Neue All­ge­mein­ver­fü­gun­gen zur Geflügelpest-Prävention

symbolbild Hühner

Geflü­gel­han­del im soge­nann­ten Rei­se­ge­wer­be nur noch nach Unter­su­chung möglich

Das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Gesund­heit und Lebens­mit­tel­si­cher­heit (LGL) infor­miert dar­über, dass im gesam­ten Frei­staat die behörd­li­chen Maß­nah­men zur Geflü­gel­pest-Prä­ven­ti­on aus­ge­dehnt wer­den. Die zustän­di­gen Kreis­ver­wal­tungs­be­hör­den in Bay­ern haben hier­zu All­ge­mein­ver­fü­gun­gen erlas­sen, wonach Geflü­gel im soge­nann­ten Rei­se­ge­wer­be nur noch dann ver­kauft wer­den darf, wenn die Tie­re läng­stens vier Tage vor der Abga­be nega­tiv auf das Virus der Geflü­gel­pest unter­sucht wur­den. Ziel ist es, eine Ein­schlep­pung der Geflü­gel­pest nach Bay­ern zu verhindern.

Anlass für die All­ge­mein­ver­fü­gun­gen ist das anhal­tend schwe­re und wei­ter­hin hoch­dy­na­mi­sche Geflü­gel­pest-Gesche­hen in Euro­pa und ins­be­son­de­re auch in Nord­deutsch­land, des­sen wei­te­re Aus­brei­tung über den über­re­gio­na­len Han­del mit Geflü­gel im Rei­se­ge­wer­be unter­bun­den wer­den soll. Außer­dem wur­de eine aktu­el­le Ver­brin­gung von Hüh­nern und Enten aus einem von der Geflü­gel­pest betrof­fe­nen Betrieb in Nord­rhein-West­fa­len (Land­kreis Güters­loh) auch nach Bay­ern bekannt. Die zustän­di­gen Kreis­ver­wal­tungs­be­hör­den vor Ort haben umge­hend die not­wen­di­gen Ermitt­lun­gen ein­ge­lei­tet um den Ver­bleib der Tie­re abzu­klä­ren und die­se auf das Geflü­gel­pest­vi­rus zu unter­su­chen. Bis­lang konn­te im Rah­men die­ser Unter­su­chun­gen kein Fall von Geflü­gel­pest bestä­tigt wer­den. Der letz­te Fall der Geflü­gel­pest in Bay­ern wur­de in die­sem Jahr im April bei einem Wild­vo­gel amt­lich festgestellt.

Die Geflü­gel­hal­te­rin­nen und ‑hal­ter sind fer­ner dazu ange­hal­ten, ihre indi­vi­du­el­len Bio­si­cher­heits­maß­nah­men regel­mä­ßig zu über­prü­fen und auf streng­ste Betriebs­hy­gie­ne zu ach­ten. Ein Merk­blatt mit Sicher­heits­maß­nah­men zur Geflü­gel­pest in Bay­ern ist abruf­bar unter Tier­ge­sund­heit: Merk­blatt für Geflü­gel­hal­ter: Emp­feh­lun­gen für Bio­si­cher­heits­maß­nah­men zum Schutz gegen eine Ver­brei­tung der Aviä­ren Influ­en­za (Geflügelpest/​Vogelgrippe) (bay​ern​.de), wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Geflü­gel­pest stellt das LGL unter fol­gen­dem Link bereit: Tier­ge­sund­heit: Aviä­re Influ­en­za (AI) (Geflü­gel­pest) (bay​ern​.de).

In die­sem Zusam­men­hang wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Hal­te­rin­nen und Hal­ter von Geflü­gel in Bay­ern zur Mel­dung ihres Tier­be­stan­des sowohl beim ört­lich zustän­di­gen Vete­ri­när­amt als auch bei der Baye­ri­schen Tier­seu­chen­kas­se ver­pflich­tet sind.

Um eine mög­li­che Ein­schlep­pung der Geflü­gel­pest auch in die hei­mi­sche Wild­vo­gel­po­pu­la­ti­on rasch erken­nen zu kön­nen, wird in Bay­ern das bewähr­te Wild­vo­gel­mo­ni­to­ring kon­se­quent wei­ter­ge­führt. Gege­be­nen­falls erfor­der­li­che regio­na­le Maß­nah­men erfol­gen auf Grund­la­ge einer für Bay­ern ent­wickel­ten, zen­tra­len Risi­ko­be­wer­tung des LGL, wel­che fort­lau­fend an das aktu­el­le Gesche­hen ange­passt wird.

Eine Ansteckung des Men­schen mit dem Erre­ger über infi­zier­te Vögel oder deren Aus­schei­dun­gen in Deutsch­land ist bis­lang nicht bekannt gewor­den. Den­noch soll­ten tote Vögel nicht ange­fasst und ent­spre­chen­de Fun­de den loka­len Behör­den gemel­det werden.

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