Hell, modern, hoch­wer­tig: Neue Turn­hal­le der Graf-Stauf­fen­berg-Schu­len Bam­berg wur­de eingeweiht

Die Ehrengäste begutachten die Sporthalle.
Die Ehrengäste begutachten die Sporthalle. (Foto: Stadtarchiv Bamberg, Sina Schraudner)

Das gene­ral­sa­nier­te Gebäu­de wur­de sei­ner Bestim­mung übergeben.

Die Blaue Schu­le hat jetzt ein wei­te­res Schmuck­stück an ihrer Sei­te: Am Don­ners­tag wur­de die gene­ral­sa­nier­te und modern gestal­te­te Drei­fach-Turn­hal­le der Graf-Stauf­fen­berg-Schu­len offi­zi­ell ein­ge­weiht. „Die Sanie­rung der Hal­le war abso­lut not­wen­dig und ist ein tol­les Pro­jekt“, beton­te Ober­bür­ger­mei­ster And­res Star­ke bei der Festveranstaltung.

Nach dem Spa­ten­stich am 24. Mai 2019 hat­te es nur rund Zwei-ein-Vier­tel-Jah­re bis zur Fer­tig­stel­lung der Bau­maß­nah­me gedau­ert. Knapp 14 Mil­lio­nen Euro koste­te die Ertüch­ti­gung des 1973 ent­stan­de­nen Gebäu­des, wobei bereits 2011 in einem ersten Bau­ab­schnitt die Dach­flä­che als Ein­zel­maß­nah­me instand­ge­setzt, ener­ge­tisch saniert und die Dach­ver­gla­sung kom­plett erneu­ert wor­den ist. Das aktu­el­le Pro­jekt wur­de mit 5.310.900 Euro durch das Kom­mu­nal­in­ve­sti­ti­ons­för­de­rungs­pro­gramm zur Ver­bes­se­rung der Schul­in­fra­struk­tur finanz­schwa­cher Kom­mu­nen in Bay­ern – KIP‑S genannt – unterstützt.

Von außen schon als Schmuckstück zu erkennen: die generalsanierte Turnhalle der Graf-Stauffenberg-Schulen.

Von außen schon als Schmuck­stück zu erken­nen: die gene­ral­sa­nier­te Turn­hal­le der Graf-Stauf­fen­berg-Schu­len. (Foto: Stadt­ar­chiv Bam­berg, Sina Schraudner)

Das aktu­el­le Pro­jekt wur­de mit 5,3 Mil­lio­nen Euro aus dem Bun­des­pro­gramm zur För­de­rung von Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der Schul­in­fra­struk­tur finanz­schwa­cher Kom­mu­nen in Bay­ern (kurz KIP‑S) unterstützt.

Das neue Gesicht der Immo­bi­lie bil­det jetzt das hel­le, voll­flä­chig ver­gla­ste Foy­er. Dort fand dann auch die Ein­wei­hung statt, die von der Band­klas­se der Graf-Stauf­fen­berg-Real­schu­le musi­ka­lisch auf­ge­lockert wur­de. Die Plä­ne für die­sen groß­zü­gi­gen, trans­pa­ren­ten Ein­gangs­be­reich stam­men wie für die rest­li­che Hal­le vom Würz­bur­ger Archi­tek­tur­bü­ro Grell­mann Krie­bel Teichmann.

Kli­ma­schutz verwirklicht

Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke wünsch­te „allen, die die­se Hal­le nut­zen, eine gute Zeit in die­sem Schmuck­stück“. In sei­ner Begrü­ßung ging er auch dar­auf ein, dass mit der Sanie­rung der Kli­ma­schutz vor­an­ge­trie­ben wur­de: „Die neue Hal­le ist zum Bei­spiel um zehn Pro­zent klei­ner, hat dadurch aber kei­ne Ein­schrän­kung in ihrer Funk­ti­on.“ Sie ver­fü­ge zudem über eine Hack­schnit­zel­hei­zung, mit der auch das benach­bar­te Eichen­dorff-Gym­na­si­um über Fern­wär­me­an­schlüs­se ver­sorgt wird. Star­ke erin­ner­te auch dar­an, dass die Hal­le „Teil eines schlim­men Ereig­nis­ses wur­de: dem Krieg in der Ukrai­ne“. Kaum war das neue Gebäu­de näm­lich fer­tig, muss­te hier eine Not­un­ter­kunft unter­ge­bracht wer­den, „die dann Gott­sei­dank nicht gebraucht wurde“.

