MdL Micha­el Hof­mann zur BMI-Werk­schlie­ßung in Ebermannstadt

Stel­lung­nah­me MdL Micha­el Hof­mann zur ange­kün­dig­ten Schlie­ßung des BMI-Wer­kes in Eber­mann­stadt nach Gesprä­chen mit Land­wir­ten und einem gemein­sa­men Tref­fen mit dem Betriebs­rat im Bei­sein von MdB Sil­ke Lau­nert und Bür­ger­mei­ste­rin Chri­stia­ne Mey­er am 23.10.2022:

MdL Michael Hofmann / Foto: Privat

MdL Micha­el Hof­mann / Foto: Privat

Die Schlie­ßung des Werks ist ein har­ter Schlag für die 84 Beschäf­tig­ten und ihre Fami­li­en in unse­rer Regi­on. Die Beschäf­tig­ten und ihre Fami­li­en haben eine gute Per­spek­ti­ve verdient.

Nach allem, was ich weiß, war das Werk für die Zukunft auf­grund ver­gan­ge­ner Inve­sti­tio­nen gut gerü­stet. Das Manage­ment hat sich aber vor eini­ger Zeit ver­kal­ku­liert und die Preis­spi­ra­le gegen­über den Milch­land­wir­ten in die fal­sche Rich­tung gedreht. Ich höre aus deren Krei­sen, dass dadurch vie­le ver­prellt wur­den und sich ande­re Abneh­mer gesucht haben. Die kamen auch nicht mehr zurück, nach­dem die Preis­po­li­tik wie­der geän­dert wur­de. Es war abseh­bar, dass die Land­wir­te sich ein sol­ches Vor­ge­hen nicht gefal­len las­sen. Ich ste­he da zu 100 Pro­zent hin­ter unse­ren Milch­bäue­rin­nen und Milchbauern.

Mei­ner Mei­nung nach kann es nicht sein, dass dafür nun die Beschäf­tig­ten die Zeche bezah­len. Das Manage­ment ist jetzt am Zug und soll­te deut­lich mehr tun als nur gesetz­li­che Vor­ga­ben erfül­len. Eine Trans­fer­ge­sell­schaft, die auch mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung der BMI die Men­schen unter­stützt, wäre in die­sem Fall ein hilf­rei­ches Instru­ment. Ich den­ke, dass der Betriebs­rat die Unter­neh­mens­po­li­tik sehr gut ein­schät­zen kann. Er weiß, was sie für die Zukunft bedeu­tet und was für die Beschäf­tig­ten vor die­sem Hin­ter­grund am besten ist. Er hat mei­ne vol­le Unter­stüt­zung und ich wer­de sehr genau hin­schau­en, wie sich die Gesprä­che entwickeln.

Die loka­le Poli­tik wird sich bestimmt dar­an erin­nern, wie mit den Beschäf­tig­ten und ihren Fami­li­en umge­gan­gen wur­de. Das kann dann eine Rol­le spie­len, wenn in der Fra­ge einer Nach­nut­zung des Gelän­des im Stadt­rat Ent­schei­dun­gen getrof­fen wer­den müs­sen, zum Bei­spiel im Hin­blick auf die Bauleitplanung.

Ob Inve­sti­tio­nen der BMI in der Ver­gan­gen­heit mit Mit­teln des Frei­staats Bay­ern geför­dert wor­den sind, ist mir der­zeit nicht bekannt. Eine ent­spre­chen­de Anfra­ge ist aber schon auf den Weg.

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