Bam­ber­ger CSU-BA-Frak­ti­on: Flücht­lings­zu­strom wegen „ver­kehr­ter Anreize“

Die aktu­el­le Bele­gungs­la­ge des Anker­zen­trums Bam­berg beträgt rund 2200 Per­so­nen. Hin­zu kom­men zahl­rei­che Geflüch­te­te, die in städ­ti­schen oder pri­va­ten Unter­künf­ten unter­ge­bracht sind. Die CSU-BA-Stadt­rats­frak­ti­on erin­nert wie­der an die für das Anker­zen­trum gesetz­te Bele­gungs­ober­gren­ze und drängt auf eine bes­se­re Ver­tei­lung der Men­schen im Bezirk Ober­fran­ken. Für das Ziel, das „Zen­trum für Ankunft, Ent­schei­dung, Rück­füh­rung“ in Bam­berg über­schau­bar und sicher zu hal­ten, will die CSU/­BA-Frak­ti­on im Bam­ber­ger Stadt­rat wei­ter initia­tiv blei­ben. Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Peter Nel­ler erin­ner­te an die Erfol­ge durch das unmit­tel­ba­re Gespräch mit dem baye­ri­schen Innen­mi­ni­ster Joa­chim Herr­mann, der unter ande­rem eine Auf­stockung des Poli­zei­be­stan­des in Ober­fran­ken zusag­te. Die 20 Poli­zei­be­am­ten ste­hen je nach Bedarf auch für die Sicher­heit in Bam­berg zur Ver­fü­gung. In einem vor weni­gen Tagen von der stell­ver­tre­ten­den Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Ursu­la Red­ler geführ­ten Gespräch mit dem Innen­mi­ni­ster hat die­se die Vor­stel­lun­gen der Stadt­rats­frak­ti­on bekräf­tigt. Der Mini­ster habe Ver­ständ­nis für die Bam­ber­ger For­de­run­gen auf­ge­bracht, aber auch auf die aktu­el­le Situa­ti­on ver­wie­sen. Die vor weni­gen Jah­ren gesetz­te Ober­gren­ze für das Anker­zen­trum Bam­berg von 1500 Per­so­nen gel­te für ihn wei­ter, hän­ge aber – wie durch die hohe Zahl von ukrai­ni­schen Kriegs­flücht­lin­gen bewie­sen – von der aktu­el­len Ent­wick­lung ab. So ström­ten der­zeit auch wie­der Geflüch­te­te aus ande­ren Län­dern ins Land.

In der CSU-BA-Stadt­rats­frak­ti­on sieht man die Grün­de dafür auch in ver­schie­de­nen Fehl­ent­wick­lun­gen auf EU- und natio­na­ler Ebe­ne – etwa, dass in ande­ren EU-Staa­ten aner­kann­te Asyl­be­wer­ber visa­frei nach Deutsch­land rei­sen könn­ten und dann zum Teil hier­blie­ben. Man kön­ne den Men­schen kei­nen Vor­wurf machen, wenn sie dort­hin gin­gen, wo es die bes­se­re sozia­le Absi­che­rung gebe, sag­te Ste­fan Kuhn.

Die CSU-BA-Frak­ti­on setzt bei die­sem The­ma zudem wei­ter­hin auf das Wohl­wol­len und das Ver­ständ­nis der Staats­re­gie­rung und ist zuver­sicht­lich, dass Staats­mi­ni­ste­rin Mela­nie Huml zusam­men mit dem Baye­ri­schen Innen­mi­ni­ster die Bele­gung des Bam­ber­ger Anker­zen­trums in abseh­ba­rer Zeit wie­der auf ein erträg­li­ches Maß zurück­füh­ren wird. „Wir hal­ten auch dar­an fest, dass die­se Ein­rich­tung wie geplant 2025 auf­ge­löst ist“, so Neller.

1 Antwort

  1. Marita Weissig sagt:

    Ich fra­ge mich, wie­so bereits in ande­ren Län­dern aner­kann­te Asyl­be­wer­ber, die nach Deutsch­land wei­ter­rei­sen, Sozi­al­hil­fe und Unter­kunft erhal­ten. Sie soll­ten wie EU-Bür­ger behan­delt wer­den, die zwar ein­rei­sen dür­fen, sich aber selbst unter­hal­ten müs­sen und kein Anrecht auf Hartz4 haben. Das macht Sinn, wenn die­se aner­kann­ten Asyl­be­wer­ber Frei­zü­gig­keit in der EU genie­ssen, wenn nicht, soll­ten sie post­wen­dend zurück­ge­schickt wer­den. Was auch noch auf­fällt, ist der wie­der gestie­ge­ne Anteil von Per­so­nen aus Mol­dau, Geor­gi­en, Nord­ma­ze­do­ni­en, Alba­ni­en und den ande­ren Bal­kan­staa­ten, die kei­ne Aus­sicht auf Asyl haben, hier aber den Win­ter ver­brin­gen möch­ten. Sie beset­zen Unter­künf­te und Resour­cen, die drin­gend für die rich­ti­gen Flücht­lin­ge benö­tigt wer­den, eben­so wie die immer noch vor­han­de­nen Migran­ten, die in den Jah­ren 2015/16 ins Land kamen und deren Asyl­an­trag abge­lehnt wur­de. Wann wird end­lich der rich­ti­ge Unter­schied zwi­schen Asyl und Aus­bil­dungs- bzw Arbeits­mi­gra­ti­on gese­hen und auch dem­entspre­chend gehan­delt? Bei abge­lehn­ten Asyl­be­wer­bern, die auf­grund von Aus­bil­dungs- oder Arbeits­auf­nah­me blei­ben kön­nen, han­delt es sich um vom Steu­er­zah­ler finan­zier­te Ein­wan­de­rung, die mit Asyl nichts zu tun hat. Für eine Ein­wan­de­rung gel­ten ande­re Vor­aus­set­zun­gen und nach­dem das seit Jah­ren stän­dig ver­mischt wird, muss man jetzt nicht jam­mern, dass immer mehr nach­kom­men und auch ihr Glück versuchen!

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