In Ver­tre­tung von Regie­rungs­prä­si­den­tin Hei­drun Piwer­netz lob­te Ste­fan Krug von der Regie­rung von Ober­fran­ken in sei­nem Gruß­wort das Bam­ber­ger Hal­len­pro­jekt: „Mit der Bau­maß­nah­me haben sie nicht nur dem Gebäu­de ein neu­es Erschei­nungs­bild gege­ben, son­dern es auch durch wei­te­re Anstren­gun­gen zeit­ge­mäß nutz­bar gemacht.“

In einer gemein­sa­men Rede freu­ten sich Andrea Wel­scher (Schul­lei­te­rin der Real­schu­le) und Tho­mas Fleisch­mann (stell­ver­tre­ten­der Schul­lei­ter der Wirt­schafts­schu­le), dass die Bau­zeit nahe­zu exakt ein­ge­hal­ten wur­de trotz eini­ger Wid­rig­kei­ten. Als „aus­ge­zeich­ne­tes Timing“ bezeich­ne­ten sie es, dass der Umbau in die Coro­na-Pan­de­mie fiel, denn in die­ser Zeit war bekannt­lich län­ge­re Zeit ohne­hin kein Hal­len­sport erlaubt. Als der Schul­sport wie­der mög­lich war, öff­ne­ten auch das benach­bar­te Berufs­schul­zen­trum, der MTV Bam­berg und die Pesta­loz­zi-Schu­le ihre Sport­stät­ten für die Graf-Stauffenberg-Schüler:innen, wofür Wel­scher und Fleisch­mann herz­lich dank­ten. Für die zwi­schen­zeit­li­che Umrü­stung zur Not­un­ter­kunft zeig­ten sie ange­sichts der Situa­ti­on in der Ukrai­ne gro­ßes Ver­ständ­nis. Zum Abschluss durf­te nicht der Hin­weis auf wei­te­ren Sanie­rungs­be­darf feh­len: „Mit die­ser Ein­wei­hung ver­bin­det sich die Zuver­sicht, dass bald auch das eigent­li­che Schul­haus fol­gen wird.“ Dafür gibt es bekannt­lich bereits eine posi­ti­ve Grund­satz-Ent­schei­dung des Stadtrats.

Heim­statt für Zweitliga-Basketballerinnen

Schul- und Sport­re­fe­rent Dr. Mat­thi­as Pfeufer stell­te die Bedeu­tung die­ser einen von ins­ge­samt drei Drei­fach-Turn­hal­len für die Sport­stadt Bam­berg her­aus. „Ohne die­se Hal­le ist Ver­eins­sport kaum mög­lich“, beton­te Pfeufer und ver­wies auf hoch­klas­si­ge Mann­schaf­ten, wie die Zweit­li­ga-Bas­ket­bal­le­rin­nen der DJK Don Bos­co Bam­berg, die hier nun ihre Heim­spie­le aus­tra­gen kön­nen und wie die vie­len Schüler:innen nun von der moder­nen Aus­stat­tung pro­fi­tie­ren. Auch die Bar­rie­re­frei­heit und der neu ent­stan­de­ne Kraft­raum sei­en eine gro­ße Bereicherung.

Davon konn­ten sich im Anschluss die gela­de­nen Gäste bei einer Füh­rung von Archi­tekt Chri­sti­an Geld­ner durch die Sport­hal­le über­zeu­gen. Er erläu­ter­te unter ande­rem die neue aus­fahr­ba­re Tri­bü­nen­an­la­ge, die schall­tech­nisch ver­bes­ser­ten Trenn­vor­hän­ge, die umlau­fen­den Prall­wän­de, die schall­ab­sor­bie­ren­den Wand­ver­klei­dun­gen sowie den neu­en Sport­bo­den und die kom­plett neue Gerä­te­aus­stat­tung. Auch in die klei­ne Gym­na­stik­hal­le und die Umklei­de­ka­bi­nen ließ er die Besucher:innen einen Blick wer­fen. Ins­ge­samt ver­fü­ge die Hal­le über ein Fas­sungs­ver­mö­gen von 1800 Personen.

Bam­berg on tour am Sonn­tag: Auf den Spu­ren des „Mil­lio­nen­pa­kets Schulen“

Am Sonn­tag sind alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Stadt Bam­berg ein­ge­la­den, sich die neue Turn­hal­le der Graf-Stauf­fen­berg-Schu­len und wei­te­re bereits sanier­te Schul­ge­bäu­de im Stadt­ge­biet anzu­schau­en. Mit dem Rad geht es zu aus­ge­wähl­ten Ergeb­nis­sen des „Mil­lio­nen­pa­kets Schu­len“. Start der „Bam­berg on tour“ ist am Sonn­tag, 16. Okto­ber 2022, um 14.30 Uhr auf dem Max­platz, Höhe Rat­haus-Ein­gang. Ins­ge­samt sind für die Rad­tour zur Hugo-von-Trim­berg-Schu­le, zur Erlö­ser-Schu­le, zu den Graf-Stauf­fen­berg-Schu­len und zur Luit­pold­schu­le rund zwei­ein­halb Stun­den ange­setzt. Die Teil­nah­me an „Bam­berg on tour“ erfolgt auf eige­ne Gefahr und eige­nes Risi­ko, den Anwei­sun­gen des Begleit­per­so­nals ist Fol­ge zu lei­sten. Eine vor­he­ri­ge Anmel­dung ist nicht erforderlich.

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