Herbst­zeit: Jetzt Igel­haus im Gar­ten aufstellen

Igel im Häuschen ©Martina Gehret
Igel im Häuschen ©Martina Gehret

Jedes Jahr im Herbst sind unse­re Igel auf der Suche nach kusche­li­gen Plätz­chen für den Win­ter­schlaf. Ger­ne genutzt wer­den Laub- und Rei­sig­hau­fen, geschütz­te Erd­mul­den, Kom­post­hau­fen, dich­te Hecken oder auch Igel­häu­ser. Der Bund Natur­schutz gibt Tipps, wie und wo man Igel­häu­ser am besten aufstellt.

Gute Ver­stecke sind für den Igel über­le­bens­wich­tig. Nicht nur der Ver­lust von Lebens­raum, son­dern auch der Ver­lust von Lebens­raum­qua­li­tät gehört zu den größ­ten Gefah­ren für das belieb­te Wild­tier. „In wil­den und natur­na­hen Gär­ten füh­len sich unse­re Sta­chel­rit­ter beson­ders wohl, da sie dort Nah­rung und Ver­stecke glei­cher­ma­ßen fin­den“, erklärt Clau­dia Heitz von der Kreis­grup­pe Bam­berg des BUND Natur­schutz. In den Städ­ten und Sied­lun­gen sind unse­re Gär­ten oft nicht groß, trotz­dem hat jeder Gar­ten­be­sit­zer die Mög­lich­keit, ein klei­nes Stück Natur zu schaf­fen. Ein Igel­haus auf­zu­stel­len, ist ein guter Anfang. Und der beste Zeit­punkt dafür ist jetzt!

Igelhaus © Martina Gehret

Igel­haus © Mar­ti­na Gehret

Egal ob aus Ton, Holz oder Holz­be­ton, Igel­häu­ser brau­chen ein Min­dest­maß an Innen­raum­vo­lu­men, damit die Tie­re ein ordent­li­ches Nest aus Laub und trocke­nen Grä­sern bau­en kön­nen. „Man­che Händ­ler ver­kau­fen win­zi­ge Igel­häu­ser als Win­ter­quar­tie­re, die wer­den in der Regel nicht ange­nom­men, da sie zu wenig Schutz bie­ten“, sagt Clau­dia Heitz. „Igel­häu­ser müs­sen robust gebaut und trotz­dem luft­durch­läs­sig sein. Der Innen­raum muss min­de­stens das Volu­men einer gro­ßen Schuh­schach­tel haben, damit der Igel genug Platz hat, sich selbst in trocke­nes Nist­ma­te­ri­al ein­zu­wickeln. Außer­dem mögen vie­le Igel kei­nen Boden. Ohne Boden trock­net der Innen­raum bes­ser, soll­te es doch mal feucht werden.“

Statt ein Igel­haus zu kau­fen, kann man auch selbst eines bau­en. Für Hob­by-Hand­wer­ker hat der BN einen Do-It-Yours­elf-Bau­plan auf sei­ner Webseite.

Der beste Platz für ein Igel­häus­chen ist eine ruhi­ge, schat­ti­ge und trocke­ne Gar­ten­ecke zum Bei­spiel unter Hecken, Sträu­chern oder Bäu­men. Auf­ge­stellt wird das Häus­chen auf trocke­nem Unter­grund. „Ger­ne kann man den Ober­bo­den bzw. die Humus­schicht mit einem Spa­ten abhe­ben und den Boden­un­ter­schied mit einem Sand-Kies­ge­misch als Drai­na­ge auf­fül­len. Erfah­rungs­ge­mäß mögen die Igel das ger­ne“, weiß Clau­dia Heitz. Gefüllt wird der Innen­raum des Häus­chens bis oben hin locker mit trocke­nem Laub. Heu und Stroh ist auch mög­lich, aber Laub ist laut BN bes­ser, da es nicht so schnell schim­melt, soll­te es doch feucht wer­den. Von außen wird das Häus­chen zusätz­lich mit Laub und Rei­sig geschützt. Wei­te­re Infos und Bau­plan für eine Igel­haus unter: www​.bund​-natur​schutz​.de/​o​e​k​o​l​o​g​i​s​c​h​-​l​e​b​e​n​/​t​i​e​r​e​n​-​h​e​l​f​e​n​/​i​g​e​l​h​a​u​s​-​b​a​uen.

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