Azu­bis im Kreis Forch­heim kön­nen Nach­wuchs-Betriebs­rä­te wählen

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Jugend-Wah­len gestar­tet – 1.400 Aus­zu­bil­den­de im Kreis

Juni­or-Betriebs­rä­te gesucht: Azu­bis und jun­ge Beschäf­tig­te aus dem Kreis Forch­heim sol­len sich für ihre eige­nen Belan­ge ein­set­zen – und bei den lau­fen­den Wah­len zu den Jugend- und Aus­zu­bil­den­den­ver­tre­tun­gen (JAV) mit­ma­chen. Dazu ruft die Indu­strie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf. „Von unbe­zahl­ten Über­stun­den bis hin zu Arbei­ten, die gar nichts mit der Aus­bil­dung zu tun haben – immer wie­der kla­gen Azu­bis über Miss­stän­de. Aber die muss nie­mand ein­fach so hin­neh­men. Wer eige­ne Inter­es­sen­ver­tre­ter wählt, kann im Betrieb ein ent­schei­den­des Wort mit­re­den und sich das nöti­ge Gehör beim Chef ver­schaf­fen“, sagt Uwe Beh­rendt, Bezirks­vor­sit­zen­der der IG BAU Oberfranken.

Ins­be­son­de­re Azu­bis aus der Bau­bran­che soll­ten bei den JAV-Wah­len, die noch bis Ende Novem­ber lau­fen, ihre Stim­me abge­ben, rät der Gewerk­schaf­ter. „Die Bau-Aus­bil­dung hat zwar einen guten Ruf und liegt in punc­to Bezah­lung auf den vor­de­ren Plät­zen. Doch nach wie vor berich­ten Azu­bis, dass sie vie­le Auf­ga­ben erfül­len müs­sen, die nicht der Aus­bil­dung die­nen. Immer wie­der füh­len sie sich als bil­li­ge Arbeits­kräf­te miss­braucht. Zudem kla­gen sie über lan­ge Arbeits­zei­ten durch weit ent­fern­te Bau­stel­len“, moniert Behrendt.

Hier soll­ten die Fir­men umden­ken und für bes­se­re Kon­di­tio­nen sor­gen. Ins­be­son­de­re für Frau­en müs­se die Aus­bil­dung auf dem Bau attrak­ti­ver wer­den. Nur so könn­ten die Arbeit­ge­ber den Fach­kräf­te­man­gel in der Bran­che über­win­den. Nach Über­zeu­gung der IG BAU pro­fi­tie­ren letzt­lich auch die Unter­neh­men von enga­gier­ten Azu­bi-Ver­tre­tern: Dort, wo es einen „Jugend-Betriebs­rat“ gebe, stie­gen die Zufrie­den­heit und die Moti­va­ti­on der Azu­bis. „Damit wach­sen dann auch die Chan­cen, dass Azu­bis nach der Leh­re ihrem Arbeit­ge­ber die Treue hal­ten“, so die Gewerkschaft.

Nach Anga­ben der Arbeits­agen­tur gibt es im Land­kreis Forch­heim aktu­ell rund 1.400 Aus­zu­bil­den­de – 40 von ihnen ler­nen in der Bau­bran­che. Eine Inter­es­sen­ver­tre­tung kann wäh­len, wer in einem Betrieb arbei­tet, der min­de­stens fünf Jugend­li­che oder Azu­bis und bereits einen Betriebs­rat hat. Stimm­be­rech­tigt sind alle Beschäf­tig­ten unter 18 Jah­ren – genau­so wie alle, die ihre Berufs­aus­bil­dung absol­vie­ren. Zur Wahl auf­stel­len las­sen kön­nen sich dar­über hin­aus Beschäf­tig­te unter 25 ohne Auszubildenden-Status.

Alle Infos rund um die Wahl gibt es im Netz unter www​.jav​-por​tal​.de. Azu­bis aus der Bau‑, Land- und Forst­wirt­schaft sowie aus der Gebäu­de­rei­ni­gung, die einen „Nach­wuchs-Betriebs­rat“ grün­den wol­len oder Hil­fe bei der Wahl brau­chen, fin­den Rat bei der Jun­gen BAU unter https://​www​.insta​gram​.com/​j​u​n​g​e​b​au/ oder www​.face​book​.com/​J​u​n​g​e​I​G​BAU.

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