AOK Bam­berg gibt Tipps gegen „Auf­schie­be­ri­tis“

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Man­che Din­ge schiebt man ger­ne mal vor sich her, selbst drän­gen­de Auf­ga­ben, bedeut­sa­me Ent­schei­dun­gen oder unan­ge­neh­me Ver­pflich­tun­gen. Bei der Auf­schie­be­ri­tis, der wis­sen­schaft­lich soge­nann­ten Pro­kra­sti­na­ti­on, zögern wir anste­hen­de beruf­li­che oder pri­va­te Pflich­ten hin­aus – oft­mals durch Ersatz­tä­tig­kei­ten. Man­che put­zen zum Bei­spiel lie­ber die Woh­nung, als sich an die unan­ge­neh­me Steu­er­erklä­rung zu set­zen. „Die mei­sten Men­schen ken­nen die­ses Ver­hal­ten. Pro­ble­ma­tisch wird Pro­kra­sti­na­ti­on dann, wenn sie schwer­wie­gen­de Fol­gen hat“, so Klaus Knorr, Direk­tor von der AOK in Bam­berg. Bei eini­gen erzeugt das Auf­schie­ben einen gro­ßen Lei­dens­druck, etwa, wenn der Abbruch einer Aus­bil­dung oder beruf­li­ches Schei­tern dro­hen. Betrof­fe­ne haben dann häu­fig das Gefühl zu ver­sa­gen oder bei ihren Mit­men­schen als faul zu gel­ten. „Pro­kra­sti­na­ti­on hat aller­dings gar nichts mit Faul­heit zu tun, son­dern mit einem wirk­lich ernst­haf­ten Pro­blem der eige­nen Selbst­steue­rung“, so Klaus Knorr.

Ein­fa­che Tricks kön­nen helfen

Betrof­fe­ne schaf­fen es nicht, Prio­ri­tä­ten zu set­zen und wis­sen des­halb oft nicht, wo sie anfan­gen sol­len. Vie­le stel­len ein­fach zu hohe Ansprü­che an sich und kön­nen die­se dann nicht umset­zen. Und wie­der ande­re haben Pro­ble­me damit, sich ihre Zeit und ihre Arbeit sinn­voll ein­zu­tei­len. Die Auf­schie­be­ri­tis ist aus medi­zi­nisch-psy­cho­lo­gi­scher Sicht eine Art der Arbeits­stö­rung. „Wer stark dar­un­ter lei­det und sei­ne Arbeit nicht geschafft bekommt, braucht pro­fes­sio­nel­le Hil­fe. Dann soll­te man sich tat­säch­lich an einen Arzt wen­den“, so Klaus Knorr. Oft­mals reicht es aber schon, ein paar Din­ge zu ändern, zum Bei­spiel eine auf­ge­räum­te, kar­ge Arbeits­um­ge­bung schaf­fen, wo man sich weni­ger ablenkt. Hilf­reich ist zudem, sich rea­li­sti­sche Zie­le zu set­zen, Auf­ga­ben­li­sten zu erstel­len, aus denen die Rei­hen­fol­ge der Arbei­ten klar ersicht­lich ist und ent­spre­chen­de Zei­ten dafür ein­zu­pla­nen. Dazu gehört übri­gens auch, zu über­le­gen und ein­zu­schät­zen, wie viel Zeit für einen Arbeits­schritt benö­tigt wird und – ganz wich­tig – die Pau­sen­pla­nung. So kann man dann für den Tag eine bestimm­te Zeit­span­ne fest­le­gen, in der ein Arbeits­schritt kon­kret erle­digt wird. „So banal wie wir­kungs­voll ist es auch, die Abga­be­frist, die man ein­hal­ten will, für sich selbst nach vorn zu ver­le­gen und damit einen zeit­li­chen Puf­fer zu schaf­fen“, sagt Klaus Knorr und rät, sich schon für klei­ne Erfol­ge zu beloh­nen und damit die Moti­va­ti­on für künf­ti­ge Auf­ga­ben zu erhö­hen und zu verbessern.

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