Ein­satz­be­rich­te der Feu­er­wehr Bayreuth

Symbolbild Feuerwehr. Foto: Pixabay/FF Bretzfeld

Sams­tag, 17.09.2022 bis ein­schließ­lich Sonn­tag­mor­gen, 18.09.2022, war eine unge­wöhn­lich gro­ße Anhäu­fung an grö­ße­ren Ein­satz­mel­dun­gen für die Feu­er­wehr Bay­reuth ange­sagt. Glück­li­cher­wei­se ver­lie­fen die­se wei­test­ge­hend glimpf­lich, es wur­den kei­ne Per­so­nen schwe­rer verletzt.

Die tra­di­tio­nel­le Auf­takt­übung zum Start der Brand­schutz­wo­che fand um 10 Uhr an einem Geschäfts­ge­bäu­de in der Kanal­stra­ße statt. Mit dem Sze­na­rio eines Gebäu­de­brands prä­sen­tier­ten hier die Abtei­lun­gen Inne­re Stadt und Alt­stadt das Vor­ge­hen der Feu­er­wehr dem inter­es­sier­ten Publi­kum. Um 14 Uhr zog dann die Feu­er­wehr Lai­neck mit ihrer Übung am Sport­heim Lai­neck nach, dort wur­de der Brand eines Neben­ge­bäu­des angenommen.

Gegen 14.45 Uhr folg­te dann der erste Real­ein­satz des Tages. Mit der Ein­satz­mel­dung „Brand im Gebäu­de“ wur­den die Abtei­lun­gen Stän­di­ge Wache und Inne­re Stadt zusam­men mit dem Ret­tungs­dienst in die Maxi­mi­li­an­stra­ße alar­miert. Ein Trupp unter Atem­schutz ver­schaff­te sich Zugang zur betrof­fe­nen Woh­nung und konn­te dort eine Per­son auf­fin­den. Die­se wur­de umge­hend ins Freie ver­bracht und dem BRK über­ge­ben. Sie wur­de glück­li­cher­wei­se nur leicht ver­letzt, ein Trans­port ins Kran­ken­haus war nicht erfor­der­lich. Als Ursa­che für die Rauch­ent­wick­lung konn­te ein Schmor­brand in der Küche aus­fin­dig gemacht und schnell gelöscht wer­den. Nach Belüf­tungs­maß­nah­men konn­ten die ange­rück­ten Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wehr wie­der einrücken.

Eine grö­ße­re Ölspur in der Son­nen­stra­ße im Stadt­teil Aichig wur­de gegen 17.40 Uhr gemel­det. Nach erster Erkun­dung der Kame­ra­den des Klein­alarm­fahr­zeugs der Stän­di­gen Wache wur­den die Abtei­lun­gen Aichig und Lösch­zug Ost nach­alar­miert. Bis das Bin­de­mit­tel über die gesam­te Flä­che aus­ge­bracht und wie­der auf­ge­nom­men war, dau­er­te es ca. zwei­ein­halb Stun­den. Der Bereit­schafts­dienst des Bau­hofs unter­stütz­te mit einer Kehr­ma­schi­ne. Noch wäh­rend des lau­fen­den Ein­sat­zes wur­de gemel­det, dass zwei umge­stürz­te Bäu­me am Oschen­berg eine Fahr­bahn blockie­ren. Die­se wur­den durch die Feu­er­wehr Lai­neck beseitigt.

Um 20.44 Uhr wur­de ein Brand im Trep­pen­haus eines Wohn­hau­ses in der Fried­rich­stra­ße gemel­det. Vor Ort stell­te sich die Lage glück­li­cher­wei­se weni­ger dra­ma­tisch dar als zunächst ver­mu­tet wer­den muss­te. Die Ursa­che für die Rauch­ent­wick­lung war ein Schmor­brand im Bereich der Küche in einer der Woh­nun­gen, wel­cher bereits durch den Ver­mie­ter gelöscht wer­den konn­te. Für die alar­mier­ten Abtei­lun­gen Stän­di­ge Wache und Inne­re Stadt der Feu­er­wehr Bay­reuth sowie den Ret­tungs­dienst war kein Ein­grei­fen erforderlich.

