Song­wri­ter Andy Lang begei­stert mit sei­nem Auf­tritt bei „Kul­tur in der Teu­fels­höh­le“ in Pottenstein

Songwriter Andy Lang begeistert mit seinem Auftritt bei „Kultur in der Teufelshöhle“ in Pottenstein September 2022
Andy Lang ist ein begnadeter Musiker, der die Harfe erklingen lässt wie kaum ein anderer. Text + Fotos: Thomas Weichert

Andy Lang begei­stert in der Teufelshöhle

„Wie schön das wir wie­der zusam­men sind.“ Wenn der evan­ge­li­sche Geist­li­che, Song­wri­ter und Bar­de Andy Lang, der auch Kul­tur­preis­trä­ger des Land­krei­ses Bay­reuth ist, mit kel­ti­scher Har­fe und Gitar­re auf­tritt und singt, dann hat er eine Fan­ge­mein­de die aus ganz Deutsch­land mit Begei­ste­rung dabei ist. So gesche­hen am Sams­tag­abend, 10. Sep­tem­ber 2022, in der Vor­höh­le der Teu­fels­höh­le vor rund 60 Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rern im Rah­men der Kon­zert­rei­he „Kul­tur in der Teufelshöhle.“

Am Nach­mit­tag wan­der­te Lang noch durch das schö­ne Klum­per­tal. Ob dies auch bar­fuß geschah, wie bei sei­nem Höh­len­kon­zert, konn­te nicht in Erfah­rung gebracht wer­den. Lang ist jeden­falls ein „Natur­mensch“ und abge­här­tet, wäh­rend sein Publi­kum Kis­sen und Decken dabei hat. „Eine der größ­ten Seg­nun­gen für einen Men­schen ist es, wenn er einen Kreis von Freun­den hat“, sagt der begna­de­te Musi­ker, der die Har­fe erklin­gen lässt wie kaum ein ande­rer. Eines sei­ner Lie­der an die­sem Abend, als es vor der Höh­le in Strö­men schüt­tet und eini­ge Glüh­würm­chen über die Köp­fe der Kon­zert­gä­ste sau­sen, heißt daher auch „Cir­cle of friends“ – zu deutsch: Kreis der Freun­de. „Ihr soll­tet auch dar­über nach­den­ken, wem ihr gut tut“, rät Lang sei­nen Fans. Aktu­ell beschäf­tigt er sich mit einem beson­de­rem Musik­gen­re. Mit Lie­dern zum Abschied, eigent­lich trau­ri­gen Lie­dern nach dem Ver­lust eines lie­ben Men­schen. Es sind aber vor allem auch nach­denk­li­che Lie­der, die ent­schleu­ni­gen. „Es ist wie lang­sam lau­fen, was immer gut ist“, erklärt Lang. Und wenn er bar­fuß läuft, läuft er immer auch langsam.

Was bei einem sei­ner Kon­zer­te nicht feh­len darf, sind Lie­bes­lie­der. Wie „Healing love“. Denn Lie­be heilt. Am wich­tig­sten ist Lang jedoch sein Publi­kum. „Das größ­te Geheim­nis mei­ner Musik sind die Men­schen, die sie hören. Aus ihren Hoff­nun­gen, Sehn­süch­ten und Träu­men erfährt mei­ne Klang­welt Tie­fe und Raum“, schreibt er in sei­ner Bio­gra­fie. Und das merkt man auch. Er nimmt sein Publi­kum mit auf sei­ne Rei­se nach Irland oder Schott­land. Die Men­schen sind glück­lich, sum­men und wip­pen mit, wenn Lang singt. Einer sei­ner Freun­de, der „Weiß‚n Ferdl“, wür­de zu ger­ne ein­mal eines sei­ner Kon­zer­te besu­chen. Wenn er denn auch ein­mal ein frän­ki­sches Lied sin­gen wür­de. Das macht Lang dann auch. „Die annerns“ heißt das Lied auf Frän­kisch. „Das ist mei­ne Ant­wort auf Coro­na“, erklärt Lang. „Die annerns sen die Ble­den – ich konn nix dafür“, so lau­tet der Refrain des Songs, in dem der Künst­ler auch Kri­tik an der Coro­na-Poli­tik übt. Die Men­schen klat­schen begei­stert mit. Bis­her hat Lang nur fünf frän­ki­sche Lie­der geschrie­ben. Es soll­ten viel­leicht mehr werden?

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