Stadt und Land­kreis Coburg: Wahl der Kandidaten*Innen für die Land­tags- und Bezirks­tags­wahl 2023

Karin Ritz, Susanne Esslinger, Christian Koch © Bernd Leuthäusser
Karin Ritz, Susanne Esslinger, Christian Koch © Bernd Leuthäusser

Der Kreis­ver­band Coburg Stadt und Land hat am Diens­tag die Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber für die Land­tags- und Bezirks­tags­wah­len im Herbst 2023 gewählt.

Susan­ne Esslinger

Als Direkt­kan­di­da­tin für den Land­tag für den Stimm­kreis 404 (Coburg) wur­de ein­stim­mig Susan­ne Ess­lin­ger gewählt. Die seit 2021 in Mog­gen­brunn leben­de gebür­ti­ge Ess­lin­ge­rin arbei­tet in Coburg als Pro­fes­so­rin für Gesund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on an der Hoch­schu­le Coburg und ist als Nach­hal­tig­keits­be­auf­trag­te dort tätig. Außer­dem ist sie gemein­sam mit ande­ren seit die­sem Jahr Ver­an­stal­te­rin der Cobur­ger Nach­hal­tig­keits­ta­ge. Zusam­men mit ihrem Part­ner küm­mert sie sich im Neben­er­werb um den Bau­ern­hof der Fami­lie. Durch ihren länd­li­chen Wohn­ort Mog­gen­brunn kennt sie aus Gesprä­chen mit ihren Nach­ba­rin­nen und Nach­barn die Nöte und Sor­gen der loka­len Land­wir­te. Selbst setzt sie auf eige­nen Fel­dern und im eige­nen Wald­stück öko­lo­gi­sche Prin­zi­pi­en um. Beruf­lich hat sie zur Ver­bes­se­rung von Lebens­qua­li­tät vor allem im Alter gear­bei­tet. „Ich möch­te gern gemein­sam mit euch Coburg nach­hal­tig machen – gemein­sam kön­nen wir es schaf­fen“ – beton­te sie die Chan­cen, gemein­sam mit Jung und Alt tätig zu wer­den. „Grü­ne Poli­tik ist jun­ge Poli­tik – auch von und mit Jung­ge­blie­be­nen“ – Ess­lin­ger for­dert neue Stu­di­en­gän­ge für Coburg, wie zum Bei­spiel einen Stu­di­en­gang zur „Pla­ne­ta­ren Gesund­heit“, um die Jun­gen zu stär­ken. Sie möch­te aber eben­falls die Senior*innen schüt­zen und deren All­tag so lebens­wert wie mög­lich machen. Regio­med sieht sie in loka­ler Hand, um die Gesund­heits­ver­sor­gung vor Ort zu gewähr­lei­sten. „Wir brau­chen eine Mobi­li­täts­in­fra­struk­tur zwi­schen Stadt und Land, aber auch inner­halb der Stadt, die funk­tio­niert und die auch krea­ti­ve alter­na­ti­ve Lösun­gen vor­sieht“, so Susan­ne Esslinger.

Chri­sti­an Koch

Als Listen­kan­di­dat für den Land­tag wur­de Chri­sti­an Koch gewählt. Der Wei­da­cher arbei­tet seit vie­len Jah­ren als Leh­rer an der Real­schu­le 1 in Coburg und ist ehren­amt­lich in der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de, dem Gemein­de­rat Wei­dach und auch dem Kar­ne­vals­ver­ein tätig. „Grü­ne auf dem Land sind in den Ver­ei­nen und den Kir­chen ver­wur­zelt“, sag­te er. Sie ver­trä­ten kon­ser­va­ti­ve, von alters her gelieb­te Wer­te – ob es die Schön­heit der Hei­mat, gesun­des Was­ser und gesun­de Luft oder glei­che Ent­wick­lungs­chan­cen von Kin­dern mit unter­schied­li­chen fami­liä­ren Hin­ter­grün­den sind.
Der über­zeug­te Grü­ne sieht sei­ne Kan­di­da­tur zum einen als Mög­lich­keit, mehr The­men aus Fran­ken in den Land­tag zu brin­gen. Fran­ken brau­che beim The­ma Mobi­li­tät ande­re Lösun­gen als etwa Mün­chen. Die Zukunft der Mobi­li­tät sieht er beim Was­ser­stoff. Außer­dem will er Fort­schrit­te bei der Bil­dungs­ge­rech­tig­keit errei­chen, um vor allem Kin­der mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund, die auf Hil­fe ange­wie­sen sind, bes­ser zu inte­grie­ren und zu fördern.

Kevin Klüg­lein

Des Wei­te­ren wur­de krank­heits­be­dingt in Abwe­sen­heit Kevin Klüg­lein als Direkt­kan­di­dat für den Bezirks­tag gewählt. Durch sein sechs­jäh­ri­ges poli­ti­sches Enga­ge­ment bei den Grü­nen in Coburg als Vor­stands­spre­cher und Stadt­rat konn­te Klüg­lein wich­ti­ge Erfah­run­gen in der Kom­mu­nal­po­li­tik sam­meln, die er mit in den Bezirks­tag ein­brin­gen möch­te. Er betont beson­ders sei­ne Ambi­tio­nen, jun­ge, Grü­ne Poli­tik in den Bezirk zu brin­gen, da die­se in der Politik
unter­re­prä­sen­tiert sei. Außer­dem ist Sozi­al­po­li­tik ins­be­son­de­re in Bezug auf bes­se­re sozia­le Teil­ha­be an Bil­dungs- und Unter­hal­tungs­an­ge­bo­ten und eine fai­re­re Ver­tei­lung der Gel­der eines sei­ner Her­zens­an­lie­gen. Aber auch die Kli­ma­kri­se gilt es im Bezirk poli­tisch zu beglei­ten und enga­gier­ten Umwelt­schutz zu betreiben.

Karin Ritz

Für die Listen­kan­di­da­tur wur­de Karin Ritz als Bewer­be­rin gewählt, die in Bad Rodach im Stadt­rat und im Kreis­tag für die Grü­nen tätig ist. Aus eige­ner Erfah­rung möch­te sie sich für mehr Unter­stüt­zung für zu Hau­se Pfle­gen­de ein­set­zen. Sie ist außer­dem ehren­amt­lich im BUND Natur­schutz und wei­te­ren Natur­schutz­ver­bän­den aktiv und hat Erfah­run­gen in der poli­ti­schen Arbeit zum Bei­spiel in der Bür­ger­initia­ti­ve „Pro Natur – Lan­ge Ber­ge“, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die geplan­te Tank- und Rast­an­la­ge bei Dros­sen­hau­sen zu ver­hin­dern. „Der Bau einer Tank- und Rast­an­la­ge an die­sem Ort ist sinn­lo­ser Flä­chen­fraß, Zer­stö­rung eines wich­ti­gen Natur­rau­mes und Ver­schwen­dung von Steu­er­gel­dern“, so die Grü­ne, die Natur­schutz und Nach­hal­tig­keit als eines der wich­tig­sten Zie­le ihrer poli­ti­schen Arbeit sieht.

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