VC Elt­mann bleibt auch in Zirn­dorf ohne Satzverlust

VC Eltmann weiterhin siegreich. © Lars Naumann
VC Eltmann weiterhin siegreich. © Lars Naumann

Elt­mann bereit für das Spit­zen­spiel in Leipzig

„Am Ende zäh­len die drei Punk­te, auch wenn es für die Zuschau­er sicher­lich in man­chen Pha­sen nicht wirk­lich schön anzu­schau­en war“, resü­mier­te Trai­ner Kranz kurz nach Spie­len­de das Match gegen den TSV Zirn­dorf. In der Tat bot sich den etwa 80 Zuschau­ern, die sich am Sonn­tag­nach­mit­tag in der Jahn­hal­le ein­ge­fun­den hat­ten, ein eher zähes Spiel, bei dem die ech­ten High­lights über wei­te Strecken der Par­tie auf sich war­ten lie­ßen. Vie­le indi­vi­du­el­le Feh­ler, man­geln­de Kon­zen­tra­ti­on und teil­wei­se sehr hek­tisch wir­ken­de Aktio­nen bei­der Mann­schaf­ten führ­ten dazu, dass kein wirk­li­cher Spiel­fluss zustan­de kam und das Match oft nur so vor sich hin­plät­scher­te. Wie in den ver­gan­ge­nen Spie­len konn­te der VC Elt­mann jedoch immer dann eine Schip­pe drauf­le­gen, wenn es dar­auf ankam und am Ende ver­dient und klar mit 3:0 gewinnen.

Im ersten Satz sorg­te der spä­te­re MVP Jan­nis Hopt gleich zu Beginn mit einer sehens­wer­ten Auf­schlag­se­rie für einen kom­for­ta­blen Vor­sprung, den die Gäste aus Elt­mann beim Stan­de von 9:8 jedoch auch schon fast wie­der kom­plett auf­ge­braucht haben soll­ten. Fol­ge­rich­tig zog Trai­ner Kranz wenig spä­ter sei­ne erste Aus­zeit, um sei­ne Mann­schaft dar­an zu erin­nern, die Kon­zen­tra­ti­on bei­zu­be­hal­ten und die Quo­te unnö­ti­ger Eigen­feh­ler wie­der her­un­ter­zu­schrau­ben. Gesagt, getan. Weni­ger Feh­ler, druck­vol­le­re Auf­schlä­ge und eine gute Kom­mu­ni­ka­ti­on auf dem Feld sorg­ten im wei­te­ren Ver­lauf des Sat­zes dazu, dass der Gast­ge­ber kaum mehr ins Spiel fand und der erste Satz klar und deut­lich mit 25:15 nach Elt­mann ging.

Wer dach­te, der VC Elt­mann wür­de im zwei­ten Abschnitt nun genau da wei­ter­ma­chen, wo er im ersten Satz auf­ge­hört hat­te, wur­de aber rela­tiv schnell eines Bes­se­ren belehrt. Zu vie­le Feh­ler in nahe­zu allen Spiel­ele­men­ten, man­geln­de Kon­se­quenz im Angriff und eine nega­ti­ve Kör­per­spra­che auf Sei­ten des VCE hat­ten zur Fol­ge, dass die Haus­her­ren immer bes­ser ins Spiel kamen und die Par­tie bis zum Stan­de von 20:21 kom­plett offen gestal­te­ten. Schließ­lich pro­fi­tier­ten die Unter­fran­ken aber auch in die­sem Satz von den indi­vi­du­el­len Klas­se sowie der jah­re­lan­gen Bun­des­li­ga­er­fah­rung im Kader und ent­schie­den den Satz letz­ten Endes ziem­lich deut­lich mit 25:21 für sich.

Glei­ches Bild dann auch im drit­ten Satz der Par­tie. Immer stär­ker auf­spie­len­de Zirn­dor­fer und teil­wei­se lethar­gi­sche Elt­man­ner waren der Grund dafür, dass sich jetzt ein zumin­dest span­nen­des Spiel ent­wickel­te. Dabei lie­fen die Gäste aus Elt­mann über wei­te Strecken einem immer grö­ßer wer­den­den Vor­sprung hin­ter­her, sodass Trai­ner Kranz beim Stan­de von 10:14 sei­ne erste Aus­zeit nahm und wenig spä­ter auch per­so­nell ein­griff und Wer­ner für Engel zurück ins Spiel brach­te. Dass es am Ende den­noch für einen kla­ren 3:0‑Erfolg reich­te, hat­te man der sen­sa­tio­nel­len Auf­schlag­se­rie von Mit­tel­blocker Kes­sel zu ver­dan­ken, der einen 10:16 Rück­stand in nur weni­gen Minu­ten wett­mach­te und auf 16:16 stell­te. Auch wenn Zirn­dorf noch­mal alles rein­warf, bei­de Aus­zei­ten nur kurz nach­ein­an­der nahm und Trai­ner Hän­sel ver­such­te, durch diver­se Spie­ler­wech­sel fri­schen Wind auf Spiel­feld brin­gen, soll­te es an die­sem Nach­mit­tag nicht für einen durch­aus ver­dien­ten Satz­ge­winn rei­chen und auch der letz­te Satz ging mit 25:22 an die Gäste aus Elt­mann. „Es ist ein­fach sehr schön zu sehen, wenn sich die har­te Arbeit unter der Woche aus­zahlt. Gera­de wenn wir mal weni­ger Leu­te im Trai­ning sind, nut­ze ich die Zeit, um an mei­nem Ser­vice zu arbei­ten und ver­schie­de­ne Vari­an­ten ein­zu­stu­die­ren“, zeig­te sich Match­win­ner Kes­sel sicht­lich zufrie­den, wäh­rend er den letz­ten Schluck sei­nes wohl­ver­dien­ten Ape­rol Spritz ausschlürfte.

Nun gilt es für den VC Elt­mann in der kom­men­den Trai­nings­wo­che an den Schwach­stel­len zu arbei­ten, die Feh­ler­quo­te zu redu­zie­ren und den Fokus kom­plett auf den kom­men­den Geg­ner aus Leip­zig zu rich­ten. Die Sach­sen konn­ten am Wochen­en­de auch ihr drit­tes Spiel ohne Punkt­ver­lust für sich ent­schei­den und blei­ben somit ärg­ster Ver­fol­ger der Elt­man­ner. Wer am näch­sten Spiel­tag dann die erste Nie­der­la­ge kas­siert, wird sich kom­men­den Sonn­tag in Leip­zig zei­gen, wenn die L.E. Vol­leys den VC aus Elt­mann zum abso­lu­ten Spit­zen­spiel in der Brü­der­hal­le empfangen.

Für den VC Elt­mann spiel­ten: Bru­no Simu­nic, Johan­nes Engel, Seba­sti­an Rich­ter, Maxi­mi­li­an Kol­be, Max Kes­sel, Jan­nis Hopt (MVP), Thia­go Welter, Tobi­as Wer­ner, Chri­sti­an Nowak und Gav­ra Meduric.

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