Bund Natur­schutz Forch­heim bit­tet Kom­mu­nen und Bevöl­ke­rung um Unter­stüt­zung der Earth Night

Insek­ten ster­ben mas­sen­wei­se durch nächt­li­che Beleuch­tung. Wenig­stens eine dunk­le Nacht im Jahr – dafür setzt sich die Initia­ti­ve „Earth Night“ ein. Am 23. Sep­tem­ber (Neu­mond) ruft die Initia­ti­ve dazu auf, ab 22 Uhr das Licht zu redu­zie­ren oder abzuschalten.

Stra­ßen­lam­pen, Auto­schein­wer­fer, Leucht­re­kla­me, Flut­lich­ter auf Park­plät­zen, Tank­stel­len und Sport­an­la­gen, Strah­ler auf Bau­stel­len, Gewer­be­flä­chen und Bau­denk­mä­ler – für nacht­ak­ti­ve Insek­ten kön­nen sol­che Licht­quel­len zu Todes­fal­len wer­den, denn sie füh­ren zum Zusam­men­bruch ihres ange­bo­re­nen Ori­en­tie­rungs­ver­mö­gens. Um das gro­ße Insek­ten­ster­ben auf­zu­hal­ten, for­dert die BN-Kreis­grup­pe Forch­heim zusam­men mit den „Paten der Nacht“, den Initia­to­ren die­ser bun­des­wei­ten Akti­on, ein Umden­ken bezüg­lich künst­li­cher Licht­quel­len. Vor dem Hin­ter­grund der der­zei­ti­gen Ener­gie­kri­se hat das Abschal­ten des Lichts nicht nur einen Arten­schutz­aspekt, son­dern ist selbst­ver­ständ­lich auch das Gebot der Stun­de, um Ener­gie zu sparen.

„Von den in Deutsch­land vor­kom­men­den Insek­ten­ar­ten sind etwa 70 Pro­zent nacht­ak­tiv. Vie­le davon sind bereits in ihrem Bestand gefähr­det“, sagt Dr. Ulrich Buch­holz von der Kreis­grup­pe Forch­heim. Für den Bio­lo­gen steht fest: „Es ist höch­ste Zeit, die Beleuch­tungs­dau­er zu ver­kür­zen oder in bestimm­ten Fäl­len ganz auf nächt­li­che Beleuch­tung zu ver­zich­ten.“ Wir for­dern alle unnö­ti­ge Beleuch­tung wo immer es geht dau­er­haft abzu­schal­ten. Dies lei­stet auch einen wich­ti­gen Bei­trag zum Ener­gie­spa­ren und damit zum Klimaschutz!“

Das Pro­blem vie­ler nacht­ak­ti­ver Insek­ten: Sie sehen noch bei sehr gerin­ger Licht­stär­ke und füh­len sich vom Licht ange­zo­gen. Das Fata­le: Haben Insek­ten eine künst­li­che Licht­quel­le ent­deckt, umflie­gen sie sie bis zur völ­li­gen Erschöp­fung oder sie kol­li­die­ren mit der Lam­pe und wer­den ange­sengt. Wer vor Erschöp­fung zusam­men­ge­bro­chen ist, fällt oft sei­nen Fress­fein­den zum Opfer. Bei Tages­an­bruch räu­men dann die Vögel unter den noch immer erstarrt ver­har­ren­den Insek­ten auf, die sich an Haus­wän­den aus­ru­hen oder am Boden lie­gen. „Gan­ze Insek­ten­po­pu­la­tio­nen kön­nen so in der Stadt in kur­zer Zeit zusam­men­bre­chen. Das Mas­sen­ster­ben der zum Licht gelock­ten Tie­re kann nicht wett­ge­macht wer­den. Selbst schein­bar natur­na­he Lebens­räu­me in der Stadt ver­ar­men so“, erklärt Buchholz.

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