Die Wai­schen­fel­der Burg­mad­la fei­ern ihr 50-jäh­ri­ges Büh­nen­ju­bi­lä­um am 8. Okto­ber 2022 – Ein­tritt frei!

Die Waischenfelder Burgmadla feiern ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum Oktober 2022
Eindrücke aus den Anfangsjahren: Der Gründervater und langjährige musikalische Leiter Manfred Friedrich (mit Gitarre) zusammen mit den Waischenfelder Burgmadla. Text + Repro: Thomas Weichert

Wai­schen­fel­der Burg­mad­la fei­ern 50-jäh­ri­ges Bühnenjubiläum

Die Gesangs­grup­pe „Wai­schen­fel­der Burg­mad­la“ sind weit über die Gren­zen des Wie­sent­städt­chens und des Land­krei­ses Bay­reuth hin bekannt.

Eindrücke aus den Anfangsjahren: Das Hauptziel der Frauensinggruppe war und ist die Pflege fränkischer Art und Mundart mit Tracht und Lied. Dabei stehen meist lustige und freche Verse im Vordergrund, die oft selbst gedichtet wurden. Repro: Thomas Weichert

Ein­drücke aus den Anfangs­jah­ren: Das Haupt­ziel der Frau­en­sing­grup­pe war und ist die Pfle­ge frän­ki­scher Art und Mund­art mit Tracht und Lied. Dabei ste­hen meist lusti­ge und fre­che Ver­se im Vor­der­grund, die oft selbst gedich­tet wur­den. Repro: Tho­mas Weichert

Am Sams­tag, den 8. Okto­ber 2022, fei­ern sie nun ihr 50-Jäh­ri­ges Grün­dungs­ju­bi­lä­um im Rah­men einer Rocken­stubn die der Hei­mat- und Ver­schö­ne­rungs­ver­ein abhält. Beginn ist bei frei­em Ein­tritt ab 19 Uhr auf Burg Wai­schen­feld.

Die aus Funk- und Fern­se­hen bekann­te Gesangs­grup­pe, die auch Kul­tur­preis­trä­ger des Land­krei­ses Bay­reuth ist, wur­de 1972 anläss­lich der 650-Jahr­fei­er der Stadt­er­he­bung von Wai­schen­feld gegrün­det. Ihr erstes Lied bei ihrem ersten Auf­tritt hieß „A Stück­la vom Herrgott“.

Die Grün­der­vä­ter waren der Besit­zer der Pul­ver­müh­le Kas­par Bezold – auch genannt „Pul­ver­mül­ler-Kas­par“ – und der Leh­rer Man­fred „Fred­dy“ Fried­rich, die bei­de schon ver­stor­ben sind. Bis zu sei­nem Tod 2009 lei­te­te Fred­dy die Gesangs­grup­pe, die er stets bei ihren Auf­trit­ten mit sei­ner Gitar­re begleitete.

Die Burg­mad­la kön­nen auf unzäh­li­ge und unver­gess­li­che Auf­trit­te in nah und fern sowie im Rund­funk und Fern­se­hen zurück­blicken. 1984 tra­ten sie zum Bei­spiel in der „Weiß­blau­en Musik­pa­ra­de“ in der Hofer Frei­heits­hal­le auf und 2002 in der Fern­seh­sen­dung „Kein schö­ner Land“ mit Gün­ter Wewel. Ihr Dar­bie­tun­gen berei­cher­ten Sän­ger- und Musi­kan­ten­tref­fen, Hei­mat­aben­de, Rocken­stubn, Ver­eins­ju­bi­lä­en und Fami­li­en­fei­ern. Vie­le der Auf­nah­men wur­den mehr­fach in den Medi­en aus­ge­strahlt und auf Radio Main­wel­le sind ihre Lie­der noch regel­mä­ßig zu hören.

Beson­ders stolz sind die Burg­mad­la dar­auf, dass sie im Jahr 1983 mit dem damals erst­mals sepa­rat zum Kul­tur­preis ver­lie­he­nen För­der­preis des Land­krei­ses Bay­reuth aus­ge­zeich­net wur­den. Der dama­li­ge Land­rat Klaus Gün­ter Die­tel zähl­te sie wäh­rend sei­ner Lau­da­tio schon zu den gewür­fel­ten Fran­ken. Das Haupt­ziel der Frau­en­sing­grup­pe war und ist die Pfle­ge frän­ki­scher Art und Mund­art mit Tracht und Lied. Dabei ste­hen meist lusti­ge und fre­che Ver­se im Vor­der­grund, die oft selbst gedich­tet wur­den. Aber auch besinn­li­che, geist­li­che und weih­nacht­li­che Lie­der ste­hen auf dem Pro­gramm. Das Reper­toire besteht aus über­wie­gend lusti­gen und frän­ki­schen Lie­dern, teil­wei­se über­lie­fert, aber auch neu geschrieben.

Bei den Advents- und Weih­nacht­kon­zer­ten kom­men auch inter­na­tio­na­le Lie­der zu Gehör. Der plötz­li­che Tod des musi­ka­li­schen Lei­ters Man­fred Fried­rich hat­te die Burg­mad­la stark mit­ge­nom­men. Sie stan­den fast vor dem Aus. Erst nach einem Jahr hat­ten sie die Freu­de am Sin­gen wie­der­ge­fun­den. Auch in den Jah­ren davor gab es Umbrü­che und Unter­bre­chun­gen. Eini­ge der Sän­ge­rin­nen haben gehei­ra­tet, Fami­li­en gegrün­det, sind weg­ge­zo­gen, haben jedoch immer wie­der zusammengefunden.

Wenn auch in ver­än­der­ter Beset­zung. Die mei­sten der „alten“ Burg­mad­la sind ande­re Wege gegan­gen, aber vier Sän­ge­rin­nen der ersten Genera­ti­on sind auch heu­te noch dabei. Clau­dia Leib­in­ger, Kor­ne­lia Wick­les, Maria Eckert-Rosen­berg und Ursu­la Bohn. Michae­la Bren­del und Gabi Steng­lein am Akkor­de­on kamen erst spä­ter dazu, gehö­ren aber sei vie­len Jah­ren zur festen Stamm­be­set­zung. Seit 2011 betreut Uli Kel­ler die Pro­ben musi­ka­lisch und berei­tet das ein oder ande­re Lied gesangs­tech­nisch vor.

„Es ist uns immer eine gro­ße Freu­de, wenn wir unse­re Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer zum Lachen brin­gen und sie dabei – wenn auch nur für einen klei­nen Augen­blick – die Sor­gen des All­tags ver­ges­sen las­sen kön­nen“, sagen die Burgmadla.

Info:

Beim 50-jäh­ri­gen Büh­nen­ju­bi­lä­um am Sams­tag, 8. Okto­ber 2022 im Rah­men der Rock­n­stubn wir­ken auch die Musik­grup­pe Dadara, die Män­ner­ge­sangs­grup­pe Bel­can­to Voca­le und der Peg­nit­zer Mund­art­dich­ter Wal­ter Tau­send­pfund mit. Erwar­tet wer­den auch wei­te­re ein­hei­mi­sche Künst­ler. Jeder kann auch spon­tan sein eige­nes Musik­in­stru­ment oder sein Strick­zeug mitbringen.

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