Bay­freu­ther MdL Gud­run Bren­del-Fischer kri­ti­siert geplan­te Mit­tel­kür­zung der Migra­ti­ons­be­ra­tung des Bundes

MdL Gudrun Brendel-Fischer. Foto: Christine Schulz
MdL Gudrun Brendel-Fischer. Foto: Christine Schulz

Baye­ri­sche Inte­gra­ti­ons­be­auf­trag­te: „Ange­bo­te aus­wei­ten statt kürzen!“

Die Inte­gra­ti­ons­be­auf­trag­te der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung Gud­run Bren­del-Fischer, MdL, kri­ti­siert am heu­ti­gen bun­des­wei­ten Akti­ons­tag der Migra­ti­ons­be­ra­tung die geplan­ten Mit­tel­kür­zun­gen im neu­en Haus­halts­ent­wurf des Bun­des für 2023: „Im aktu­el­len Ent­wurf sol­len die Mit­tel für die bun­des­ge­för­der­te Migra­ti­ons­be­ra­tung (MBE) um rund 20 Mil­lio­nen Euro ver­rin­gert wer­den – von gut 80 auf rund 60 Mil­lio­nen Euro. Das ist für die Län­der und die Bera­tungs­struk­tu­ren vor Ort ein Schlag ins Gesicht. Wir müs­sen auf­grund des gestei­ger­ten Bera­tungs­be­darfs die Ange­bo­te aus­wei­ten und nicht kürzen!“

„Der Bund kann nicht erwar­ten“, so die Beauf­trag­te wei­ter, „dass die Län­der ent­ste­hen­de finan­zi­el­le Lücken kom­pen­sie­ren. Der Bera­tungs­be­darf ist durch die Ukrai­ne­kri­se und stei­gen­de Asyl­zah­len grö­ßer denn je. Die Bera­tungs­struk­tu­ren befin­den sich seit Mona­ten am Limit.“

Erst die­ses Jahr hat der Frei­staat Bay­ern die Mit­tel für die lan­des­ge­för­der­te Flücht­lings- und Inte­gra­ti­ons­be­ra­tung sowie die haupt­amt­li­chen Inte­gra­ti­ons­lot­sen auf­grund des erhöh­ten Bedarfs um rund 28 Mil­lio­nen Euro gestei­gert. Bren­del-Fischer moniert: „Nicht über­all in Deutsch­land fin­det so eine per­so­nal­in­ten­si­ve und durch Lan­des­mit­tel geför­der­te Sozi­al­be­ra­tung für Geflüch­te­te statt wie in Bay­ern. Der Bund setzt hier ein fal­sches Zei­chen! Der Bera­tungs­be­darf endet in der Regel nicht mit der Anerkennung!“

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