Aus der Forch­hei­mer Leser­post: „Mas­ken­pflicht in Heimen“

Arti­kel 1 des Grund­ge­set­zes besagt: „Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar. Sie zu ach­ten und zu schüt­zen ist Ver­pflich­tung aller staat­li­cher Gewalt“ Und die­se Men­schen­wür­de wird seit dem 1. Okto­ber für alte und behin­der­te Men­schen in Hei­men mit den Füßen getre­ten. Denn die­se Men­schen müs­sen seit die­sem Datum nun über­all außer­halb ihres eige­nen, meist sehr klei­nen Zim­mers FFP2-Mas­ken tra­gen. Das bedeu­tet, sie müs­sen in ihrem Zuhau­se, was das Heim oder die Wohn­ge­mein­schaft nun mal ist, fast durch­gän­gig Mas­ken tra­gen, auf den Flu­ren, im Fern­seh­zim­mer, im Ess­zim­mer, im Wohn­zim­mer. Das heißt für vie­le der dort leben­den Men­schen bis zu 16 Stun­den am Tag. Und dar­über hin­aus sehen Sie nur noch Men­schen ohne Gesicht, die sie durch die Mas­ken und mit ihren oft schwer­hö­ri­gen Ohren noch schlech­ter ver­ste­hen und demen­te Men­schen haben nun über­haupt kei­ne Chan­ce mehr Schwes­tern oder Pfle­ger zu erken­nen. Coro­na ist längst nicht mehr so gefähr­lich wie vor zwei Jah­ren und den­noch wird die­sen alten oder behin­der­ten Men­schen befoh­len, künf­tig ihr per­sön­li­ches Risi­ko, viel­leicht mit 89 an die­ser Erkran­kung zu ster­ben alles ande­re unter­zu­ord­nen, ja ihre letz­te ver­blie­be­ne Lebens­qua­li­tät aus frei­em Atmen, Kon­takt, mensch­li­cher Nähe, ein wenig Freu­de und Lachen. Die­se Men­schen wer­den durch den Staat zu Tode beschützt. Es ist men­schen­ver­ach­tend, was hier von Bun­des­tag und Bun­des­rat beschlos­sen wur­de und gehört sofort über­ar­bei­tet und ersatz­los gestrichen.

Ulri­ke Petry-Färber