Am frü­hen Sonn­tag­mor­gen gegen 0.10 Uhr wur­de die Abtei­lung Stän­di­ge Wache aber­mals alar­miert. Dies­mal ging es zusam­men mit den Kame­ra­den der Feu­er­wehr Trockau auf den Park­platz Sophien­berg an der A9, dort wur­de ein PKW-Brand gemel­det. Noch auf der Anfahrt wur­den die Kame­ra­den dar­über infor­miert, dass Erst­hel­fer den Brand bereits gelöscht hat­ten. Dies konn­te bei Ein­tref­fen bestä­tigt wer­den. Nach Kon­trol­le mit einer Wär­me­bild­ka­me­ra konn­ten die Ein­satz­kräf­te wie­der abrücken. Der Weg in die Ruhe­räu­me lohn­te sich für die Kame­ra­den der Stän­di­gen Wache jedoch kaum. Um 1.45 Uhr folg­te der näch­ste Alarm: Die auto­ma­ti­sche Brand­mel­de­an­la­ge eines Objekts in der Fried­rich-Puch­ta-Stra­ße hat­te aus­ge­löst. Die Erkun­dung vor Ort ver­lief jedoch ohne Fest­stel­lun­gen, sodass die Kräf­te schnell wie­der abrücken konnten.

Nach klei­ner Ruhe­pau­se ertön­te gegen 5.38 Uhr erneut der Alarm­gong. Ein pie­pen­der Heim­rauch­mel­der in einem Wohn­haus in der Wöl­fel­stra­ße rief die Ein­satz­kräf­te von Feu­er­wehr, Ret­tungs­dienst und Poli­zei auf den Plan. Bis zum Ein­tref­fen der Feu­er­wehr konn­ten sich die Poli­zei­kräf­te bereits Zugang zur Woh­nung ver­schaf­fen und den Schmor­brand in der Küche löschen. Die Bewoh­ne­rin wur­de vom Ret­tungs­dienst unter­sucht, muss­te jedoch nicht ins Kran­ken­haus gebracht wer­den. Sie konn­te nach Abschluss der Belüf­tungs­maß­nah­men wie­der in ihre Woh­nung zurück­keh­ren. Für die Kame­ra­den der Stän­di­gen Wache ging es kurz dar­auf zum letz­ten Ein­satz ihrer 24-Stun­den-Schicht: Ein soge­nann­ter „e‑Call“ lief um 6.12 Uhr in der Leit­stel­le ein.

Dabei han­delt es sich um einen Not­ruf, der durch ein elek­tro­ni­sches Assi­stenz­sy­stem eines Fahr­zeugs aus­ge­löst wird. Die­ses spricht z.B. ab einer gewis­sen Auf­prall­ge­schwin­dig­keit an und stellt eine Anruf­ver­bin­dung zur nächst­ge­le­ge­nen Leit­stel­le her. Über die Frei­sprech­ein­rich­tung kön­nen die Insas­sen dann den Not­ruf abset­zen. Für den Fall, dass sich auf Anspra­che der Leit­stel­le kei­ne Per­son mel­det, muss von einem schwe­re­ren Ver­kehrs­un­fall aus­ge­gan­gen wer­den, wes­halb in sol­chen Fäl­len nach dem Alarm­stich­wort „Ver­kehrs­un­fall – Per­son ein­ge­klemmt“ alar­miert wird. So wur­de auch bei die­sem Ein­satz­ver­fah­ren, ledig­lich der Stand­ort auf einem Park­platz in der Bind­la­cher Allee und der Fahr­zeug­typ waren bekannt. Vor Ort stell­te sich her­aus, dass kein Unfall der Aus­lö­ser des e‑Calls war, son­dern ein Brand im Füh­rer­haus des Trans­por­ters. Ein Trupp unter Atem­schutz konn­te die­sen mit einem C‑Rohr schnell ablö­schen. Nach abschlie­ßen­der Kon­trol­le mit einer Wär­me­bild­ka­me­ra konn­te die Ein­satz­stel­le der Poli­zei über­ge­ben wer­den. Eben­falls vor Ort waren die Kame­ra­den der Feu­er­wehr Lai­neck sowie der Ret­tungs­dienst, ver­letzt wur­de glück­li­cher­wei­se niemand.

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