DIE LIN­KE. KV Bam­berg – Forch­heim: „DIE LIN­KE klagt gegen die CSU-Grundsteuerreform“

Im Jahr 2019 wur­de das neue Bun­des­ge­setz für die Grund­steu­er beschlos­sen, eigent­lich mit einem wert­ab­hän­gi­gen Modell. Auf Druck der CSU wur­de aller­dings zusätz­lich eine soge­nann­te „Län­der­öff­nungs­klau­sel” geschaf­fen. Bay­ern hat von die­ser Klau­sel Gebrauch gemacht. Im Frei­staat wird die Grund­steu­er nur noch anhand der Flä­che des Grund­stücks und der Gebäu­de sowie der Nut­zung berech­net. Der Wert des Grund­stücks und der Immo­bi­li­en dar­auf spielt kei­ne Rolle.

Dies führt dazu, dass Grund­stücke mit hohem Boden­richt­wert und Gebäu­de mit rela­tiv hohem Wert künf­tig in Bay­ern steu­er­lich ent­la­stet und im Gegen­zug Grund­stücke mit nied­ri­gem Boden­richt­wert und rela­tiv nied­ri­gem Gebäu­de­wert höher bela­stet wer­den. Da die Grund­steu­er direkt auf die Mie­ter umge­legt wird, wer­den die Mehr­heit der Mie­ter durch die neue Grund­steu­er künf­tig stär­ker bela­stet wer­den, wäh­rend Eigen­tü­mer und Mie­ter in betuch­ten Gegen­den ent­la­stet werden.

Dazu erklärt Jose­pf Höpf­ner, Kreis­rat von der Par­tei DIE LINKE:

„Damit behan­delt die baye­ri­sche Form der Grund­steu­er ohne sach­li­chen Grund Immo­bi­li­en glei­cher Grö­ße völ­lig gleich, ohne die
unter­schied­li­che Lage, Art, Beschaf­fen­heit, Alter und Aus­stat­tung der Gebäu­de zu berück­sich­ti­gen. Dass Mie­ter in schlech­te­ren Wohn­la­gen künf­tig auch noch mehr bela­stet wer­den, wol­len wir nicht akzep­tie­ren. Dies ist eine wei­te­re Umver­tei­lung von unten nach oben. Des­halb unter­stüt­ze ich die Kla­ge gegen die­ses CSU-Gesetz.“

1 Antwort

  1. Egle Martin sagt:

    End­lich wagt es jemand, der CSU Paro­li zu bie­ten. Die haar­streu­ben­de Unge­rech­tig­keit bei der Erhe­bung der zukün­di­gen Grund­steu­er ist wohl der brei­ten Mas­se gar nicht bewußt und müss­te publik gemacht wer­den. So wie es in Bay­ern geplant ist, ist es eine Umver­tei­lung der Steu­er­last von reich (Vil­len­be­sit­zer) auf klei­ne Eigen­heim­be­sit­zer auf dem Land, die in Zukunft ein viel­fa­ches an Grund­steu­er bezah­len müssen.

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