, die selbst Mit­glied im Pla­nungs­ver­band Ober­fran­ken West ist.

Bereits im März hat­te der Stadt­rat beschlos­sen, das sich die Stadt an den Abstim­mun­gen zu mög­li­chen Wind­kraft­an­la­gen­stand­or­ten betei­ligt. Sozu­sa­gen im Schul­ter­schluss mit der Nach­bar­ge­mein­de Eggols­heim, deren vom Markt­ge­mein­de­rat wäh­rend der Sep­tem­ber­sit­zung Poten­zi­al­flä­chen für Wind­kraft­an­la­gen vor­ge­stellt habe. Und zwar im Bereich Neuse­ser Berg/​Lange Mei­le. Eber­man­stadt stim­me sich regel­mä­ßig mit Eggols­heim dazu ab, so Mey­er. Am Sams­tag, 29 Okto­ber fin­de daher mit den Bür­ger­mei­stern aus Eggols­heim und Wei­lers­bach und mit Mey­er eine Vor-Ort-Bege­hung auf der Lan­gen Mei­le mit dem Ziel des inter­kom­mu­na­len Aus­tau­sches zum Aus­bau von rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien statt. Wie Mey­er beton­te, sie die Ener­gie­wen­de eine gro­ße gesell­schaft­li­che Her­aus­for­de­rung. Nach ihrer Ein­schät­zung wer­de sich der Strom­be­darf in den näch­sten Jah­ren wegen der Zunah­me an E‑Autos und des Hei­zens mit Strom verdoppeln.

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