Bam­ber­ger Coro­na-Koor­di­nie­rungs­grup­pe: „Die näch­ste Wel­le baut sich auf“

Symbolbild Corona Mundschutz

Die Zah­len sowohl der Coro­na-Pati­en­ten als auch der infi­zier­ten Beschäf­tig­ten in der Pfle­ge steigen

„Wir arbei­ten in den Kli­ni­ken erneut am Limit. Die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung steht und fällt mit dem Per­so­nal.“ So beschrei­ben die Koor­di­na­ti­ons­ärz­te der Kli­ni­ken in Stadt und Land­kreis Bam­berg die aktu­el­le pan­de­mie­be­ding­te Situa­ti­on. Die Zahl der Coro­na-Pati­en­ten in den Kli­ni­ken ist auf 75 ange­stie­gen. Die nur auf Coro­na zurück­zu­füh­ren­de Aus­fall­quo­te beim Per­so­nal hat sich auf rund zehn Pro­zent erhöht.

Bei der Sit­zung der gemein­sa­men Coro­na-Koor­di­nie­rungs­grup­pe von Stadt und Land­kreis Bam­berg unter der Lei­tung von Land­rat Johann Kalb und Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke wur­de auch deut­lich, dass das Infek­ti­ons­ge­sche­hen auch wie­der die Pfle­ge­hei­me erreicht hat. Infek­tio­nen gibt es der­zeit in neun von 13 Pfle­ge­hei­men in der Stadt und in 15 von 29 im Land­kreis. Auch dort führt der Aus­fall von Pfle­ge­kräf­ten zu einem begin­nen­den Versorgungsengpass.

Die Situa­ti­on an den Ein­rich­tun­gen spie­gelt sich in der gestie­ge­nen Inzi­denz wie­der, die für Stadt und Land­kreis an und über die Mar­ke von 1000 Infi­zier­ten pro 100.000 Ein­woh­nern reicht. Weil im Gegen­satz zum Früh­jahr bei wei­tem nicht mehr alle Men­schen eine Infek­ti­on durch einen PCR-Test bestä­ti­gen las­sen, und nur die­se in die Sie­ben-Tages­in­zi­denz ein­flie­ßen, geht das Robert-Koch-Insti­tut von einem tat­säch­li­chen Wert aus, der vier- bis fünf­mal so hoch liegt. „Vor einem Jahr hat­ten wir eine Inzi­denz von 35 im Land­kreis und 31 in der Stadt“, erin­ner­te die Lei­te­rin des Fach­be­rei­ches Gesund­heits­we­sen beim Land­rats­amt Bam­berg, Dr. Susan­ne Nick.

Die Gesamt­zahl der Infek­tio­nen in Stadt und Land­kreis Bam­berg seit Pan­de­mie­be­ginn hat im Sep­tem­ber die Mar­ke von 100.000 über­schrit­ten. Anfang Janu­ar die­ses Jah­res lag die­se Zahl bei rund 20.000, hat sich also in neun Mona­ten ver­fünf­facht. Allein im März 2022 wur­den rund 26.000 Infek­tio­nen gezählt. Der nied­rig­ste Wert wur­de im August (500) regi­striert. Im Okto­ber ist mit knapp 3500 Infek­tio­nen zur Monats­mit­te der erneut deut­li­che Anstieg zu erkennen.

Eine jeweils nied­ri­ge drei­stel­li­ge Zahl gab es im August und Sep­tem­ber an Erst- und Zweit­imp­fun­gen. Deut­lich stär­ker waren in die­sem Zeit­raum Dritt­imp­fun­gen (910) und Viertimp­fun­gen (4680) nachgefragt.

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