AELF Coburg/​Kulmbach über­gibt För­der­be­scheid für Prestigeprojekt

Michael Hofmann (2.v.r.) übergibt die Förderbescheide an die Projektträger. V.l.: Henry Schramm (Bezirkstagspräsident Oberfranken), Klaus Peter Söllner (Landrat Kulmbach), Jens Korn (Erster Bürgermeister Stadt Wallenfels), Christian Ruppert (Erster Bürgermeister Markt Presseck), Michael Hofmann (LEADER-Koordinator für Oberfranken), Norbert Gräbner (Erster Bürgermeister Markt Marktrodach). © Ulf Felgenhauer / AELF Coburg-Kulmbach
Michael Hofmann (2.v.r.) übergibt die Förderbescheide an die Projektträger. V.l.: Henry Schramm (Bezirkstagspräsident Oberfranken), Klaus Peter Söllner (Landrat Kulmbach), Jens Korn (Erster Bürgermeister Stadt Wallenfels), Christian Ruppert (Erster Bürgermeister Markt Presseck), Michael Hofmann (LEADER-Koordinator für Oberfranken), Norbert Gräbner (Erster Bürgermeister Markt Marktrodach). © Ulf Felgenhauer / AELF Coburg-Kulmbach

Das LEA­DER-Pro­jekt „Natur-Erleb­nis Wäld­la“ ist mit rund 5,8 Mil­lio­nen Euro das größ­te sei­ner Art in Bayern.

Zwölf Ein­zel­maß­nah­men in einer land­kreis­über­grei­fen­den Koope­ra­ti­on der drei Kom­mu­nen Presseck (Land­kreis Kulm­bach), Wal­len­fels und Markt­ro­dach (bei­de Land­kreis Kro­nach) sol­len dem demo­gra­fi­schen Wan­del im Fran­ken­wald aktiv begeg­nen. Zusam­men­ge­fasst sind sie unter der Mar­ke „Natur-Erleb­nis Wäld­la“. Das LEA­DER-Pro­jekt der feder­füh­ren­den Loka­len Akti­ons­grup­pe (LAG) Kulm­ba­cher Land und der LAG Kro­nach im Fran­ken­wald ist mit Kosten von rund 5,8 Mil­lio­nen Euro das größ­te in Bay­ern. Der LEA­DER-Koor­di­na­tor für Ober­fran­ken, Micha­el Hof­mann, vom Amt für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und For­sten (AELF) Bay­reuth-Münch­berg über­reich­te den Bür­ger­mei­stern der drei betei­lig­ten Gemein­den die För­der­be­schei­de im Pressecker Gemein­de­teil War­ten­fels (Land­kreis Kulm­bach) und lob­te das Enga­ge­ment: „Mit dem Pro­jekt haben die Akteu­re den Nerv des LEA­DER-Pro­gramms getrof­fen. Der Slo­gan ist ‚Bür­ger gestal­ten ihre Hei­mat‘ – und die­ser wur­de hier bei­spiel­haft mit Leben erfüllt.“

Bewil­ligt wur­de die För­de­rung am AELF Coburg-Kulm­bach, mit dem der LEA­DER-Koor­di­na­tor in engem Aus­tausch steht.

Zehn Jah­re Projektarbeit

Das Pro­jekt ist gleich in mehr­fa­cher Hin­sicht außer­ge­wöhn­lich. Zum einen koope­rie­ren der Markt Presseck, die Stadt Wal­len­fels und der Markt Markt­ro­dach über Land­kreis­gren­zen hin­weg. Zum ande­ren besteht das Pro­jekt aus einem Bün­del an 12 Ein­zel­maß­nah­men, die den Erholungs‑, Erleb­nis- und Frei­zeit­wert der gesam­ten Regi­on enorm stei­gern und ein attrak­ti­ves Lebens­um­feld schaf­fen sol­len. Wie dring­lich es ist, dem demo­gra­fi­schen Wan­del im Fran­ken­wald zu begeg­nen, zeigt aber vor allem, dass die Akteu­re für das Pro­jekt „Natur-Erleb­nis Wäld­la“ zehn Jah­re lang am Ball geblie­ben sind. Seit 2012 wur­de an dem umfang­rei­chen Pro­jekt gear­bei­tet, bis es zur För­de­rung kam.

Vom Aus­sichts­turm bis zum Themenspielplatz

Die Band­brei­te der Ein­zel­maß­nah­men ist groß. Die im wahr­sten Sin­ne des Wor­tes her­aus­ra­gend­ste ist ein Aus­sichts­turm auf dem Pressecker Knock. Des­sen Errich­tung allein ist mit rund 2,55 Mil­lio­nen Euro ver­an­schlagt. Er ist einem Tan­nen­zap­fen nach­emp­fun­den und fügt sich so in den Kon­text Fran­ken­wald ein. Auch auf Bar­rie­re­frei­heit wur­de Wert gelegt: Auf dem Turn wird eine Kame­ra instal­liert. Das Live-Bild ist auf einem Moni­tor am Boden zu sehen, um auch Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen die Mög­lich­keit des Aus­blicks zu geben.

Ein wei­te­res High­light ist ein The­men­spiel­platz am Fuße der Rad­spit­ze in der Gemein­de Markt­ro­dach (Orts­teil Sei­bels­dorf). Die­ser folgt einem päd­ago­gi­schen Kon­zept mit den Schwer­punk­ten regio­na­le Bio-Ernäh­rung, hei­mi­sche Tier- und Pflan­zen­welt und Natur- und Wald­päd­ago­gik. Ange­setzt ist er mit 309.400 Euro.

Ins­ge­samt haben die Maß­nah­men ein Volu­men von rund 5,8 Mil­lio­nen Euro. Der Anteil der Lea­der-För­de­rung ist dabei rund 3,3 Mil­lio­nen Euro, dazu kom­men Gel­der des Frei­staats, der Ober­fran­ken­stif­tung, des Land­krei­ses Kulm­bach und wei­te­rer Unter­stüt­zer. Ins­ge­samt kommt das Pro­jekt so auf einen För­der­satz von 90 Prozent.

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