Bay­reu­ther BRK-Ret­tungs­hun­de trai­nier­ten im Fich­tel­see das Auf­fin­den „hilf­lo­ser“ Per­so­nen – Übung mit Bra­vour gemeistert

Bayreuther BRK-Rettungshunde Fichtelsee das Auffinden „hilfloser“ Personen Oktober 2022
Taucher der Wasserwacht hatten sich in Uferrandnähe im Wasser treiben lassen. Aufgabe der vierbeinigen Kameraden war es nun, die „hilflosen“ Personen aufzustöbern und ihrer Hundeführerin bzw. ihrem Hundeführer den Fundort des Hilfsbedürftigen anzuzeigen. Text: Thomas Janovsky, Foto: Daniel Vogel

BRK-Ret­tungs­hun­de üben am Fichtelsee

Die Ret­tungs­hun­de­staf­fel des BRK-Kreis­ver­ban­des Bay­reuth übte am Sams­tag, 24. Sep­tem­ber 2022, zusam­men mit der Bay­reu­ther Was­ser­wacht das Suchen und Ret­ten von Per­so­nen am Fichtelsee.

Bayreuther BRK-Rettungshunde Fichtelsee das Auffinden „hilfloser“ Personen Oktober 2022

Die Hun­de durf­ten auf das Was­ser­ret­tungs­boot der Was­ser­wacht und mit die­sem unge­wohn­ten Trans­port­mit­tel über den See fah­ren. Von dem für sie meist neu­en Ein­satz­mit­tel waren sie begei­stert und es mach­te ihnen sicht­lich Spaß. Foto: Dani­el Vogel

Der Ret­tungs­hun­de­staf­fel des BRK-Kreis­ver­ban­des Bay­reuth gehö­ren der­zeit 15 Hun­de an, davon drei fer­tig aus­ge­bil­de­te Ret­tungs­hun­de und 12 in Aus­bil­dung befind­li­che Hun­de. Die Vier­bei­ner sind als Flä­chen­such­hun­de oder als Man­trai­ler im Ein­satz und in Aus­bil­dung. Als Ret­tungs­hund sind nahe­zu alle Hun­de­ras­sen geeig­net. In Bay­reuth sind dies Bor­der Col­lie, Deut­scher Schä­fer­hund, Dal­ma­ti­ner, Austra­li­an She­pherd, Magyar Visz­la, Peti­te Bleu de Gas­co­gne, Par­son Rus­sel Ter­ri­er, Deutsch Draht­haar und auch Mischlinge.

Um als Ret­tungs­hund geeig­net zu sein, darf das Tier nicht ängst­lich sein. Es muss freund­lich und auf­ge­schlos­sen gegen­über Men­schen, lauf­freu­dig sowie lei­stungs­stark sein. Nach einer Aus­bil­dungs­zeit von zwei bis drei Jah­ren und ent­spre­chen­den Prü­fun­gen darf der Hund in den Echteinsatz.

Um die Aus­bil­dung der jun­gen Hun­de durch­füh­ren zu kön­nen und die aus­ge­bil­de­ten Ret­tungs­hun­de auf einem hohen Lei­stungs­stand hal­ten zu kön­nen, ist ein Trai­ning oft mehr­mals in der Woche erfor­der­lich. Die Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den der Ret­tungs­hun­de­staf­fel suchen sich hier die unter­schied­lich­sten Übungs­sze­na­ri­en her­aus, da ja auch der Ech­t­ein­satz nicht plan­bar ist.

Am Wochen­en­de (Sams­tag, 24. Sep­tem­ber 2022) stand eine gemein­sa­me Übung mit den Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den der Was­ser­wacht am Fich­tel­see auf dem Plan. Die Hun­de soll­ten am Was­ser­rand suchen, ins Was­ser gehen und sich an das Mit­fah­ren im Was­ser­ret­tungs­boot gewöhnen.

Tau­cher der Was­ser­wacht hat­ten sich in Ufer­rand­nä­he im Was­ser trei­ben las­sen, auf Fel­sen im Was­ser hat­ten sich Hel­fer der Was­ser­wacht Bay­reuth ver­steckt. Auf­ga­be der vier­bei­ni­gen Kame­ra­den war es nun, die „hilf­lo­sen“ Per­so­nen auf­zu­stö­bern und ihrer Hun­de­füh­re­rin bzw. ihrem Hun­de­füh­rer den Fund­ort des Hilfs­be­dürf­ti­gen anzu­zei­gen. Die­se Auf­ga­be lösten die ein­ge­setz­ten zehn Hun­de mit ihren acht Hun­de­füh­rern mit Bravour.

Anschlie­ßend durf­ten die Hun­de mit „ihrem“ Men­schen auf das Was­ser­ret­tungs­boot der Was­ser­wacht und mit die­sem für sie unge­wohn­ten Trans­port­mit­tel über den See fah­ren. Die Hun­de waren über­wie­gend von dem für sie meist neu­en Ein­satz­mit­tel begei­stert und es mach­te ihnen sicht­lich Spaß. Hier­für ist, wie so oft im Ein­satz, ein gro­ßes Ver­trau­en und eine gute Zusam­men­ar­beit zwi­schen Tier und Mensch erforderlich.

Auch an tief im Such­flug befind­li­che Droh­nen der Was­ser­wacht muss­ten sich die Hun­de erst gewöhnen.

„Es ist immer wie­der wich­tig den Hun­den unter­schied­li­che Übungs­sze­na­ri­en und ein abwechs­lungs­rei­ches Trai­ning zu bie­ten, damit sie mög­lichst vie­le Sze­na­ri­en für den Ein­satz schon ein­mal trai­niert haben. Mein Dank gilt auch den Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den der Was­ser­wacht, die uns am Fich­tel­see her­vor­ra­gend unter­stützt haben. Für man­chen Hund, aber auch für man­che Kame­ra­din bzw. Kame­ra­den war es eine neue und für den Ein­satz wich­ti­ge Erfah­rung, in ein schau­keln­des Boot zu stei­gen und mit­zu­fah­ren.“, so Ronia Rausch, Lei­te­rin der Ret­tungs­hun­de­staf­fel des BRK-Kreis­ver­ban­des Bayreuth.

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