Land­kreis Lich­ten­fels: „Wie das Flecht­hand­werk ver­bin­det“ – Die Unga­rin Már­ta Lege­za infor­miert sich über Flechttechniken

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Im Rah­men ihres Besuchs an der Berufs­fach­schu­le für Flecht­werk­ge­stal­tung infor­mier­te sich Már­ta Lege­za über die Flecht­tech­ni­ken hier­zu­lan­de. Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner und Schul­lei­ter Dr. Joa­chim Selzam schau­ten der unga­ri­schen Gast­schü­le­rin dabei über die Schul­ter. Foto: Land­rats­amt Lichtenfels/​Heidi Bauer

„Es war ein Traum für mich, ein­mal hier­her in die Deut­sche Korb­stadt und an die Korb­fach­schu­le zu kom­men“, sagt Már­ta Lege­za. Im Rah­men des Eras­mus Aus­tausch­pro­gramms kam die Unga­rin Mit­te Sep­tem­ber für zehn Tage nach Lich­ten­fels. Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner schau­te ihr bei einer Stipp­vi­si­te in der frisch sanier­ten Werk­statt der Staat­li­chen Berufs­fach­schu­le für Flecht­werk­ge­stal­tung gemein­sam mit dem Lei­ter der Staat­li­chen Berufs­schu­le Lich­ten­fels, Dr. Joa­chim Selzam, beim Flech­ten über die Schulter.

„Die Flecht­tech­ni­ken sind die glei­chen sind wie in mei­ner Hei­mat“, stell­te die 38-Jäh­ri­ge dabei fest. Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner zeig­te sich erfreut: „Das Flecht­hand­werk ist eben inter­na­tio­nal und es ver­bin­det: Unse­re ‚Korb­fach­schu­le‘ ist durch ihren her­vor­ra­gen­den Ruf ein Aus­hän­ge­schild für die gan­ze Regi­on. Ich freue mich, dass wir hier immer wie­der Gäste aus dem Aus­land begrü­ßen dür­fen.“ Wie er wei­ter erläu­ter­te, hat der Land­kreis als Sach­auf­wands­trä­ger der Schu­le erst kürz­lich rund 40.000 Euro in die Sanie­rung der Werk­statt und in die Umge­stal­tung des ehe­ma­li­gen Aus­stel­lungs­raums zum Klas­sen­zim­mer investiert.

„Die euro­päi­sche Zusam­men­ar­beit ist für die Berufs­fach­schu­le für Flecht­werk­ge­stal­tung sehr wich­tig“, betont Schul­lei­ter Dr. Joa­chim Selzam. „Gemein­sam kön­nen wir mit Kol­le­gen aus ande­ren Län­dern Erfah­run­gen aus­tau­schen und von­ein­an­der ler­nen. Dies eröff­net für bei­de Sei­ten neue Perspektiven.“

Schon als Már­ta Lege­za als Mäd­chen in Ungarn noch zur Schu­le ging, woll­te ihre dama­li­ge Leh­re­rin ein­mal nach Lich­ten­fels rei­sen und die Staat­li­che Berufs­fach­schu­le für Flecht­werk­ge­stal­tung besu­chen, erzählt die jun­ge Frau. Des­we­gen träum­te auch sie immer davon, ein­mal hier­her zu kom­men. Már­ta Lege­za stu­dier­te an der Uni­ver­si­tät Buda­pest Eth­no­gra­fie, und Eth­no­lo­gie und Fran­zö­sisch. Spä­ter absol­vier­te sie eine zwei­jäh­ri­ge Aus­bil­dung zur Korbmacherin/​Flechtwerkgestalterin und leg­te eine Prü­fung zur Leh­re­rin ab. Seit sie­ben Jah­ren unter­rich­tet sie am Haus der Tra­di­tio­nen (Hagyomá­n­yok Háza, https://​hagyo​man​yok​ha​za​.hu) in Buda­pest am Insti­tut für Volks­hand­werk, wo auch eine Rei­he ande­rer Tra­di­ti­ons­hand­wer­ke ver­mit­telt werden.

Bei ihrem Auf­ent­halt in Lich­ten­fels besuch­te Már­ta Lege­za selbst­ver­ständ­lich auch den Korb­markt und das Deut­sche Korb­mu­se­um in Michel­au – und war von bei­den sehr angetan.

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