Der ober­frän­ki­sche JU-Bezirks­vor­sit­zen­de Mar­kus Oester­lein orga­ni­sier­te eine poli­ti­sche Bil­dungs­rei­se in die Repu­blik Moldau

Der oberfränkische JU-Bezirksvorsitzende Markus Oesterlein organisierte eine politische Bildungsreise in die Republik Moldau Oktober 2022
Markus Oesterlein mit dem Bürgermeister der Gemeinde Sireti Boaghi Leonid. Foto: Privat

Von Ober­fran­ken in die Repu­blik Moldau

Der oberfränkische JU-Bezirksvorsitzende Markus Oesterlein organisierte eine politische Bildungsreise in die Republik Moldau Oktober 2022

Die Dele­ga­ti­on um Mar­kus Oester­lein vor dem Par­la­ment der Repu­blik Mol­dau. Foto: Privat

Die aktu­el­le Situa­ti­on in der Ukrai­ne stand im Mit­tel­punkt bei der von dem Kro­nacher Kreis- und Stadt­rat Mar­kus Oester­lein orga­ni­sier­ten Fahrt in die Repu­blik Mol­dau. Bis heu­te ist der Anrei­ner­staat an die Ukrai­ne teil­wei­se besetzt und rus­si­sche Sol­da­ten sind in „Trans­ni­stri­en“ sta­tio­niert. Unter­stüt­zung bei der Ter­min­or­ga­ni­sa­ti­on erhielt er durch die Hanns-Sei­del-Stif­tung, die vor Ort ist.

Hohe Infla­ti­on, die Unter­brin­gung einer hohen Anzahl an Flücht­lin­gen und gesell­schaft­li­che Span­nun­gen sowie Fake-News-Kam­pa­gnen waren Schwer­punkt­the­men. Oester­lein sah hier­bei Par­al­le­len zu der Situa­ti­on in der Hei­mat. „Auch uns trei­ben ähn­li­che Sor­gen um!“, so Oester­lein nach einem Gespräch mit Abge­ord­ne­ten des Par­la­ments. Gera­de die Nähe zu der Ukrai­ne ver­schär­fe aber noch­mal das Gesamt­bild. Selbst­kri­tisch blick­te Oester­lein in der Dis­kus­si­on auf die bis­he­ri­ge Poli­tik der Bun­des­re­pu­blik. So sei man – auch in uni­ons­re­gier­ten Zei­ten – oft zu freund­lich zu Russ­land gewe­sen, habe zu viel tole­riert und habe sich abhän­gig gemacht. „Heu­te wür­de dies kei­ner bei kla­rem Ver­stand mehr machen!“, meint Oesterlein.

Der oberfränkische JU-Bezirksvorsitzende Markus Oesterlein organisierte eine politische Bildungsreise in die Republik Moldau Oktober 2022

Mar­kus Oester­lein bedankt sich bei den Stadt­rä­ten von Chi­si­nau für die Dis­kus­si­on. Foto: Privat

Im Gespräch war Oester­lein auch mit Stadt­rats­mit­glie­dern der mol­daui­schen Haupt­stadt Chi­si­nau. Hier wur­de der beschränk­te Ein­fluss kom­mu­na­ler Man­dats­trä­ger spür­bar. Die­ser Ein­druck ver­deut­lich­te sich noch mehr bei einem Gespräch mit dem Bür­ger­mei­ster von Sire­ti Herrn Boaghi Leo­nid. Mit 7.000 Ein­woh­nern gehört die Stadt zu einer der grö­ße­ren Mol­d­aus. Mit einem städ­ti­schen Haus­halt in Höhe von ca. 400.000 €, bei dem 70 % für die 120 Ange­stell­ten der Kom­mu­ne berück­sich­tigt wer­den müs­sen, wird die gerin­ge Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz im zen­tra­li­sti­schen Mol­dau deut­lich. Gleich­zei­tig ähneln sich die Auf­ga­ben mit Brand­schutz und Kin­der­be­treu­ung sowie auch Unter­halt von 50 km Gemeindestraßen.

Der oberfränkische JU-Bezirksvorsitzende Markus Oesterlein organisierte eine politische Bildungsreise in die Republik Moldau Oktober 2022

Mar­kus Oester­lein stellt die Arbeit der JU den Mit­glie­dern der Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on PAS Youth vor. Foto: Privat

Wie sehr die jun­ge Bevöl­ke­rung des Lan­des für Euro­pa brennt, wur­de in der Dis­kus­si­on mit Ver­tre­te­rIn­nen der PAS Youth deut­lich. Oester­lein, der auch Bezirks­vor­sit­zen­der der ober­frän­ki­schen Jun­gen Uni­on ist, konn­te sich gemein­sam mit stell­ver­tre­ten­dem JU Lan­des­vor­sit­zen­den Alex­an­der Han­nes über die poli­ti­sche Jugend­ar­beit mit Nach­wuchs­kräf­ten der aktu­el­len Regie­rungs­par­tei auch aus­tau­schen. Hier­bei wur­de deut­lich, dass die­se ihr Land auf­bau­en wol­len und eine feste Anbin­dung an Euro­pa for­cie­ren. „Russ­land zeigt gera­de, was es von der Sou­ve­rä­ni­tät von Län­dern hält.“, meint Oester­lein. Gera­de unter Berück­sich­ti­gung, dass ein Teil des Lan­des schon lan­ge besetzt sei, sei die Furcht vor Putin umso nach­voll­zieh­ba­rer. Ent­spre­chend stark war auch die Unter­stüt­zung und Soli­da­ri­tät mit ukrai­ni­schen Geflüch­te­ten wie in der Dis­kus­si­on mit Rechts­an­wäl­ten, die Flücht­lin­ge betreu­en, sowie der Nicht­re­gie­rungs­organsia­ti­on „Mol­d­o­va for peace“ deut­lich wur­de. Auch hier konn­te man fest­stel­len, dass die Erfah­rung, wonach zahl­rei­che ukrai­ni­sche Geflüch­te­te bereits wie­der­zu­rück­ge­kehrt sind, geteilt wird. Oester­lein bedank­te sich bei den Ver­tre­tern der HSS vor Ort, die die zahl­rei­chen Gesprächs­part­ner ver­mit­telt haben und somit inter­es­san­te Ein­blicke und Dis­kus­sio­nen ermög­licht haben.

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