Natur­park Fich­tel­ge­bir­ge zeich­ne­te in Mehl­mei­sel erst­mals Juni­or-Ran­ger aus

Juniorranger 2022
Naturpark Fichtelgebirge zeichnete erstmals Junior-Ranger aus. Foto: Privat

MEHL­MEI­SEL – Am Sams­tag, 17. Sep­tem­ber 2022, zeich­ne­te der Natur­park Fich­tel­ge­bir­ge erst­mals eine Grup­pe von 14 Kin­dern mit dem Titel „Juni­or-Ran­ger“ aus. Die klei­ne Fei­er fand im Wald­haus Mehl­mei­sel statt. Die Natur­park-Ran­ger Ronald Leder­mül­ler, Andre­as Hof­mann und Isa­bell Nic­las hat­ten in den ver­gan­ge­nen Mona­ten die Aus­bil­dung der Nach­wuchs­ran­ger über­nom­men und ver­lie­hen ihnen nun auch ihre Urkun­den. Juni­or-Ran­ger-Grup­pen gibt es in vie­len euro­päi­schen Groß­schutz­ge­bie­ten, also Natio­nal­parken, Bio­sphä­ren­re­ser­va­ten und Natur­par­ken. In Bay­ern zählt der Natur­park Fich­tel­ge­bir­ge zu den ersten, die eine sol­che Kin­der- und Jugend­grup­pe auf­bau­en wol­len. Ziel ist es, beson­ders natur­be­gei­ster­ten Kin­dern die hei­mi­sche Natur noch näher zu brin­gen und sie lang­fri­stig für die Natur­park-Arbeit als Unter­stüt­zer und Hel­fer zu gewin­nen. „Für uns Natur­park-Ran­ger sind es immer tol­le Tage mit unse­ren Juni­or-Ran­gern. Es macht wahn­sin­nig viel Spaß, mit Kin­dern zusam­men zu arbei­ten, die so inter­es­siert und neu­gie­rig auf die Natur sind. Und die schon so viel wis­sen. Wir waren da immer wie­der erstaunt über unse­re klei­nen Exper­ten, da könn­te sich manch Erwach­se­ner eine dicke Schei­be abschnei­den“, sagt Natur­park-Ran­ger Ronald Ledermüller.

Die 14 Jungs und Mäd­chen zwi­schen 7 und 11 Jah­ren kom­men aus dem gesam­ten Fich­tel­ge­bir­ge und dar­über hin­aus. Sie hat­ten sich für die Teil­nah­me an dem Pro­gramm mög­lichst krea­tiv und ein­falls­reich bewer­ben müs­sen. Ein­mal im Monat kommt die Grup­pe zusam­men, um von den Natur­park-Ran­gern neu­es über die Natur im Fich­tel­ge­bir­ge zu ler­nen. Ins­ge­samt 6 mal 5 Stun­den hat­ten sie in ihrer „Grund­aus­bil­dung“ nach den Vor­ga­ben der „Natio­na­len Natur­land­schaf­ten“ zu absol­vie­ren. Dabei lern­ten sie in der Natur­park-Info­stel­le Frei­land­mu­se­um Gra­sse­mann bei War­men­stein­ach, was ein Natur­park ist, wo das Fich­tel­ge­bir­ge liegt und wie man sich mit Kar­te und Kom­pass und der Wan­der­weg­wei­sung zurecht­fin­den kann. Dabei unter­stütz­te sie Dirk Vogel vom Fich­tel­ge­birgs­ver­ein. Im Natur- und Kräu­ter­dorf Nagel lern­ten die Juni­or-Ran­ger den Lebens­raum See ken­nen, erkun­de­ten den Lebens­raum eines Bibers und durf­ten ech­te Amphi­bi­en ken­nen ler­nen, wie den Feu­er­sa­la­man­der, den Teich­frosch, Grasfrosch und die Erd­krö­ten. Mit der Gebiets­be­treue­rin des Natur­parks, Ste­fa­nie Jes­so­lat, ging es auf die Köss­ei­ne, wo rund um den fel­si­gen Gip­fel­be­reich die sel­te­nen Gar­ten­schlä­fer ihr zuhau­se haben. Am Epprecht­stein lern­ten die Kin­der die Geschich­te des Gra­nit­abbaus und den Lebens­raum Stein­bruch ken­nen. Sogar Kreuz­ot­tern konn­ten die Kin­der mit Hil­fe der Natur­park-Ran­ger auf­spü­ren. Die ehe­ma­li­ge Burg­rui­ne erzähl­te den Kin­dern von längst ver­gan­ge­nen Zei­ten und vom Leben im Mit­tel­al­ter. In Wei­ßen­stadt gin­gen die Juni­or-Ran­ger in der noch klei­nen und natur­be­las­se­nen Eger auf die Jagd nach Was­ser­le­be­we­sen und konn­ten dabei erfreu­li­cher­wei­se sogar die sel­te­ne Mühl­kop­pe nach­wei­sen. Immer mit dabei hat­ten sie Taschen in denen sie am Weges­rand Wild­pflan­zen sam­mel­ten und spä­ter mit Unter­stüt­zung der Natur­park-Ran­ger bestimm­ten und press­ten. Zu guter letz­te tra­fen sich die Juni­or-Ran­ger im Wild­park Wald­haus Mehl­mei­sel. Aus näch­ster Nähe lern­ten sie hei­mi­sche Wild­tie­re wie Rot­hirsch, Luchs und Auer­hahn ken­nen. Die Natur­park-Ran­ger lern­ten den Kin­dern, die Spu­ren ein­hei­mi­scher Wild­tie­re zu erken­nen und wie man den heim­li­chen Wald­be­woh­nern mit Hil­fe von Wild­ka­me­ras auf die Spur kom­men kann. „Mit der Über­rei­chung der Urkun­den endet die Zeit als Juni­or-Ran­ger im Natur­park Fich­tel­ge­bir­ge jedoch nicht – sie fängt erst rich­tig an. Wei­te­re Akti­ons­ta­ge sind geplant und auch akti­ve Mit­hil­fe bei Natur­schutz­maß­nah­men und bei unse­ren Ran­ger-Ein­sät­zen“, erklärt Natur­park-Ran­ger Andre­as Hof­mann. Neben den Urkun­den erhiel­ten die Kids eine Sweat­jacke und eine Cap mit dem ori­gi­nal Juni­or-Ran­ger-Logo der Natio­na­len Naur­land­schaf­ten sowie ein Sitz­kis­sen, eine Brot­zeit­do­se, eine Fahr­rad­klin­gel vom „Frei­raum für Macher“-Landkreis Wun­sie­del im Fich­tel­ge­bir­ge. Natur­park-Ran­ge­rin Isa­bell Nic­las blick­te bei der klei­nen Fei­er im Wald­haus Mehl­mei­sel schon in die aller­näch­ste Zukunft: „Es macht uns sehr gro­ße Freu­de mit der moti­vier­ten Grup­pe zusam­men zu arbei­ten und ab jetzt gemein­sam – Juni­or Ran­ger und Natur­park Ran­ger – im Fich­tel­ge­bir­ge anzu­packen. Es ist schön, die Kin­der als Hel­fer und Bot­schaf­ter für unse­ren Natur­park zu gewin­nen und natür­lich ihre Begei­ste­rung für die Natur wei­ter zu fördern.“

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