Forchheim/​Ebermannstadt: Absol­vier­te Gesund­heits- und Krankenpfleger*Innen star­ten durch

Die Absolventen der Berufsfachschule für Pflege auf der Außenterasse des Klinikums mit Landrat Dr. Hermann Ulm, Geschäftsführer Sven Oelkers, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Jürgen Gschossmann, Schulleiter Andreas Schneider, Pädagogen und Ausbilder; © Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz
Die Absolventen der Berufsfachschule für Pflege auf der Außenterasse des Klinikums mit Landrat Dr. Hermann Ulm, Geschäftsführer Sven Oelkers, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Jürgen Gschossmann, Schulleiter Andreas Schneider, Pädagogen und Ausbilder; © Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz

Elf Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Berufs­fach­schu­le für Pfle­ge am Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz haben erfolg­reich ihre drei­jäh­ri­ge Aus­bil­dung zur/​m Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ge­rin abge­schlos­sen, zwei von ihnen erhal­ten für beson­ders gute Lei­stun­gen als Aner­ken­nung den Staats­preis der Regie­rung von Ober­fran­ken. Acht Absol­ven­ten wer­den von den Ein­rich­tun­gen des Kli­ni­kums in Forch­heim und Eber­mann­stadt über­nom­men. Bei einer klei­nen Fei­er­stun­de auf der Auß­en­ter­as­se des Mit­ar­bei­ter­ca­si­nos, die extra für die­sen Tag fer­tig­ge­stellt wur­de, wur­den die Exami­nier­ten beglückwünscht.

Distanz­un­ter­richt und Sprachschwierigkeiten

Sadegh Mes­bahzadeh (23), der in der Kar­dio­lo­gie am Stand­ort Eber­mann­stadt sei­ne Arbeit als Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ger beginnt, erin­nert sich an die Anfän­ge der Aus­bil­dung: „Schwie­rig­kei­ten hat­te ich vor allem mit der Spra­che.“ Man­che Lern­ge­bie­te muss­te er sich zu Hau­se inten­siv erar­bei­ten und Lern­in­hal­te zum bes­se­ren Ver­ständ­nis nach­for­schen. „Das Schlimm­ste für mich war Distanz­un­ter­richt, denn mit tech­ni­schen Sachen konn­te ich nicht so gut umge­hen.“ Ursprüng­lich kommt Sadegh Mes­bahzadeh aus Afgha­ni­stan, ist im Iran auf­ge­wach­sen und 2015 nach Forch­heim gekommen.

Gro­ßer Bedarf an Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­gern im Land­kreis Forchheim

Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz gGmbH, Land­rat Dr. Her­mann Ulm, gra­tu­liert: „Als Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der und Land­rat, der die gan­ze Regi­on immer im Blick haben muss, auch mit unse­ren bei­den Stand­or­ten in Forchheim/​Ebermannstadt und den ande­ren medi­zi­ni­schen und pfle­ge­ri­schen Ein­rich­tun­gen im Land­kreis, bin ich wirk­lich heil­froh, dass Sie hier erfolg­reich Ihre Aus­bil­dung hin­ter sich haben und mit vol­ler Kraft in unse­rer Regi­on durch­star­ten. Alles Gute und mei­ne Hochachtung!“

Der letz­te Kurs nach dem Krankenpflegegesetz

Die Absolventen der Berufsfachschule für Pflege auf der Außenterasse des Klinikums mit Schulleiter Andreas Schneider (vorne knieend) und Pädagogen.

Die Absol­ven­ten der Berufs­fach­schu­le für Pfle­ge auf der Auß­en­ter­as­se des
Kli­ni­kums mit Schul­lei­ter Andre­as Schnei­der (vor­ne knie­end) und Päd­ago­gen. © Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz

Es war der letz­te Kurs, der noch zu Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­gern nach dem Kran­ken­pfle­ge­setz aus­ge­bil­det wur­de, seit 2020 gilt die gene­ra­li­sti­sche Aus­bil­dung gemäß Pfle­ge­be­ru­fe­ge­setz. Kranken‑, Alten- und Kin­der­kran­ken­pfle­ge wer­den seit­her ein­heit­lich aus­ge­bil­det. Die Berufs­be­zeich­nung lau­tet Pfle­ge­fach­frau bzw. Pfle­ge­fach­mann. Geschäfts­füh­rer Sven Oel­kers unter­streicht: „Ein gro­ßer Abschnitt im Leben geht zu Ende. Wir freu­en uns, dass vie­le von Ihnen bei uns blei­ben. Sie sind etwas Beson­de­res, denn Sie sind der letz­te Kurs, der noch rich­tig gelernt hat, wie Kran­ken­haus­fi­nan­zie­rung funk­tio­niert. Schau­en Sie, dass Sie Ihre Zie­le errei­chen in einem sehr kri­sen­si­che­ren Job. Hier im Kli­ni­kum unter­stüt­zen wir Sie mit Fach­wei­ter­bil­dun­gen Inten­siv und OP oder zum Pra­xis­an­lei­ter. Kar­rie­ren im Haus sind mög­lich bis hin zur Sta­ti­ons­lei­tung. Wir fra­gen Sie in den Kur­sen auch nach Ihren Wün­schen ab, um die Aus­bil­dungs­struk­tu­ren zu ver­bes­sern. Soweit die­se umsetz­bar sind, wer­den wir sie umset­zen, auch wenn die Rea­li­sie­rung manch­mal etwas Zeit in Anspruch nimmt.“

Ruck­sack gefüllt mit Wis­sen und Erkenntnissen

Schul­lei­ter und Vor­stand des Aus­bil­dungs­ver­bun­des Pfle­ge im Land­kreis Forch­heim und Umge­bung, Andre­as Schnei­der, lobt: „Wir sind mit Ihnen froh und stolz auf Ihre beein­drucken­den Aus­bil­dungs­er­fol­ge. Sie haben nun in Ihrem ‚Ruck­sack‘ eine Fül­le von Wis­sen und Erkennt­nis­sen, die Ihnen bei Ihrer täg­li­chen Ver­ant­wor­tung für die Pati­en­tIn­nen nütz­lich sind. Wis­sen über Blut­gas­ana­ly­sen, aktu­el­le pfle­ge­wis­sen­schaft­li­che Grund­la­gen und vie­les ande­re – Sie gehö­ren jetzt zur neu­en Pfle­ge-Genera­ti­on für unse­re Pati­en­ten und Bewoh­ner! Ich wün­sche Ihnen, dass Sie die­sen Ruck­sack auch nut­zen, dass Sie auch mal kri­tisch nach­den­ken, hat jemand einen Ver­bes­se­rungs­vor­schlag? Und dar­über kon­struk­tiv im Team spre­chen.“ Musi­ka­lisch beglei­tet auf der Gei­ge wur­de die Fei­er von Pfle­ge­päd­ago­gin San­dra Kaiser.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert