Forch­heim: Vom Nut­zen und Scha­den von Laubbläsern

Vom Nutzen und Schaden von Laubbläsern
Vom Nutzen und Schaden von Laubbläsern. Foto: forchheim for future

Der trocke­ne Som­mer ist vor­bei und der Herbst hält Ein­zug. Die Bäu­me ver­lie­ren ihr Laub und die­ses liegt nun auf dem Rasen und auf Wegen. Und weil vie­le Men­schen das nicht schön fin­den, sol­len die Blät­ter von Wegen und Rasen­flä­chen und aus dem Hof ent­fer­net wer­den. Dazu benutz­te man frü­her einen Besen oder Rechen – eine oft müh­sa­me Ange­le­gen­heit. Heut­zu­ta­ge gibt es dafür Laub­sauger und ‑blä­ser, die das wesent­lich beque­mer erle­di­gen. Aber sie haben natür­lich auch Nach­tei­le und über­aus schäd­li­che Neben­ef­fek­te, die vie­len nicht bewusst sind. „Ins­be­son­de­re wenn man das Gerät in Brust­hö­he hält, atmet man den Fein­staub, den der Laub­sauger mit­auf­wir­belt und auch sei­ne Abga­se (denn Laub­sauger haben kei­nen Kata­ly­sa­tor) direkt ein“, erläu­tert Micha­el Gün­ther von Forch­heim for Future. „Wir emp­feh­len außer­dem das Tra­gen von Mund- und Ohren­schutz sowie eine Schutz­bril­le, da Laub­sauger viel Krach machen – durch­schnitt­lich zwi­schen 80 und 110 Dezi­bel und damit sind sie so laut wie eine Ket­ten­sä­ge oder ein Press­luft­ham­mer.“ Die Nach­barn und die Tie­re müs­sen den Krach aber den­noch ertra­gen. Daher ist der Ein­satz von Laub­saugern nur zu bestimm­ten, von den Kom­mu­nen vor­ge­ge­be­nen Zei­ten zuläs­sig. Ins­be­son­de­re Vögel lei­den unter dem Lärm-Stress, denn im Früh­jahr ist Brut­zeit und im Herbst müs­sen sie Ener­gie spa­ren für den Win­ter. Eine denk­ba­re Alter­na­ti­ve wäre der Ein­satz elek­tri­scher Blä­ser mit Kabel oder Akku. Bei deren Kauf soll­te man aber auf Umwelt­zei­chen wie blau­er Engel oder EU-Eco­la­bel achten.

Doch genau genom­men ist gefal­le­nes Laub ein kosten­lo­ses und nütz­li­ches Geschenk der Natur. Es kann Igeln und ande­ren Tie­ren sowie Rep­ti­li­en, Amphi­bi­en und Insek­ten in Herbst und Win­ter einen Unter­schlupf bie­ten. Daher soll­te in jedem Gar­ten ein Hau­fen aus Laub und Klein­schnitt­gut sein. „Aber bit­te schaf­fen Sie die­sen nicht mit dem Laub­blä­ser, denn der dabei erzeug­te Luft­strom ist für vie­le klei­ne Tie­re töd­lich“, ergänzt Gün­ther. Auch Pflan­zen pro­fi­tie­ren von einer Laub­schicht, die sie vor Käl­te, Frost und Schnee, aber auch vor Son­ne und Ero­si­on durch Wind und Regen schützt. Man kann die Blät­ter auch zum Iso­lie­ren von Kübeln und Töp­fen im Win­ter benut­zen. Und last not least ver­rot­ten Blät­ter auf dem Kom­post sehr schnell und bil­den so einen wert­vol­len Dünger.

Wer das Laub auf „alt­mo­di­sche“ Art mit Rechen und Besen zusam­men­kehrt, dient dem Kli­ma­schutz, denn Laub­sauger ver­brau­chen auf jeden Fall Ener­gie, die man spa­ren kann und sich dabei an der fri­schen Luft bewegt, was die Gesund­heit för­dert. Wei­te­re Tipps zum Ener­gie­spa­ren und zum Kli­ma­schutz sie­he https://​forch​heim​-for​-future​.de

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