Bam­ber­ger Bürger*innen zu über 70 % gegen den Brückenbiergarten

Die Bürger*innenbeteiligung der Stadt Bam­berg zum Bier­gar­ten auf der Unte­ren Brücke ist been­det und die Ergeb­nis­se ver­öf­fent­licht. Die Jun­ge Initia­ti­ve Bam­berg sieht sich bestä­tigt und for­dert von den Stadträt*innen eine Ent­schei­dung, die den Wil­len der Bürger*innen respek­tiert. „Uns war von Beginn an klar, dass der Brücken-Bier­gar­ten eine rei­ne Tou­ri-Attrak­ti­on wird und die Bamberger*innen groß­teils dar­un­ter lei­den wer­den. Das bestä­tigt nun auch das Ergeb­nis der städ­ti­schen Bürger*innenbeteiligung: Bei gigan­ti­schen über 1000 Teil­neh­men­den aller Alters­klas­sen leh­nen über 70 % den Bier­gar­ten eher oder kom­plett ab, nur 15 % der Befrag­ten befür­wor­ten ein Fort­be­stehen sehr. Das ist ein kla­rer Auf­trag an die Stadt­ver­wal­tung und den Stadt­rat, das miss­lun­ge­ne Expe­ri­ment zu been­den und die Brücke für alle Bürger*innen zugäng­lich zu las­sen“ betont die Jun­ge Initia­ti­ve Bam­berg. Auch metho­disch gibt es Män­gel an der Aus­wer­tung der Stadt­ver­wal­tung. Die Mit­glie­der der Jun­gen Initia­ti­ve erklä­ren: „Die Schlüs­se der Stadt­ver­wal­tung aus den Daten sind min­de­stens feh­ler­haft. So wird im Fazit geschlos­sen, dass Per­so­nen, die näher an der Unte­ren Brücke woh­nen, eher den Bier­gar­ten befür­wor­ten. Dabei wur­den jedoch nur die Papier­fra­ge­bö­gen aus­ge­wer­tet und außer Acht gelas­sen, dass Anwoh­nen­de auch online ihre Mei­nung abge­ge­ben haben. Auch die Wer­tung von Bür­ger­ver­ei­nen als Anwoh­nen­de ist nicht halt­bar. Einer­seits sind deren Mit­glie­der kei­nes­falls reprä­sen­ta­tiv für die Durch­schnitts­be­völ­ke­rung und ande­rer­seits erstreckt sich deren Ein­zugs­ge­biet auf wei­te Berei­che. Der BV Mit­te umfas­se etwa auch dem Hain und die ERBA, der BV Sand den Abtsberg und Micha­els­berg – hier von Anwohner*innen zu spre­chen, nur weil es in die eige­ne Inter­pre­ta­ti­on passt, ist schlicht falsch. Statt­des­sen hät­te die Stadt­ver­wal­tung eine Sub­grup­pen­ana­ly­se machen müs­sen und alle Per­so­nen die anga­ben, in der Innen­stadt zu woh­nen, sepa­rat aus­wer­ten müs­sen. So ist das Fazit aber nicht haltbar.“

Quel­le: Das Ergeb­nis der Bürger*innenbeteiligung ist abruf­bar unter https://​www​.stadt​.bam​berg​.de/​b​u​e​r​g​e​r​i​n​f​o​r​m​a​t​i​o​n​s​s​y​s​t​e​m​/​_​_​_​t​m​p​/​t​m​p​/​4​5​0​8​1​0​3​6​9​5​9​9​8​5​4​2​2​/​9​5​9​9​8​5​4​2​2​/​0​0​2​3​8​7​8​7​/​8​7​-​A​n​l​a​g​e​n​/​2​0​/​T​i​s​c​h​v​o​r​l​a​g​e​S​t​a​d​t​r​a​t​U​n​t​e​r​e​B​r​u​e​c​k​e​.​pdf

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