Der Bam­ber­ger Jour­na­list Till May­er stellt sein neu­es Buch „Ukrai­ne – Euro­pas Krieg“ im Ode­on-Kino vor

Bamberger Journalist Till Mayer„Ukraine - Europas Krieg“ November 2022 Odeon-Kino
Der Bamberger (Foto-)Journalist Till Mayer berichtet seit vielen Jahren über den Krieg in der Ukraine. Seit der Eskalation im Februar hat er weitere sechs Reisen in das Kriegsgebiet unternommen. Foto: Oles Kromplias

Bil­der aus dem Krieg

Der Bam­ber­ger (Foto-)Journalist Till May­er doku­men­tiert den rus­si­schen Über­fall auf die Ukrai­ne. Sein neu­es Buch wird am 3. Novem­ber im Ode­on vorgestellt.

Bamberger Journalist Till Mayer„Ukraine - Europas Krieg“ November 2022 Odeon-Kino

Jetzt erscheint Till May­ers Buch „Ukrai­ne – Euro­pas Krieg“ im Erich Weiß Ver­lag. Foto: Oles Kromplias

„Ukrai­ne – Euro­pas Krieg“ lau­tet der Titel des neu­en Bild- und Repor­ta­gen­bands des (Foto-)Journalisten Till May­er, der Ende Okto­ber im Erich-Weiß-Ver­lag erscheint. Den glei­chen Titel trägt auch ein Vor­trags­abend am Don­ners­tag, 3. Novem­ber 2022, 19 Uhr, im Ode­on, bei dem das Buch erst­mals vor­ge­stellt wird.

Seit über fünf Jah­ren doku­men­tiert der Bam­ber­ger den Krieg im Osten der Ukrai­ne mit sei­ner Kame­ra und Text-Repor­ta­gen. Aus dem einst ver­ges­se­nen Krieg ist nun durch die groß­an­ge­leg­te rus­si­sche Inva­si­on end­gül­tig eine Gefahr für die Sicher­heit ganz Euro­pas gewor­den. Gut ein Jahr lang beglei­tet der Bam­ber­ger (Foto-)Journalist in dem Buch sei­ne Prot­ago­ni­stin­nen und Prot­ago­ni­sten und deren Leben im Krieg.

So erzäh­len sei­ne Bil­der und Tex­te von Sol­da­tin­nen an der Don­bas-Front im Herbst 2021, vom War­ten im Schüt­zen­gra­ben auf die Inva­si­on Mit­te Febru­ar 2022 nahe Donezk, von Men­schen auf der Flucht nach der Eska­la­ti­on des rus­si­schen Angriffs­kriegs. Die Kame­ra hält Näch­te in Luft­schutz­kel­lern und das Leben in Metro-Sta­tio­nen fest. Die Fotos zei­gen den Wider­stand der Men­schen der Front­stadt Char­kiw, aber auch, wie Tan­go in Odes­sa gegen den Krieg hilft. Die Bil­der erzäh­len von tap­fe­ren Rot­kreuz-Schwe­stern, von einer Frau mit Behin­de­rung, die in Dnipro eine siche­re Zuflucht für Flüch­ten­de mit Beein­träch­ti­gung schafft. Auch an der Front ent­ste­hen vie­le Bil­der: bei einer Artil­le­rie-Ein­heit bei Bach­mut (Don­bas) und bei einem Kampf­ein­satz in der Regi­on Saporischschja.

Bamberger Journalist Till Mayer„Ukraine - Europas Krieg“ November 2022 Odeon-Kino

Das umkämpf­te Char­kiw im April: Sascha hat sei­nen ersten und ein­zi­gen Tag Front­ur­laub. Sei­ne Freun­din Yulia und er freu­en sich über den Moment einer Umar­mung. Foto: Till Mayer

Muti­ge Men­schen erlau­ben Till May­er, sie in ihrer schwie­ri­gen Situa­ti­on zu beglei­ten, sie nahe an sich her­an­zu­las­sen. Vie­le der Prot­ago­ni­sten sei­ner (Foto-)Reportagen sind Men­schen, die er seit vie­len Jah­ren gut kennt. Geschätz­te Menschen.

Bamberger Journalist Till Mayer„Ukraine - Europas Krieg“ November 2022 Odeon-Kino

März 2022: Julia mit ihrem Hund San­ta im Luft­schutz­kel­ler. Alar­me gibt es mehr­mals am Tag. Die Gefahr aus der Luft zer­mürbt die Men­schen. Foto: Till Mayer

Seit 2007 berich­tet er aus dem ost­eu­ro­päi­schen Land. Die Doku­men­ta­ti­on des Kriegs im Don­bas ist dabei seit 2017 ein Lang­zeit­pro­jekt von ihm. „Ich fand es immer gefähr­lich, dass ein Krieg mit­ten in Euro­pa in Ver­ges­sen­heit gerät“, sagt der Bam­ber­ger, der als einer der weni­gen deut­schen Jour­na­li­sten seit Jah­ren vor einem Weg­se­hen vor dem Krieg in der Ukrai­ne warn­te. Und damit nicht auf­hört. Seit der Eska­la­ti­on des Kriegs am 24. Febru­ar bricht er zir­ka all 5–6 Wochen zu 2–3wöchigen Ein­sät­zen auf. Zusam­men mit dem ukrai­ni­schen Kol­le­gen Oles Krom­pli­as reist er dabei für sei­ne (Foto-)Reportagen durch die gan­ze Ukrai­ne. Er erzählt aus dem Hin­ter­land genau­so wie aus den Kampf­ge­bie­ten. Für sei­ne Arbeit wur­de er schon mehr­fach ausgezeichnet.

Bamberger Journalist Till Mayer„Ukraine - Europas Krieg“ November 2022 Odeon-Kino

An der Front in der Regi­on Sapo­risch­sch­ja: Über den Sol­da­ten pfei­fen oft Gra­na­ten, gegen die Ner­vo­si­tät sol­len Ziga­ret­ten hel­fen. Foto: Till Mayer

„So trau­rig die Bil­der oft sind. Sie wer­den bei dem Vor­trag von Men­schen erfah­ren, die uns durch ihre Tap­fer­keit Mut machen“, erklärt Till May­er. Der ukrai­ni­sche Kon­sul Dmyt­ro Shev­chen­ko wird eini­ge Wor­te sprechen.

Ver­an­stal­ter des Abends ist die Koor­di­nie­rungs- und Fach­stel­le der „Part­ner­schaft für Demo­kra­tie in der Stadt Bam­berg“ in Zusam­men­ar­beit mit der Fakul­tät für Gei­stes- und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Bam­berg und der Delp-Stiftung.

Der Ein­tritt ist frei, um Spen­den wird gebe­ten. Die­se wer­den hälf­tig für den Ver­ein „Bam­berg: UA“ und ein Rot­kreuz-Pro­jekt für alte Men­schen in Not im ukrai­ni­schen Lwiw verwendet.

Das Buch „Ukrai­ne – Euro­pas Krieg“ ist im Han­del und unter www​.erich​-weiss​-ver​lag​.de erhältlich.

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