Stadt Bam­berg: Weni­ger Bar­rie­ren am Spiel­platz „Kuni“ – Umbau­maß­nah­men mit neu­en inte­gra­ti­ven Ele­men­ten abgeschlossen

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Wasser marsch (v.r.n.l.): Familienbeauftragte Pauline Albrecht, Technischer Werkleiter der BSB Thomas Beese, Behindertenbeauftragte Nicole Orf und Robert Neuberth, Abteilungsleiter Grünanlagen bei den BSB, auf dem kürzlich wieder freigegebenen Spielplatz am Adenauerufer. Foto: Baureferat / Steffen Schützwohl

Wo bis 1964 das Frei­luft­schwimm­bad „Kuni“ ans heu­ti­ge Ade­naue­ru­fer lock­te, ent­stand 1990 ein Kin­der­spiel­platz. Damals war das The­ma Inklu­si­on noch weit­ge­hend ein Fremd­wort. Das hat sich zum Glück geän­dert und so wer­den im Zuge der Neu­an­la­ge von Spiel­plät­zen die Belan­ge von Men­schen mit Behin­de­rung von vorn­her­ein mit­be­rück­sich­tigt. Beim Spiel­platz am Kuni­gun­den­damm hat die Stadt Bam­berg jetzt einen fünf­stel­li­gen Betrag in die Hand genom­men, um auch bei einer älte­ren Anla­ge im Zuge von Umbau­ar­bei­ten Bar­rie­ren abzu­bau­en und allen Men­schen, unab­hän­gig von kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen, die Nut­zung zu ermöglichen.

„Inklu­si­on hat vie­le Facet­ten, auch die Erreich­bar­keit von Spiel­plät­zen“, so Bür­ger­mei­ster Jonas Glü­sen­kamp. „Umso mehr freut es mich, dass wir hier am Ade­naue­ru­fer die Mög­lich­keit schaf­fen konn­ten, dass zum Bei­spiel auf den Roll­stuhl ange­wie­se­ne Kin­der mit ihren Eltern den Sand­spiel­platz mit der Was­ser­pum­pe genau­so ein­fach nut­zen kön­nen wie alle anderen.“

Wie Behin­der­ten­be­auf­trag­te Nico­le Orf und Fami­li­en­be­auf­trag­te Pau­li­ne Albrecht beim Ter­min vor Ort berich­te­ten, war die Anre­gung einer Mut­ter mit zwei Kin­dern, eines davon mit kör­per­li­cher Ein­schrän­kung, der Aus­lö­ser für die bau­li­chen Anpas­sun­gen. Eine Teil­fi­nan­zie­rung aus dem städ­ti­schen Unter­stüt­zungs­fonds erleich­ter­te schließ­lich die Umset­zung mit dem Ziel, dem Spiel­platz mehr inte­gra­ti­ve Ele­men­te zu geben.

Das fängt bereits beim Zugang zur Sand­spiel­flä­che an, der mit einem festen Pfla­ster­be­lag aus­ge­bil­det wur­de. Auch gibt es kei­ne „Kan­te“ mehr zum jetzt eben­erdi­gen Sand­spiel­be­reich. Gro­ßen Wert haben die für die Spiel­plät­ze zustän­di­gen Bam­ber­ger Ser­vice Betrie­be (BSB) auf die bar­rie­re­freie Ver­zah­nung der Was­ser­spiel-Ele­men­te mit der Sand­flä­che gelegt. So wur­de das bis­he­ri­ge Podest für die Hand-Was­ser­pum­pe ent­fernt, die Pum­pe eben­erdig ein­ge­baut und per befe­stig­ter Flä­che für Men­schen mit Bewe­gungs­ein­schrän­kun­gen leich­ter erreich­bar gestal­tet. Eben­falls wur­de die erste Was­ser­rin­ne auch für auf Roll­stüh­le ange­wie­se­ne Men­schen erreich­bar in die Pfla­ster­flä­che inte­griert. Die zwei­te, anschlie­ßen­de Rin­ne ent­wäs­sert dann in den Sandspielbereich.

Auch über die rein inklu­si­ven Maß­nah­men hin­aus haben die BSB die Infra­struk­tur des Spiel­plat­zes ver­bes­sert. Der Sitz­be­reich wur­de eben­falls mit Pfla­ster befe­stigt und eine zwei­te Bank auf­ge­stellt, um die Auf­ent­halts­qua­li­tät in die­sem Bereich zu erhö­hen. Für eine bes­se­re Abstüt­zung der Böschung zur Stra­ße hin wur­de ein Zei­le Muschel­kalk­qua­der ein­ge­setzt und die Bepflan­zung dort und im gesam­ten Spiel­be­reich ergänzt. Rech­net man die Arbeits­stun­den mit ein, belau­fen sich die Gesamt­ko­sten der Maß­nah­me auf rund 44.500 Euro.

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