Bahn­hof Kulm­bach: Neu­er Anlauf zum bar­rie­re­frei­en Umbau

Es erzählt sich wie eine nie enden wol­len­de Geschich­te: die Ver­su­che der Stadt Kulm­bach, den Bahn­hof bar­rie­re­frei umzu­bau­en oder umbau­en zu las­sen. Seit Jahr­zehn­ten set­zen sich die poli­ti­schen Ver­ant­wort­li­chen der Stadt für eine Ver­bes­se­rung der dor­ti­gen Umstän­de ein – lei­der bis­her immer ver­ge­bens. Am 11. Juli 2022 war der Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tär Micha­el Theu­rer vom Bun­des­mi­ni­ste­ri­um für Digi­ta­les und Ver­kehr in Kulm­bach zu Gast und ver­schaff­te sich dort selbst ein Bild vom nicht hin­nehm­ba­ren Zustand des Kulm­ba­cher Bahn­ho­fes. Er ver­wies auf eine mög­li­che För­de­rung des bar­rie­re­frei­en Aus­baus mit­tels des Gemein­de­ver­kehrs­fi­nan­zie­rungs­ge­set­zes (GVFG), bei dem sich Bund, Land und Kom­mu­ne die Kosten tei­len. In einem ersten Schritt, so erklär­te es der Regie­rungs­po­li­ti­ker, wäre es aller­dings nötig, den Frei­staat Bay­ern um die Bereit­stel­lung der ent­spre­chen­den Gel­der zu bitten.

Dies geschah dann sogar per­sön­lich am 30. Juli 2022 im Vor­feld der Eröff­nung der 71. Kulm­ba­cher Bier­wo­che. Hier war der Baye­ri­sche Ver­kehrs­mi­ni­ster Chri­sti­an Bern­rei­ter zu Gast und traf sich vor den offi­zi­el­len Fei­er­lich­kei­ten u.a. mit Ober­bür­ger­mei­ster Ingo Leh­mann und Land­rat Klaus Peter Söll­ner zu einem gemein­sa­men Gespräch, in dem OB und Land­rat dem Mini­ster die Zustän­de des Bahn­ho­fes und die Mög­lich­keit zur För­de­rung eines bar­rie­re­frei­en Umbaus durch das GVFG dar­stell­ten. Der Mini­ster ver­sprach, sich dem The­ma anzu­neh­men und mel­de­te sich kürz­lich mit einem Schrei­ben an Ober­bür­ger­mei­ster Ingo Lehmann.

„Ich konn­te mir bei mei­nem Besuch im Juli per­sön­lich einen Ein­druck vom Zustand des Bahn­ho­fes Kulm­bach ver­schaf­fen. Der bar­rie­re­freie Aus­bau ist in mei­nen Augen ein Muss“, schreibt der Mini­ster. Gleich­zei­tig stellt er klar, dass eine För­de­rung mit­tels Gemein­de­ver­kehrs­fi­nan­zie­rungs­ge­setz durch den Frei­staat Bay­ern vor­aus­set­ze, dass der Bund die Regio­na­li­sie­rungs­mit­tel mas­siv erhöht, um eine Kofi­nan­zie­rung zu ermöglichen.

Er ver­wies in sei­nem Schrei­ben dar­auf, dass er auf­grund der zuletzt gemach­ten Erfah­run­gen der Stadt Kulm­bach rate, selbst mit frei­wil­li­gem Enga­ge­ment die Deut­sche Bahn mit der Pla­nung des bar­rie­re­frei­en Umbaus zu beauf­tra­gen. „Bei neu­en oder zeit­lich begrenz­ten Kon­junk­tur­pro­gram­men – unab­hän­gig ob durch Bund oder Frei­staat – hat­ten zuletzt jene Bahn­hö­fe höhe­re Chan­cen berück­sich­tig zu wer­den, bei denen bereits Bau­recht oder zumin­dest Vor­pla­nun­gen exi­stie­ren“, so Bernreiter.

Und er ergänzt: „Soll­te die­ser Anre­gung gefolgt wer­den, wird mein Haus ange­sichts der dann bestehen­den Mit­tel­si­tua­ti­on prü­fen, ob eine finan­zi­el­le Unter­stüt­zungs­mög­lich­keit der Stadt Kulm­bach im Rah­men ihres Kofi­nan­zie­rungs­an­teils besteht.“ Ober­bür­ger­mei­ster Ingo Leh­mann zeigt sich erfreut über die Inhal­te des Mini­ster­brie­fes und betont in sei­ner Ant­wort: „Wenn nun aber die Mög­lich­keit besteht, dass der Frei­staat Bay­ern uns finan­zi­el­le Unter­stüt­zung in Aus­sicht stellt, wenn wir als Stadt den ersten Schritt gehen, Mit­tel in unse­ren Haus­halt ein­pla­nen und die DB Station&Service AG beauf­tra­gen, einen bar­rie­re­frei­en Aus­bau in die Wege zu lei­ten, dann wer­den wir die­se Chan­ce zwei­fels­frei ergreifen.“

Hier das Antwortschreiben:

27.09.2022 – AW StM Chri­sti­an Bern­rei­ter Bar­rie­re­frei­er Umbau Bahn­hof Ku…

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