Ent­täu­schung bei der Inter­es­sen­ge­mein­schaft „Lebens­wer­tes Reg­nitz­tal“: Am Stand­ort für die geplan­te Auto­bahn­rast­stät­te auf Höhe Eggols­heim wird wei­ter festgehalten

Interessengemeinschaft „Lebenswertes Regnitztal“: Autobahnraststätte auf Höhe Eggolsheim Oktober 2022
Aus einer schriftlichen Anfrage der IG „Lebenswertes Regnitztal“ an den Bamberger SPD-Abgeordneten Andreas Schwarz geht hervor, dass an der Standortplanung im Rahmen der Vorentwurfsplanung weiterhin festgehalten wird und keine alternativen Standorte in Erwägung gezogen werden. Foto: Martin Distler

Rast­stät­ten­wahn­sinn geht weiter

Lan­ge war es ruhig um die geplan­te Auto­bahn­rast­stät­te auf Höhe Eggols­heim. Eine Anfra­ge an die alte Bun­des­re­gie­rung hat­te erge­ben, dass der Bau­be­ginn 2024 erfol­gen soll.

Ins­ge­samt 13 ha Flä­che soll dort in eine Rast­stät­te mit Tank­an­la­ge in Rich­tung Süden ver­baut wer­den, die Kosten wur­den Anfang 2021 auf knapp 24 Mil­lio­nen Euro geschätzt. Der Eggols­hei­mer Gemein­de­rat hat­te im Som­mer 2022 eine klei­ne Lösung ins Spiel gebracht, die einen res­sour­cen­scho­nen­den Aus­bau ohne Tank­an­la­ge vorsieht.

Aus einer schrift­li­chen Anfra­ge der IG „Lebens­wer­tes Reg­nitz­tal“ an den Bam­ber­ger SPD-Abge­ord­ne­ten Andre­as Schwarz geht her­vor, dass an der Stand­ort­pla­nung im Rah­men der Vor­ent­wurfs­pla­nung wei­ter­hin fest­ge­hal­ten wird und kei­ne alter­na­ti­ven Stand­or­te in Erwä­gung gezo­gen wer­den. Aktu­ell wer­den die Plan­fest­stel­lungs­un­ter­la­gen für den Neu­bau der bewirt­schaf­te­ten Rast­an­la­ge Reg­nitz­tal-West von der zustän­di­gen Nie­der­las­sung Nord­bay­ern der Auto­bahn GmbH des Bun­des für das erfor­der­li­che Bau­rechts­ver­fah­ren erstellt. Trotz des aktu­el­len Infla­ti­ons­ni­veaus und der deut­lich gestie­ge­nen Ener­gie­ko­sten kön­nen kei­ne Aus­sa­gen zu Kosten­stei­ge­run­gen getrof­fen werden.

Die bei­den Eggols­hei­mer Spre­cher der Inter­es­sen­ge­mein­schaft Johan­nes Mai­er und Mar­tin Dist­ler bezeich­nen die­se Ent­wick­lung als ent­täu­schend . Gera­de in der Kli­ma­kri­se ist ein kon­se­quen­tes Han­deln gegen Flä­chen­ver­sieg­lung gefragt, statt­des­sen trei­be das FDP-geführ­te Ver­kehrs­mi­ni­ste­ri­um die alten Pla­nun­gen vor­an. Weder wür­den die auf­ge­zeig­ten Kom­pro­miss­vor­schlä­ge auf­ge­nom­men, noch ande­re Alter­na­ti­ven neben dem Bau geprüft.

So wäre die Ein­füh­rung eines Park­leit­s­sy­stems für LKWs auf der Strecke von Nürn­berg nach Coburg eben­so zu prü­fen wie die Öff­nung von bereits ver­sie­gel­ten gro­ßen Bau­markt- und Super­markt­plät­zen über Nacht für Lkw-Fahrer.

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