Iss, was um die Ecke wächst – die RegioP­lus Chal­len­ge startet

Iss, was um die Ecke wächst – die RegioP­lus Chal­len­ge star­tet am 26. Sep­tem­ber 2022 7 Tage nur Lebens­mit­tel, die maxi­mal 50 Kilo­me­ter um den eige­nen Wohn­ort her­um ange­baut wur­den und dabei noch auf bio, fair und sai­so­nal ach­ten. Die Öko-Modell­re­gi­on for­dert ihre Bürger*innen heraus!

Es klingt so ein­fach, doch ein Blick in den Kühl- und Vor­rats­schrank ver­rät: Ist es gar nicht! Der Kaf­fee kommt aus Peru, der Käse aus einem ande­ren Bun­des­land und selbst die Äpfel sind vom Boden­see. Mit der RegioP­lus Chal­len­ge möch­ten neun baye­ri­sche Öko-Modell­re­gio­nen dazu anre­gen, sich dar­über Gedan­ken zu machen, woher kom­men eigent­lich mei­ne Lebens­mit­tel? Und die Bürger*innen ein­la­den Bio-Pro­duk­te aus der Regi­on zu ent­decken. Die Chal­len­ge fin­det vom 26. Sep­tem­ber bis 2. Okto­ber 2022 statt.

Die Regeln

7 Tage essen und trin­ken, was maxi­mal 50 Kilo­me­ter um dei­nen Wohn­ort ent­stan­den ist und dabei maxi­mal 3 Joker ein­set­zen. Jede Zutat eines Gerichts soll­te die­se Vor­aus­set­zung erfül­len. Es fängt beim Apfel an und hört beim Z am Ende von Salz auf, vom Zucker ganz zu schwei­gen. Das Plus in der Chal­len­ge steht für Bio, Sai­so­nal und Fair. Dar­auf soll­te zusätz­lich geach­tet wer­den und mit mög­lichst vie­len Bio-Zuta­ten gekocht werden.

Dank der drei Joker muss nie­mand auf sei­nen mor­gend­li­chen Kaf­fee­ge­nuss oder die Scho­ko­la­de am Abend ver­zich­ten. War­um sich mit­ma­chen lohnt? Mit­ma­chen lohnt sich für unse­re Regi­on, das Kli­ma und für jeden! Weil jeder Ein­kauf zählt und die Frän­ki­sche so viel Lecke­res bie­tet. Pro­duk­te, die im Ein­kaufs­korb lan­den, beein­flus­sen die Land­wirt­schaft und Land­schaft, die Arten­viel­falt und nicht zuletzt auch das Kli­ma. So, wie der Mas­sen­ver­brauch von Palm­öl Urwäl­der in Indo­ne­si­en ver­nich­tet, genau­so erhält der Genuss von hei­mi­schem Obst die Streu­obst­wie­se vor der Haus­tü­re. Die Chal­len­ge bie­tet die Mög­lich­keit die eige­ne Regi­on und neue Lieb­lings­re­zep­te zu entdecken.

Zum Mit­ma­chen kann man sich ein­fach auf regiop​lu​schal​len​ge​.com anmel­den und wir zusätz­lich mit Tipps und klei­nen Auf­ga­ben ver­sorgt. Eine Über­sicht regio­na­ler Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten fin­det sich eben­falls auf der Seite.

Rezept­wett­be­werb

Wer bei der Chal­len­ge mit­macht, hat im Nu eini­ge Rezep­te zusam­men, die regio­nal, bio und sai­so­nal sind. Mit dem Lieb­lings­re­zept kön­nen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger beim Rezept­wett­be­werb Öko-Modell­re­gi­on Frän­ki­sche Schweiz der Öko-Modell­re­gi­on Frän­ki­sche Schweiz mit­ma­chen. Die Rezep­te kön­nen über die RegioP­lus Sei­te bis zum 2. Okto­ber ein­ge­reicht wer­den und die Gewin­ner dür­fen sich über einen Preis freuen.

1 Antwort

  1. Andrea Müller sagt:

    Hört sich gut an, ist jedoch nicht wirk­lich ein­fach umzu­set­zen. Allein weil in der Regi­on aus mei­ner Sicht die Mög­lich­keit fehlt sich “ ein­fach“ mit orts­nah erzeug­ten DIn­gen zu ver­sor­gen. Per­sön­lich suche ich seit Ewig­keit die Mög­lich­keit mein Gemü­se nah und mög­lichst Bio pro­du­ziert erwer­ben zu kön­nen. Dafür Sams­tags auf den Markt nach Bam­berg fah­ren ist kei­ne wirk­li­che Alter­na­ti­ve. Ansonsten.…mager bis nix. An mei­nem 2. WOhn­sitz in der Bre­ta­gne sieht das ganz anders aus. OK, dass der Bio­bau­er mit sei­nem Grund an unse­ren grenzt ist ein Glücks­fall, dass mit dem Milch­bau­ern auch Bio auch. Doch selbst wenn ich dies nicht hät­te. Am Sams­tag ist im Ort Markt mit nur regio­na­len Anbie­tern und noch ein­mal etwas wei­ter am Mitt­woch. Fah­re ich hier über Land ste­hen stän­dig Hin­weis­schil­der über direkt­ver­mark­tung für ver­schie­den­ste Lebensmittel.….in Fran­ken sehr rar gesät. Fisch kann ich im Hafen kau­fen, wenn die Schif­fe ein­lau­fen, Muscheln austern in einem der vie­len Viviers direkt am Meer. Bin jetzt seit 3 Wochen wie­der zurück. DOch das Gemü­se der letz­ten 3 Wochen war kom­plett noch die Beu­te, die ich aus der Bre­ta­gne mit­brach­te. Und von so excel­len­ter Qualität.….auch nach 3 Wochen noch appe­tit­li­cher als man­ches was hier so in den Geschäf­ten auch als Regio­nal­wa­re ange­prie­sen wird. Lan­ge Rede kur­zer Sinn, man muß den Men­schen schon eine ent­spre­chen­de Platt­form anbie­ten, um die Vor­ga­ben erfül­len zu kön­nen. Und genau die ver­mis­se ich schmerz­lich hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert